Salzburg: Ashley Hans Scheirl erhält Großen Kunstpreis für Bildende Kunst
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Auszeichnung des Landes für international beachtete und breit diskutierte Künstlerpersönlichkeit
(LK) Mit dem Großen Kunstpreis des Landes Salzburg in der Sparte bildende Kunst wird Ashley Hans Scheirl ausgezeichnet. Scheirl zählt zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten Österreichs und zu den zentralen Vorreitern der internationalen Queer- und Transgender-Szene.
Der mit 20.000 Euro dotierte große Kunstpreis ist der höchste Preis im Bereich Bildende Kunst des Landes Salzburg. Er wird im Vier-Jahres-Rhythmus abwechselnd mit Literatur, Musik und darstellende Kunst vergeben.
Schnöll: „Für konsequentes und kontinuierliches Schaffen.“
„Mit der Auszeichnung soll ein bildender Künstler oder eine bildende Künstlerin mit Verdiensten in Salzburg für ein konsequentes und kontinuierliches künstlerisches Schaffen ausgezeichnet werden“, erläutert Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll und gratuliert Ashley Hans Scheirl zum Großen Kunstpreis des Landes.
Werk mit internationaler Anerkennung
Das Werk Scheirls zeichnet sich durch die vielschichtige und konsequente Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Medien, wie Malerei, Video, Fotografie, Installation, Film und Performance aus und legt mit Schärfe und Humor die Zerbrechlichkeit des menschlichen Körpers schonungslos offen. „Scheirls Beiträge zur documenta 14 in Kassel/Athen und die Bespielung des österreichischen Pavillons zur Biennale di Venezia 2022 zeigen ihre große, internationale künstlerische Anerkennung“, so die Jury, bestehend aus Felicitas Thun-Hohenstein (Akademie der Bildenden Künste Wien), Martin Hochleitner (Salzburg Museum) und Harald Krejci (Museum der Moderne).
Grenzüberschreitend zur Malerei
Ashley Hans Scheirl wurde 1956 in Salzburg geboren und erlangte in den 1980er und frühen 1990er Jahren zunächst Bekanntheit mit kurzen Experimentalfilmen. Danach wendete Scheirl sich verstärkt der Malerei und darin der Überschreitung der Grenzen zwischen Medien und Genres zu. Trans-gender, trans-medium, trans-genre wurde zum leitenden Prinzip von Scheirls Praxis.
Aus zehn Nominierten ausgewählt
2026 wird der „Große Kunstpreis des Landes Salzburg“ in der Sparte bildende Kunst zum achten Mal vergeben. Im Auswahlverfahren wurden im ersten Schritt Institutionen, die im Bereich der Bildenden Kunst im Land Salzburg tätig sind, gebeten, Fachleute vorzuschlagen, diese wiederum nominierten Georg Bernsteiner, Johanna Binder, Karin Fisslthaler, Alpine Gothic, Michael Mauracher, Ashley Hans Scheirl, Wilhelm Scherübl, Annelies Senfter, Manuel Tozzi und Kay Walkowiak für eine Ausstellung im Traklhaus.
Quelle: Land Salzburg
