Graz: POLIZEISPRECHER STATT HOLLYWOODSTAR - Steirische Polizei überrascht mit Präventionskampagne im Netz
Foto: LPD Steiermark
Mit einer mehrteiligen Videokampagne in den sozialen Medien warnt die steirische Polizei aktuell vor unterschiedlichen Betrugsmaschen – zur freudigen Überraschung vieler Userinnen und User: Denn anstelle eines bekannten Hollywoodstars, treten die drei steirischen Polizeisprecher wortlos vor die Kamera. Ihre gemeinsame Botschaft: "Erst prüfen. Dann vertrauen."
Anlass für die Kampagne sind die jüngst bekanntgewordenen Betrugsfälle aus der Steiermark. Dabei versprachen Kriminelle hohe Gewinne mit vermeintlichen Investments, täuschten persönliche Nähe vor oder setzten ihre Opfer mit erfundenen Schicksalsgeschichten als vermeintlicher Arzt oder Pilot geschickt unter Druck. Allein vier innerhalb weniger Tage in der Steiermark bekannt gewordene Fälle verursachten einen Gesamtschaden von fast einer halben Million Euro. Dabei zeigen die unterschiedlichen Fälle, wie professionell Betrüger mittlerweile auftreten und wie schnell aus Vertrauen eine Betrugsfalle mit beträchtlichem Schaden werden kann – finanziell, sowie emotional.
Bekannter Spot – bekannte (steirische) Gesichter
Die mehrteilige Videoserie greift nun mit einem Augenzwinkern den Aufbau eines bekannten TV-Spots mit Brad Pitt auf. Dabei treten anstelle des bekannten Hollywoodstars die zumindest in der Steiermark nicht weniger bekannten Gesichter der steirischen Polizei auf. In einem reduzierten Setting und in Uniform nehmen die Polizeisprecher Markus Lamb (38), Sabri Yorgun (31) und Fritz Grundnig (58) in den rund 40-sekündigen Videoclips einzeln vor der Kamera Platz. Sie selbst bleiben dabei wortlos, während eine weibliche Stimme im Hintergrund typische Warnsignale und Verhaltenstipps zu unterschiedlichen Betrugsformen zum Besten gibt. Im Fokus der kreativen Präventionsarbeit stehen vor allem die Themen Anlagebetrug (Investments), Schockanrufe und der sogenannte "Love Scam". Die bekannte Inszenierung dient dabei als Ausgangspunkt für eine eigenständige Präventionskampagne der steirischen Polizei.
Begeisterung im Netz
Veröffentlicht wurden die selbst produzierten Videos ganz bewusst dort, wo die meisten Menschen täglich kommunizieren: Im Internet – jener Ort, an dem mittlerweile auch die meisten Betrugsformen mit der Anbahnung von Kontakten ihren Ursprung haben. Mit der Kurzvideo-Serie auf sämtlichen Social-Media-Kanälen der "Polizei Steiermark" gelang es, innerhalb kürzester Zeit und ohne jeglichen Einsatz von Werbegeldern eine Vielzahl an Menschen in Form eines Infotainment-Ansatzes zu erreichen. Dabei haben die Präventionsbotschaften innerhalb der ersten 48 Stunden nach Veröffentlichung bereits mehrere hundert Tausend Menschen verschiedenster Zielgruppen erreicht.
Ernsthafte Botschaft
Hinter all den humorvollen Anspielungen als Stilmittel positiver Aufmerksamkeit steht jedoch vor allem eines – eine ernste Botschaft: "Wissen schützt! Wer Warnsignale erkennt, kurz innehält und Angaben kritisch überprüft, kann Betrug in vielen Fällen verhindern. Denn jede verhinderte Straftat ist ein Gewinn", so die steirischen Polizeisprecher unisono. Deshalb gilt einmal mehr: "Erst prüfen. Dann vertrauen."
Die Videos finden Sie auf sämtlichen Social-Media-Kanälen der "Polizei Steiermark" (Facebook, Instagram, X und Bluesky).
Zu den Videos geht’s hier:
- Video 1 (Instagram): Anlagebetrug - Markus Lamb
- Video 2 (Instagram): Schockanrufe - Sabri Yorgun
- Video 3 (Instagram): Love Scam - Fritz Grundnig
Weitere Infos und Präventionstipps zu diversen Betrugsformen finden Sie auf der Homepage des Bundeskriminalamts.
Quelle: LPD Steiermark
