LHStv Wohlgemuth zu Besuch bei ZeMIT Tirol

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Tirol

14 Feb 19:00 2026 von Redaktion International Print This Article

40 Jahre Engagement für Integration, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe

  • Vom Arbeitsmarkteinstieg über Bildungs- und Qualifizierungsfragen bis hin zu sozialen Anliegen

Seit mittlerweile 40 Jahren begleitet das ZeMIT – Zentrum Migration Integration Teilhabe Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte und leistet einen zentralen Beitrag zu Integration, Chancengleichheit und gesellschaftlicher Teilhabe. Allein im Jahr 2025 führte ZeMIT rund 4.000 persönliche Beratungen durch. Hinzu kamen etwa 2.000 telefonische Beratungen sowie zahlreiche Beratungen per E-Mail oder online. Insgesamt werden für die verschiedenen Projekte des ZeMIT seitens des Landes für das Jahr 2026 über 200.000 Euro an Fördermittel zur Verfügung gestellt.

Bei einem Besuch im ZeMIT Tirol informierte sich Integrationsreferent LHStv Philip Wohlgemuth vor Ort über die umfangreiche Beratungs- und Projektarbeit der Einrichtung. Begleitet wurde er von der Geschäftsführerin Mirjana Stojakovic.

Mehrsprachiges Angebot an Beratungsschwerpunkten

Die Bildungsabschlüsse der über 1.100 beratenen Personen verdeutlichen die große Bandbreite der Zielgruppen: 720 Personen verfügten über eine akademische Ausbildung, 323 über eine höhere Ausbildung, 129 über eine mittlere Ausbildung bzw. einen Lehrabschluss, 50 Personen hatten maximal einen Pflichtschulabschluss, weitere gehörten zur Gruppe der sonstigen Bildungsabschlüsse. Die Beratungsschwerpunkte umfassten unter anderem Arbeitsmarkteinstieg, Arbeits- und Aufenthaltsrecht, Anerkennung von ausländischen Ausbildungen, Weiterbildung, Ausländerbeschäftigung, Beihilfen, Diskriminierung, familienrechtliche Angelegenheiten, Gesundheit, Kinderbetreuung sowie Pensionsthemen. Ein besonderes Merkmal von ZeMIT ist das mehrsprachige Angebot: Neben Deutsch wird die Beratung auch in weiteren Sprachen angeboten, darunter Türkisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Russisch/Ukrainisch, Arabisch, Italienisch, Rumänisch und Englisch.

LHStv Wohlgemuth unterstrich beim Besuch die gesellschaftliche Bedeutung der Einrichtung: „Seit 1985 begleitet das Zentrum Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte in Tirol. Unzähligen Menschen wurde Beratung, Orientierung und Unterstützung geboten – sei es bei der Arbeitssuche, bei Fragen zur Anerkennung von ausländischen Abschlüssen, Ausbildung, Wohnen oder rechtlichen Anliegen. Besonders wichtig ist das breite Sprachenangebot, das vielen den Zugang zu Hilfe überhaupt erst ermöglicht.“

Geschäftsführerin Stojakovic betonte die Bedeutung der langjährigen Arbeit und der Zusammenarbeit mit dem Land Tirol: „Unsere Aufgabe ist es, Menschen Orientierung zu geben und sie in oft herausfordernden Lebenssituationen zu begleiten. Dass wir dies seit 40 Jahren tun können, verdanken wir dem Vertrauen der Ratsuchenden, dem großen Engagement unseres Teams und der guten Zusammenarbeit mit dem Land Tirol. Integration gelingt dort, wo Menschen ernst genommen werden und echte Teilhabe möglich ist.“

Gesellschaftspolitische Impulse im Fokus

Neben der individuellen Beratung setzt ZeMIT auch wichtige gesellschaftspolitische Impulse, etwa mit den Projekten Antirassismus-Arbeit Tirol (ARAtirol), den Bildungsräumen, dem Dokumentationsarchiv Migration Tirol (DAM) sowie dem Informations- und Monitoringzentrum Migration Tirol (IMZ), das gemeinsam mit dem Land Tirol betrieben wird.

„Mit diesen Projekten wird nicht nur konkrete Hilfe bereitgestellt, sondern auch wertvolle Aufklärungs- und Forschungsarbeit geleistet. Sie machen Migration in Tirol sichtbar, bekämpfen Diskriminierung und tragen zu einem besseren Verständnis unserer gemeinsamen Geschichte bei. Ich danke dem gesamten Team von ZeMIT für seine Professionalität, Menschlichkeit und den langen Atem. Integration gelingt dann, wenn wir Vielfalt anerkennen, Chancen eröffnen und das Miteinander aktiv gestalten“, so LHStv Wohlgemuth abschließend.


Quelle: Land Tirol



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