Knalleffekt für Hund und Katz

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29 Dez 12:00 2018 von Gerhard Repp Print This Article

Silvesterfeuerwerke können viel Leid für die Tiere bedeuten

Gerade für Hunde ist Silvester mit großem Stress verbunden. Ihr Gehörsinn ist nämlich dem des Menschen bei Weitem überlegen. Somit kann man sich vorzustellen, wie sich das Krachen eines Böllers oder das Zischen einer Rakete in den Ohren eines Hundes auswirkt. Auch die ungewöhnliche Geräusche und Vibrationen des Bodens lassen den Hund unsicher werden. Besonders ängstliche Hunde reagieren häufig mit Zittern, Hecheln, extremer Anhänglichkeit und schlimmstenfalls mit Nahrungsverweigerung.

Was können HundehalterInnen tun?

  • Halten Sie Fenster und Türen geschlossen.
  • Gewähren sie Ihrem Liebling eine Rückzugsmöglichkeit, bauen Sie ihm eventuell eine Höhle. Schalten Sie Licht und am besten auch noch den Fernseher ein oder legen Sie Musik auf, um die äußere Geräuschkulisse zu übertönen.
  • Versuchen Sie, den Vierbeiner mit intensivem Spielen abzulenken.
  • Gelingt das nicht, ist es besser, das Verhalten des Hundes zu ignorieren. Ein Eingehen auf die Verunsicherung durch Zuspruch kann die Situation noch verschlimmern.
  • Wenn Sie mit Ihrem Hund äußerln gehen müssen, dann nur mit Leine! Ein plötzliches Krachen kann ihn derart erschrecken, dass er in Panik gerät und davonläuft.
  • Für besonders ängstliche Hunde, aber auch für Katzen und andere Heimtiere kann man auf angstlösende Medikamente zurückgreifen.


Aber nicht nur Hunde und Katzen reagieren empfindlich auf Feuerwerke. Gefährlich kann es zum Beispiel werden, wenn sich Pferde und Rinder im Auslauf befinden, in Panik den Zaun durchbrechen und auf vielbefahrene Straßen laufen. Deshalb ist es nicht nur zum Schutz der Tiere wichtig, Weidetiere vor einem Feuerwerk in den Stall zu bringen.

Besonders dramatisch kann sich die Silvesterknallerei auch für Farmwild im Gehege oder für Wildtiere auswirken, wenn diese in ihrer angeborenen Fluchtreaktion in Zäune laufen und sich dabei verletzten. Deshalb niemals ein Feuerwerk neben Tiergehegen zünden!



Quelle: Stadt Graz



Gerhard Repp

Chefredakteur

Chefredakteur von www.regionews.at.

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