Salzburg: Frühjahrsbericht der Landesstatistik zeigt leichtes Beschäftigungswachstum
Arbeitsmarktzahlen lassen stagnierende Zahl an Arbeitslosen erwarten / Lehrstellenangebot ging von 2025 auf 2026 deutlich zurück
(LK) Die Salzburger Landesstatistik liefert regelmäßig und für alle kostenlos zugänglich Zahlen und Daten für das Bundesland Salzburg. Vor kurzem wurde der Frühjahrsbericht zum Arbeitsmarkt veröffentlicht. Er ist für die politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger wertvolle Grundlage, um wichtige Maßnahmen wie zum Beispiel den Bildungsscheck oder die Lehrlingsförderung zu verbessern.
Salzburg hat im Zeitraum von Jänner bis März 2026 eine Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent. Das ist österreichweit nach Tirol der niedrigste Wert.
Im Bundesland Salzburg ist Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek für den Arbeitsmarkt und die Lehrlingsförderung zuständig. Für sie sind die regelmäßigen Zahlen und Berichte der Landesstatistik „Gold wert. Denn damit haben wir laufend aktuelle Zahlen und können in Zusammenarbeit mit dem AMS gezielt Maßnahmen setzen und negativen Trends gezielt entgegenarbeiten, um Beschäftigung zu fördern, Fachkräfte zu sichern und die Erwerbsbeteiligung zu steigern.“ Dafür steht dem Land Salzburg im Jahr 2026 im Bereich der aktiven Arbeitsmarktpolitik ein Budget von rund 4,8 Millionen Euro zur Verfügung. Zahlreiche weitere beschäftigungsrelevante Projekte im Ausmaß von über zehn Millionen Euro werden darüber hinaus durch den gezielten Abruf von EU-Geldern im Sozialressort umgesetzt.
Leichtes Beschäftigungswachstum
Zu Jahresbeginn 2026 (1. Quartal) waren in Salzburg 276.799 und in Österreich 3.937.724 Personen unselbständig beschäftigt. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet dies sowohl für Salzburg mit 0,4 Prozent als auch für Österreich mit 0,2 Prozent ein leichtes Plus. Vom ersten Quartal 2025 auf das erste Quartal 2026 konnten neben Salzburg noch die Bundesländer Wien und Tirol mit jeweils 0,7 Prozent an unselbständiger Beschäftigung zulegen.
Arbeitslosenquote bei 4,8 Prozent
Als Folge des Anstiegs der Zahl der Arbeitslosen auf 14.037 erhöhte sich im ersten Quartal 2026 auch die Arbeitslosenquote, und zwar in Salzburg um 0,1 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent und in Österreich um 0,2 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent. Damit hatte Salzburg im Frühjahr nach Tirol (4,6 Prozent) die niedrigste Arbeitslosenquote Österreichs. Hier ein Überblick über die Arbeitslosenquote je Bezirk im ersten Quartal 2026:
- Salzburg (Stadt): 7,8 Prozent (+ 0,3)
- Hallein: 4,4 Prozent (- 0,1)
- Salzburg-Umgebung: Prozent 4,1 (+ 0,2)
- St. Johann im Pongau: Prozent 4,4 (- 0,0)
- Tamsweg: Prozent 4,7 (- 0,0)
- Zell am See: 4,7 (- 0,1)
Mehr als 25 Prozent weniger Lehrstellen
Der Blick Richtung Lehrstellenmarkt verrät laut Landesstatistik einen Rückgang des Angebots um 25,4 Prozent. Dennoch gab es immer noch mehr Lehrstellen als Suchende. Im ersten Quartal 2026 suchten 408 Personen eine Lehrstelle und konnten aus 608 offenen sofortverfügbaren wählen. Statistisch gesehen konnte also eine lehrstellensuchende Person aus 1,5 wählen – ein Jahr zuvor waren es noch 2,2.
Herausforderungen werden gezielt angegangen
Für Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek bestätigt der Frühjahrsbericht, „dass wir nicht von unserem eingeschlagenen Weg abweichen sollten. Wir müssen Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt besser aufeinander abstimmen und den aktuellen Herausforderungen – wie dem Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel – wirksam begegnen.“ Im Zentrum der Salzburger Arbeitsmarktpolitik stehen daher insbesondere:
- die Stärkung der Berufs- und Bildungsorientierung
- die Förderung von Aus- und Weiterbildung sowie lebenslangem Lernen
- die Attraktivierung der Lehrausbildung
- der Ausbau von Zukunftsfeldern wie MINT und Digitalisierung
- sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung aller Bevölkerungsgruppen
Zwei Millionen Euro für Bildungsscheck
Ein zentrales Instrument ist dabei der Salzburger Bildungsscheck, mit dem das Land seit mehr als 20 Jahren gezielt in die berufliche Qualifizierung investiert, heuer mit deutlich über zwei Millionen Euro. Jährlich profitieren rund 4.000 Salzburgerinnen und Salzburger davon, die berufsbezogene Aus- und Weiterbildungen absolvieren, die sie direkt im Beruf verwerten können oder ihnen neue berufliche Perspektiven eröffnen. In der Regel übernimmt das Land bis zu maximal 50 Prozent der Kurskosten mit Förderungen von bis zu 2.200 Euro, etwa für Meisterkurse oder Ausbildungen für medizinische Assistenz- und Pflegeberufe.
Tag der Arbeit am 1. Mai
Der Frühjahrsbericht zum Salzburger Arbeitsmarkt der Landesstatistik kommt gerade rechtzeitig, um im Rahmen des Tags der Arbeit am 1. Mai auf die zentrale Bedeutung einer aktiven Arbeitsmarktpolitik für soziale Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität und nachhaltigen Wohlstand im Bundesland aufmerksam zu machen. „Eine zukunftsorientierte Arbeitsmarktpolitik bedeutet vor allem eines: gezielte Investitionen in Menschen. Mit Instrumenten wie dem Bildungsscheck schaffen wir konkrete Chancen für Qualifizierung, beruflichen Aufstieg und langfristige Beschäftigung“, betont Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek.
Quelle: Land Salzburg
