Salzburg: Land Salzburg und ÖIF haben Integrationswillen genau im Blick
Neue Schnittstelle ermöglicht tagesaktuellen Datenaustausch / Schnellere Erkennung von Verstößen / Sanktionspraxis wird nachgeschärft
(LK) Kursbesuche, Abwesenheiten und auch der Prüfungsstatus – mit einer auf den neuesten Stand gebrachten Integrationsschnittstelle kann das Land Salzburg wichtige Daten von Teilnehmerinnen und Teilnehmern tagesaktuell abrufen. So wird es möglich, Verstöße gegen das Integrationsgesetz rasch zu erkennen und schneller zu sanktionieren. Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek und Soziallandesrat Wolfgang Fürweger konnten sich heute im Integrationszentrum Salzburg selber vom System und der Arbeit des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) überzeugen.
Die Integrationsschnittstelle wird vom Bundesministerium für Inneres betrieben. Vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) werden dort täglich bis zu 7.500 Datensätze aktualisiert. Diese Datenbank ermöglicht einen tagesaktuellen Austausch zwischen jenen Einrichtungen, die wie der ÖIF Maßnahmen fördern und den zuständigen Behörden in den Bundesländern, die Sanktionierungen bei Verstößen gegen das Integrationsgesetz vollziehen. 2024 wurde zum Beispiel 201 Personen aufgrund mangelnder Mitwirkung an Integrationsmaßnahmen die Sozialunterstützung gekürzt, davon waren mehr als 90 Prozent Asylberechtigte.
Integrationsverweigerung wird bestraft
Das Land Salzburg hat sich vollumfänglich an die neueste Version der Integrationsschnittstelle angebunden. „Die seit 2023 stark intensivierte Zusammenarbeit zwischen Land und ÖIF hat sich bestens bewährt – von Sprach- und Wertekursen über Karriereplattformen bis hin zum Thema Polizei und Sicherheit rufen wir in Salzburg sämtliche Angebote ab. Wichtig ist aber, nicht nur zu fördern, sondern mit gleichem Nachdruck auch die aktive Mitarbeit von Zuwanderern – insbesondere Asylberechtigten - einzufordern. Mit der neuen Integrationsschnittstelle 2.0, deren Implementierung Salzburg als eines der ersten Bundesländer forciert hat, werden wir ausgehend von einer bereits jetzt strengen Sanktionspraxis zusätzlich nachschärfen, um Integrationsverweigerung wirklich ausnahmslos und ohne Zeitverzögerung zu bestrafen“, so Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek.
Gute und konstruktive Zusammenarbeit
Für Soziallandesrat Wolfgang Fürweger, der auch für das Asylwesen zuständig ist, steht fest: „Mein Antrittsbesuch beim ÖIF hat es mir ermöglicht, mir vor Ort ein konkretes Bild von der wichtigen Arbeit im Integrationsbereich zu machen. In den Gesprächen wurde deutlich, wie Asylberechtigten nach Abschluss des Asylverfahrens Orientierung, Struktur und Perspektiven für ihren weiteren Weg vermittelt werden. Diese Arbeit steht in einem engen sachlichen Zusammenhang mit den Aufgaben des Landes im Asylbereich. Solche Einblicke vor Ort sind eine zentrale Grundlage für eine gute und konstruktive Zusammenarbeit, auf die ich großen Wert lege“, so Fürweger.
Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260203_20 (bk/sm)
Quelle: Land Salzburg
