Tirol: Sicherheit von oben - Drohnen im Krisen- und Katastrophenmanagement

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Frau mit Weste steuert Drohne
Das 13-köpfige Team an LWLZ-DrohnenpilotInnen wird laufend geschult und auf besondere Einsatzsituationen mit höchstem Fokus auf das Thema Sicherheit im Flugbetrieb fortgebildet.
Copyright: Land Tirol
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Drohne in der Luft
Das LWLZ ist die zentrale Koordinationsstelle für Drohneneinsätze im Sicherheitsbereich. Die Drohnen können von allen Dienststellen des Landes oder auch von Tiroler Gemeinden angefordert werden, um Erhebungen aus der Luft durchzuführen.
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Drohne schwept
Drohne der LWLZ im Einsatz.
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Drohnenaufnahme Mure in Gschnitz
Landesdrohnen kamen etwa nach dem Murenabgang in Gschnitz im Sommer 2025 zum Einsatz, um das Ausmaß der Schäden zu dokumentieren.
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Drohnenaufnahme Lawine
Drohneneinsatz nach einem Lawinenabgang in Innervillgraten.
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Drohnenaufnahme Berggipfel
Drohneneinsatz nach einem Felssturz bei Inzing.
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Drohnenaufnahme Hangrutsch auf Alm
Drohneneinsatz nach einem Hangrutsch bei Kelchsau.
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Drohnenaufnahme Brand Nußdorf-Debant
Drohneneinsatz nach dem Brand in Nußdorf-Debant.
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Drohenaufnahme Mure
Drohneneinsatz nach einem Hangrutsch bei Umhausen.
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14 Feb 21:00 2026 von Redaktion International Print This Article

Land nutzt Drohnen unter anderem für Kriseneinsätze zur Schadensdokumentation und Erhebungstätigkeiten

  • 13-köpfiges PilotInnen-Team des Landes-Warn- und Lagezentrums (LWLZ) wird laufend geschult
  • Drohnenatlas für koordinierte Einsätze wird aktuell erstellt

Mehr Sicherheit dank moderner Technik: Auch das Land Tirol setzt auf Drohnen. Durch den „Blick von oben“ können beispielsweise Gefahrenstellen untersucht, Schäden dokumentiert und große Flächen beobachtet werden: Die Drohnen-Einsatzgruppe des Landes-Warn- und Lagezentrums (LWLZ) ist etwa zu Erhebungen nach Murenabgängen oder auch Waldbrandereignissen im Einsatz. Allein im Jahr 2025 wurden insgesamt 73 Flüge absolviert – unter anderem beim Brand in Nußdorf-Debant, dem Murenabgang in Gschnitz oder auch dem Waldbrand auf der Nordkette bei Innsbruck.

„Schnell, kosteneffizient und flexibel einsetzbar – die Landesdrohnen sind aus dem modernen Katastrophenschutz nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglichen es uns, auch in schwer zugänglichen Gebieten rasch ein präzises Lagebild zu gewinnen – und das sicher und effektiv. Damit leisten sie mittlerweile einen unverzichtbaren Beitrag, um die Einsatzkräfte bestmöglich zu unterstützen und im Ernstfall fundierte Entscheidungen zu treffen“, erklärt Sicherheitslandesrätin Astrid Mair denn Nutzen der Drohnen im Landesdienst: „Wir setzen konsequent auf moderne Technologie, um Sicherheit für Tirol zu schaffen.“

Drohnen-Bilder in Echtzeit für Einsatzleitungen

Das LWLZ ist die zentrale Koordinationsstelle für Drohneneinsätze im Sicherheitsbereich. Die Drohnen können von allen Dienststellen des Landes oder auch von Tiroler Gemeinden angefordert werden, um Erhebungen aus der Luft durchzuführen. „Im Einsatzfall generieren unsere Drohnen hochauflösende Bilder, die direkt an die Einsatzleitungen übermittelt werden können – bei Bedarf auch in Echtzeit. Unsere Bilder helfen enorm, um eine oft unübersichtliche Lage besser einschätzen zu können. Die Drohnen werden zudem auch nach Schadensereignissen genutzt, um flächendeckende Befliegungen und Dokumentation – etwa von Steinschlagereignissen oder Waldbrandflächen – vorzunehmen. Schlussendlich nutzen wir die Drohnen auch für andere Aufgaben – beispielsweise zur Wildbestandsdokumentation mittels Wärmebildkamera oder zur Wildbachbegutachtung“, erklärt Thomas Geiler, Leiter des LWLZ.

Drohnenatlas für Tirol – sicherer und effizienter Einsatz von Drohnen

Das 13-köpfige Team an LWLZ-DrohnenpilotInnen wird laufend geschult und auf besondere Einsatzsituationen mit höchstem Fokus auf das Thema Sicherheit im Flugbetrieb fortgebildet. Dabei wird eng mit dem Österreichischen Bundesheer zusammengearbeitet und auch die Vernetzung mit den Tiroler Einsatzorganisationen wird laufend vertieft.

Das Einsatzspektrum wird zudem laufend erweitert – unter anderem sollen Drohnen künftig für die Inspektion von Brücken oder auch für die Dokumentation von Flughindernissen – beispielsweise Materialseilbahnen – genutzt werden. Aktuell arbeitet das Team an der Einführung eines digitalen Drohnenatlas für Tirol: Auf diesem sollen alle einsetzbaren Drohnen von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben – etwa Feuerwehren oder Bergrettung – aufgelistet sein. „Auf dem Atlas sieht man nicht nur die Standorte der Drohnen, sondern auch die Qualifikation des Personals sowie die vorhandene Technik“, erklärt Geiler und führt weiter aus: „Mit den gesammelten Informationen im Drohnenatlas kann der Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen noch zielgerichteter erfolgen. Die Zusammenarbeit und der Einsatz von Drohnen bei Katastrophenereignissen kann dadurch noch besser koordiniert und nach geltenden Sicherheitsbestimmungen durchgeführt werden.“ Weitere Schwerpunkte des Tätigkeitsfeldes umfassen ab heuer auch den Lastentransport mit Drohnen sowie vollautomatisierte Erhebungensflüge von stationären Standorten aus, beispielsweise zum Monitoring.


Quelle: Land Tirol



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