Österreich: ÖVGW - Qualität der Trinkwasserversorgung auf konstant hohem Niveau
Foto: ÖVGW
Laufende Untersuchungen garantieren höchste Zuverlässigkeit für Konsumentinnen und Konsumenten.
Das Trinkwasser der öffentlichen Trinkwasserversorger in Österreich ist von hoher Qualität und kann bedenkenlos konsumiert werden. Die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) unterstreicht die hohe Zuverlässigkeit der Trinkwasserversorgung und die hohe Qualität des österreichischen Trinkwassers.
Strenge gesetzliche Qualitätsvorschriften – höchste Trinkwasserqualität in Österreich
Trinkwasser besteht nicht nur aus reinem H2O, sondern enthält wertvolle Mineralien und Spurenstoffe, die seine Bekömmlichkeit fördern und einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben. In der Trinkwasserverordnung sind Parameterwerte für zahlreiche Inhaltsstoffe festgelegt. Diese sind vorsorglich so definiert, dass bei lebenslangem Konsum von zwei Litern Trinkwasser täglich keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Im seltenen Fall einer Überschreitung eines Parameterwertes sind die Trinkwasserversorger verpflichtet, die Konsumentinnen und Konsumenten in ihrem Versorgungsgebiet unverzüglich zu informieren und Maßnahmen zu setzen.
„Seit vielen Jahren weist der Österreichische Trinkwasserbericht eine sehr hohe Erfüllungsrate der Qualitätsuntersuchungen bei Trinkwasser aus. In über 10.000 jährlich gezogenen Proben werden regelmäßig zwischen 98,7% und 99,7% der Parameterwerten aus der Trinkwasserverordnung eingehalten. Damit ist Trinkwasser das bestgeprüfte Lebensmittel in Österreich. Diese Qualitätswerte sind europaweit top!“
, sagt ÖVGW-Vizepräsident Nikolaus Sauer, Sprecher der Wasserversorger.
Weiterhin konsequenter Schutz des Trinkwassers vor Schadstoffen
In Österreich gilt der Grundsatz, dass Wasserressourcen so geschützt werden sollen, dass sie mit möglichst geringem Aufbereitungsaufwand als Trinkwasser genutzt werden können. Dieser Ansatz wird auch im österreichischen Lebensmittelbuch (Codexkapitel B1 Trinkwasser) mit dem Leitbild eines „nativen“ Trinkwassers verankert.
Vor diesem Hintergrund kommt dem Eintrag von Stoffen in Wasserressourcen besondere Bedeutung zu. Trifluoracetat (TFA) ist ein Beispiel für einen Stoff, der aufgrund seiner Eigenschaften in der Umwelt weit verbreitet sein kann und daher auch in Wasserressourcen nachweisbar ist. Die Nachweisbarkeit von TFA ist vor dem Hintergrund moderner Analysemethoden und der bekannten Eigenschaften dieses Stoffes grundsätzlich nicht überraschend.
TFA steht damit stellvertretend für unerwünschte Stoffe, die im Rahmen von Monitoring- und Überwachungsprogrammen in Wasserressourcen erfasst werden. Ergebnisse aus der Grundwasserüberwachung zeigen, dass solche Stoffe punktuell nachweisbar sein können, ohne dass daraus nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand eine gesundheitliche Relevanz abzuleiten ist. Weitere Infos zu TFA gibt es auch auf der Webseite der AGES (ages.at).
Derzeit laufen auf europäischer Ebene wissenschaftliche Bewertungen durch die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) und die Europäische Lebensmittel-sicherheitsbehörde (EFSA). Diese sollen im Verlaufe des Jahres 2026 abgeschlossen werden. Auf Basis dieser Bewertungen können in weiterer Folge regulatorische Grenzwerte auf nationaler Ebene festgelegt werden. In Österreich würde die Bestimmung eines entsprechenden Parameterwertes für das Trinkwasser durch das zuständige Gesundheitsministerium (BMSGPK) erfolgen.
Bis zum Abschluss dieser Bewertungen erfolgt die Einordnung auf Basis des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes und der verfügbaren Daten.
Verantwortung und Maßnahmen
„Die ÖVGW setzt sich für einen Schutz der Trinkwasserressourcen ein, der darauf abzielt, Einträge unerwünschter Stoffe möglichst an der Quelle zu vermeiden und Eintragspfade systematisch zu reduzieren“
, so ÖVGW-Vizepräsident Sauer. Hinweise auf Stoffe wie Trifluoracetat (TFA) leisten dabei einen Beitrag zum besseren Verständnis dieser Eintragspfade und zur Ableitung geeigneter Maßnahmen. Derzeit existieren weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene verbindliche Parameterwerte für TFA. Gleichwohl erscheint es mittelfristig erforderlich, Einträge entsprechender Stoffe in die Umwelt weiter zu vermeiden.
ÖVGW
Die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) ist die einzige, unabhängige und freiwillige Interessensvertretung für die österreichischen Trinkwasserversorger. Sie zählt über 313 Unternehmen aus dem Wasserbereich zu ihren Mitgliedern. Über Kooperationen mit Landesverbänden vertritt die ÖVGW mehr als 2.000 Wasserversorger. Diese beliefern rund 80 % der zentral versorgten Bevölkerung mit Trinkwasser. Das österreichische Trinkwasser wird zu 100 % aus Grundwasser (Brunnen und Quellen) gewonnen, welches Großteils nicht aufbereitet werden muss. Für die ÖVGW steht daher der Schutz des Grundwassers und die sichere Versorgung der Bevölkerung mit gesundem, hochqualitativem Trinkwasser in Zeiten des Klimawandels im Fokus.
Quelle: OTS
