Salzburg: Rauriser Literaturpreis 2026 geht an Sophie Hunger
Förderungspreis für Andreas Neuhauser / 55. Rauriser Literaturtage von 25. bis 29. März
(HP) Im Rahmen einer Pressekonferenz im ORF Landesstudio Salzburg wurde heute bekanntgegeben, an wen der diesjährige Rauriser Literaturpreis verliehen wird: Die renommierte Auszeichnung geht an Sophie Hunger für ihren Roman „Walzer für Niemand“. Den Förderungspreis erhält Andreas Neuhauser für seinen Text „Linz-Wegscheid.“
„Ich gratuliere Sophie Hunger und Andreas Neuhauser sehr herzlich zu ihren nun preisgekrönten Werken. Sie reihen sich damit beide in eine illustre Liste deutschsprachiger Autorinnen und Autoren ein.“, so Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll bei der Bekanntgabe der Namen. Der Rauriser Literaturpreis wird vom Land Salzburg vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Den Rauriser Förderungspreis vergibt das Land gemeinsam mit der Marktgemeinde Rauris, er ist mit 5.000 Euro dotiert.
Sophie Hunger überzeugte
Sophie Hunger, 1983 in Bern geboren und wohnhaft in Berlin, erzählt in ihrem Roman „Walzer für Niemand“ von einer besonderen Freundschaft zwischen einem Mädchen und ihrem Freund Niemand. Gemeinsam erleben sie Magie und Erschütterungen von Kindheit und Jugend. Nach Meinung der Jury um Christa Gürtler, Bettina Hering und Rainer Moritz ist der Autorin ein literarisches Debüt gelungen, „das seine besondere Sogkraft aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Ausdrucksformen bezieht. Der Text entwickelt sich entlang der Coming-of-Age-Geschichte einer symbiotischen Freundschaftsbeziehung und entfacht dabei eine dichte atmosphärische Spannung, einem Walzer nicht unähnlich, dessen Kreisbewegung zugleich die Tanzenden verbindet und sachte wieder trennt“.
Förderungspreis für Andreas Neuhauser
Andreas Neuhauser, 1988 in Steyr geboren, überzeugte mit „Linz-Wegscheid“ ebenfalls auf vielen Ebenen. Die Jury um Jessica Beer, Stefan Köglberger und Anna Weidenholzer hält fest: „Der vollständige Verzicht auf ein Narrativ stellt ebenso einen mutigen Schritt dar wie das kunstvolle Fortspinnen des Textes, der mit einer ‚handelsüblichen Karte des Großraums Linz im Maßstab 1:15.000‘ einsetzt und die Lesenden auf eine unorthodoxe Stadtteilerkundung mitnimmt. Straßenzüge, Gebäude und öffentliche Verkehrsmittel werden mit einem Blick aufs Detail betrachtet, der immer wieder Neues entdecken lässt.“
Schnöll: „Rauris als magischer Ort für Literatur.“
Übergeben werden die Preise zum Auftakt der 55. Rauriser Literaturtage, die heuer von 25. bis 29. März in der Pinzgauer Gemeinde stattfinden. Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll ist sich des besonderen Reizes dieses jährlichen kulturellen Highlights sehr bewusst: „Wenn die literarischen Stimmen der Gegenwart jedes Jahr aufs Neue im Rauriser Tal, inmitten dieser mächtigen Berglandschaft, aufklingen und damit auch ein Echo vergangener, manchmal vergessener Stimmen erwecken, entsteht dieses besondere Raum- und Zeit-Gefühl, das diesen Ort so magisch macht.“
Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260203_40 (ap/mw)
Quelle: Land Salzburg
