Salzburg: Neuer KI-Standort im Techno-Z Urstein in Puch
Foto: Innovation Salzburg/Benedikt Schemmer
Unternehmen, Schulen und Studierende können künstliche Intelligenz direkt anwenden
(HP) Objekte in 3D einscannen, eigene Stimmen synthetisieren, Maschinen virtuell bedienen oder KI-gestützte Bilderkennung für die eigene Qualitätskontrolle testen. Das alles sind Anwendungsbeispiele für die fünf neuen KI-Inseln der Pioniergarage am Standort Techno-Z Urstein in Puch, die heute vorgestellt wurden.
Die Ausstattung des neuen KI-Standorts wurde über das Programm „aws Toolbox“ des Austria Wirtschaftsservice gefördert. Das Gesamtvolumen beträgt rund 80.000 Euro. 60 Prozent trägt das Austria Wirtschaftsservice (aws), 40 Prozent das Land Salzburg als Kofinanzierung. Landesrätin Daniela Gutschi, zuständig für Wissenschaft und Bildung im Land Salzburg, betont den Bildungsauftrag hinter dem neuen Standort: „Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres Alltags – die Frage ist nicht ob, sondern wie wir damit umgehen. Mit dem neuen Standort der Pioniergarage Salzburg in Urstein schaffen wir einen Ort, an dem Schülerinnen und Schüler, Studierende und Unternehmen KI nicht nur verstehen, sondern selbst anwenden lernen. Das ist Bildung im besten Sinne."
Die KI-Inseln im Überblick
Wer an den KI-Inseln arbeitet, kann sich darauf verlassen, dass kein einziger Datensatz das Gebäude verlässt. Hier ein Überblick darüber, was die fünf neuen Arbeitsplätze bieten:
- Crump-Insel: 3D-Druck mit KI-Begleitung. Ein Chatbot führt durch Parameter, Materialien und Fehlerquellen. Schicht für Schicht zur eigenen Vision.
- Gelautz-Insel: 3D-Scan und digitale Zwillinge. Objekte, Bauteile, Personen – alles wird zu hochauflösenden 3D-Modellen. Reverse Engineering, XR-Vorbereitung, Prototypen digitalisieren.
- Heilig-Insel: VR-Training ohne Risiko. Immersive Simulationen für Maschineneinschulung, Sicherheitstraining oder Software-Workflows – mit KI-Chatbot als virtuellem Trainer.
- Oram-Insel: Audio, Stimme, Identität. Synthetische Stimmen entwickeln, einen eigenen Audio-Zwilling erschaffen, Texte in Klang verwandeln.
- Lovelace-Insel: High-End-Workstations für ernsthafte KI-Arbeit. Neuronale Netze trainieren, LLMs nutzen, eigene ML-Pipelines entwickeln – lokal, ohne Cloud.
Bildung, Forschung und Wirtschaft unter einem Dach
Der neue Standort im Wissenspark Urstein ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der Pioniergarage Salzburg, dem Techno-Z und der FH Salzburg. Die räumliche Nähe zur Fachhochschule ist dabei kein Zufall – Studierende erhalten kostenlosen Zugang und können eigene Projekte direkt an realen Anwendungen umsetzen. „Mit der Außenstelle in Urstein erweitern wir unser Angebot um einen klaren KI-Schwerpunkt. Wer eine Idee hat, kann sie hier direkt ausprobieren – ohne Vorkenntnisse, ohne großes Budget", betont Bernhard Lehofer, Geschäftsführer der Pioniergarage Salzburg.
Ausreichend Rechenpower für große Ideen
Philipp Breuss-Schneeweis, Gründer von Wikitude, Software-Entwickler und Mitglied der Pioniergarage sagt: „Moderne KI-Anwendungen brauchen Rechenpower, die zu Hause kaum verfügbar ist. Diese Ausstattung ermöglicht es, komplexe Modelle in Stunden statt Tagen zu trainieren. Private, Studierende und Unternehmen finden hier ein Experimentierfeld, eine Entwicklungsumgebung und einen Innovationsraum, in dem man voneinander lernen und Ideen sofort in die Praxis umsetzen kann.“
Zur Pioniergarage Salzburg
Die Pioniergarage Salzburg ist ein Makerspace für Mitglieder, Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Sie bietet Zugang zu professioneller Infrastruktur und Expertinnen- und Expertenwissen und versteht sich als Ort, an dem Ideen in die Praxis kommen. Der Hauptstandort befindet sich in Salzburg-Itzling, der neue KI-Standort befindet sich im Techno-Z Urstein. Pioniergarage Salzburg ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Innovation Salzburg.
Quelle: Land Salzburg
