Salzburg: St. Gilgen/St. Leonhard - Zwei Alpinvorfälle
Drei Einheimische 16-jährige Burschen unternahmen am Nachmittag des 12. April eine Wanderung von St. Leonhard durch unwegsames Gelände in Richtung Kienbergkopf. Gegen 21:00 Uhr gerieten sie in steiles, mit Gras und Fels durchsetztes Schrofen-Gelände auf etwa 750 Metern Seehöhe und konnten ihren Weg nicht mehr fortsetzen. Die Jugendlichen setzten daraufhin einen Notruf ab. Sie wurden in weiterer Folge von der Bergrettung Grödig terrestrisch geborgen und gegen 23:30 Uhr sicher ins Tal gebracht. Der Polizeihubschrauber unterstützte den Einsatz durch das Ausleuchten der Einsatzstelle.
Die drei Burschen waren für die Tour unzureichend ausgerüstet und trugen lediglich Turnschuhe sowie Straßenkleidung. Insgesamt standen zehn Einsatzkräfte der Bergrettung Grödig sowie die Besatzung des Polizeihubschraubers im Einsatz.
Zu einem Kletterunfall kam es ebenfalls am 12. April in St. Gilgen am Plombergstein. Eine 67-jährige deutsche Staatsangehörige war gemeinsam mit ihrem Bergführer in der genannten Route unterwegs. Die erfahrene Kletterin befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls im Vorstieg und dürfte im Bereich eines Standplatzes beim Einrichten desselben das Gleichgewicht verloren haben. In weiterer Folge stürzte sie mehrere Meter ins Seil. Dabei zog sich die Frau Verletzungen unbestimmten Grades zu. Die Bergung sowie Erstversorgung erfolgten durch den Rettungshubschrauber, mit welchem die Verletzte anschließend in das Universitätsklinikum Salzburg geflogen wurde. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen.
Update der Bergrettung:
Einsatz Bergrettung St. Gilgen: Kletterin mehrere Meter abgestürzt: Schwer verletzt
Am Plombergstein in St. Gilgen im Flachgau ist am Sonntag gegen Mittag eine Kletterin, die mit ihrem Seilpartner eine Mehrseillängentour unternommen hat, mehrere Meter abgestürzt. Die Frau erlitt schwere Verletzungen. Das Team des Rettungshubschraubers C6 führte rasch eine Taubergung durch. Auf einem Zwischenlandeplatz wurde die Verunfallte mit Unterstützung eines Bergretters und eines Polizisten erstversorgt und für den Weitertransport mit dem Rettungshubschrauber in ein Spital umgelagert.
Im Einsatz waren fünf Bergrettungskräfte der Ortsstelle St. Gilgen, der Rettungshubschrauber C6, Polizei und Alpinpolizei.
Quelle: LPD Salzburg, Vera Reiter Ehrenamtliche Pressereferentin Bergrettung Salzburg
