Tirol: LH Mattle - „Überbetriebliche Lehrausbildung durch Schwerpunktsetzung gesichert“

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Tirol

09 Feb 21:00 2026 von Redaktion International Print This Article

Land Tirol setzt ausbildungspolitischen Schwerpunkt und sichert 1,1 Millionen Euro für die überbetriebliche Lehrausbildung

  • Seit Beginn des Ausbildungsjahres 2025/26: 91 Jugendliche haben überbetriebliche Lehre, 215 eine Vorbereitungsmaßnahme begonnen
  • Qualifizierungs- und Schulungsmaßnahmen in allen Tiroler Bezirken

Jeder und jede Jugendliche soll eine Perspektive und eine Chance auf eine Ausbildung haben. Deshalb gibt es in Tirol die überbetriebliche Lehrausbildung. Diese richtet sich an junge Menschen, die keine klassische Lehrstelle finden oder ihre betriebliche Ausbildung abbrechen mussten. Während die klassische duale Ausbildung in einem Lehrbetrieb stattfindet, schließen Jugendliche mit einer überbetrieblichen Lehrausbildung ihren Ausbildungsvertrag mit einer Schulungseinrichtung ab, die eng mit Unternehmen zusammenarbeitet. Trotz notwendiger Einsparungen setzt das Land Tirol einen ausbildungspolitischen Schwerpunkt: Mit Mitteln in Höhe von knapp 1,1 Millionen Euro – auf Antrag von Wirtschaftslandesrat Mario Gerber – setzt die Tiroler Landesregierung auch im Jahr 2026 auf Ausbildung, Chancengleichheit und Fachkräftesicherung.

„Bildung ist unsere wichtigste Ressource, die praxisorientierte Ausbildung im Rahmen einer Lehre ein ganz besonderer Trumpf. Mit der überbetrieblichen Lehrausbildung garantieren wir Bildung für jene Jugendlichen, die besondere Unterstützung brauchen. Wir geben jungen Menschen Perspektiven und Planungssicherheit – wer lernen und arbeiten will, bekommt in Tirol die Chance dazu. Denn wir brauchen jeden Lehrling in unserem Land“, betont LH Anton Mattle.

Gesamte Ausbildung kann überbetrieblich absolviert werden

Ziel der überbetrieblichen Lehrausbildung ist es, die Jugendlichen bestmöglich auf eine reguläre Lehre vorzubereiten und ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Wer keinen Wechsel in eine betriebliche Lehre schafft, kann die gesamte Ausbildung überbetrieblich absolvieren und mit der Lehrabschlussprüfung abschließen. „Die überbetriebliche Lehre ist ein zukunftsweisendes Angebot: Sie gibt Jugendlichen, die auf dem regulären Ausbildungsmarkt vor größeren Hürden stehen, eine echte Chance. Mit der Fortführung der Förderung für 2026 unterstreicht Tirol sein Engagement für Ausbildung und Fachkräftesicherung. Jeder unterstützte Lehrling ist ein Gewinn für unsere Betriebe und unsere Gesellschaft“, erklärt LR Gerber.

Stabile Perspektive für junge Menschen

Jugend- und Arbeitslandesrätin Astrid Mair ergänzt: „Gerade in herausfordernden Zeiten muss Ausbildung für alle möglich sein. Die überbetriebliche Lehre bietet eine stabile Perspektive – unabhängig davon, ob Jugendliche sofort einen Lehrbetrieb finden. Sie stärkt Selbstvertrauen, vermittelt berufliche Fähigkeiten und eröffnet Wege in dauerhafte Beschäftigung. Mit der Förderung des Landes leisten wir einen konkreten Beitrag zur Chancengerechtigkeit für junge Tirolerinnen und Tiroler.“

„Auf Grund der gestiegenen Jugendarbeitslosigkeit stellt das AMS Tirol Mittel in der Höhe von 5,3 Millionen Euro für die überbetriebliche Lehrausbildung zur Verfügung. Ausbildungsstandorte, die für alle Lehrberufe offen sind, gibt es in allen Tiroler Bezirken, Ausbildungen in den Bereichen Metalltechnik bzw. Metallverarbeitung in Wattens. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf den Sonderformen: verlängerte Lehre und Teilqualifizierung. Seit Beginn des Ausbildungsjahres 2025/26 haben 91 Jugendliche eine überbetriebliche Lehre gestartet und 215 eine Vorbereitungsmaßnahme begonnen“, so AMS Tirol Geschäftsführerin Sabine Platzer-Werlberger. „Die überbetriebliche Lehre ist kein Übergangsangebot, sondern ein aktives arbeitsmarktpolitisches Instrument. Wir qualifizieren junge Menschen dort, wo sie der Markt heute noch nicht aufnehmen kann. Gerade bei steigender Jugendarbeitslosigkeit zählt Tempo und wir wollen junge Menschen gar nicht erst in Warteschleifen verlieren, sondern direkt in Ausbildung und Qualifizierung bringen.“

Maßnahmen in ganz Tirol

Die Qualifizierungs- und Schulungsangebote werden in Innsbruck, Wörgl, Lienz, Reutte, Kitzbühel, Kufstein, Landeck, Imst, Wattens und Schwaz und damit in allen Tiroler Bezirken angeboten. Neben allgemeinen Lehrgängen und der integrativen Berufsausbildung umfassen die Inhalte insbesondere Metalltechnik bzw. Metallbearbeitung.

Interessierte können sich an die Jugendberatung in ihrer regionalen AMS-Geschäftsstelle wenden.


Quelle: Land Tirol



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