Salzburg: Bevölkerungsbericht - St. Koloman ist die „kinderreichste“ Gemeinde
18 Prozent der Einwohner des Tennengauer Ortes sind unter 14 Jahren / Landesstatistik mit Daten und Fakten zu ganz Salzburg
(LK) Der aktuelle Bevölkerungsbericht der Landesstatistik listet auf rund 125 Seiten alle Daten und Fakten zu den Salzburgerinnen und Salzburgern auf. So zeigt sich beispielsweise, dass St. Koloman die prozentual „kinderreichste“ Gemeinde ist. Fast 18 Prozent der Einwohner des Tennengauer Ortes sind unter 14 Jahre alt. Demgegenüber steht Mauterndorf im Lungau. Dort sind fast 30 Prozent 65 Jahre oder älter.
Für den Bürgermeister von St. Koloman, Herbert Walkner, spielt leistbarer Wohnraum für die einheimische Bevölkerung eine zentrale Rolle, um für Familien attraktiv zu bleiben. „In den 1990er-Jahren wurde das erste Baulandsicherungsmodell im Ort umgesetzt. Die Kinder aus dieser Zeit haben inzwischen selbst Familien gegründet. Wir merken auch einen deutlichen Anstieg beim Ausbau bestehender Häuser. Die Jungen bauen vermehrt an und bleiben so in ihrer Heimatgemeinde. Für die Zukunft arbeiten wir gerade an einem neuen Baulandsicherungsmodell, um den jungen Familien die Möglichkeit zu geben, in St. Koloman sesshaft zu werden.“
Leichtes Bevölkerungsplus in Salzburg
In ihrem aktuellen Bevölkerungsbericht mit Stichtag 1. Januar 2026 legt die Landesstatistik eine umfassende demografische Analyse unseres Bundeslandes vor. Demnach lebten zu diesem Zeitpunkt exakt 573.526 Salzburgerinnen und Salzburger zwischen Abtenau und Zell am See. „Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichtes Wachstum von 0,1 Prozent. In den vergangenen zehn Jahren ist die Bevölkerung im Bundesland um 27.711 Personen bzw. 5,1 Prozent gewachsen. Hauptgrund hierfür ist die Zuwanderung aus EU-Ländern sowie Drittstaaten“, informiert Stefan Senn von der Landesstatistik, der den Bericht erstellt hat.
Flachgau wächst „überdurchschnittlich“
Im 10-Jahres-Vergleich verzeichnete der Flachgau (Salzburg-Umgebung) mit 7,4 Prozent den stärksten Bevölkerungszuwachs aller Bezirke. Alle anderen Bezirke legten in den vergangenen zehn Jahren nur unterdurchschnittlich zu. Während der Landesdurchschnitt bei 5,1 Prozent lag, verzeichnete der Pongau im angegebenen Zeitraum ein Bevölkerungswachstum von 4,9 Prozent, in der Stadt Salzburg waren es 4,6 Prozent, im Tennengau 4,4 Prozent und im Pinzgau 4,1 Prozent. Der Lungau musste ein Minus von 1,0 Prozent hinnehmen. Zwei Drittel der Salzburger Bevölkerung leben nördlich vom Pass Lueg, ein Drittel im Innergebirg.
Starker Zuzug im Flachgauer Seengebiet
Die zehn Gemeinden Berndorf, Henndorf, Köstendorf, Mattsee, Neumarkt, Obertrum, Schleedorf, Seeham, Seekirchen und Straßwalchen bilden die Planungsregion „Flachgauer Seengebiet“. Seit 1996 ist die Bevölkerung in diesen Orten um 27,3 Prozent gewachsen, seit 2016 um weitere 9,4 Prozent. „Keine andere Planungsregion im Bundesland kann diese Zahlen toppen. Das größte Minus bei den Planungsregionen verzeichnete das Gasteinertal. Dort ist die Bevölkerung seit 1996 um 15,7 Prozent und seit 2016 um 2,7 Prozent geschrumpft“, sagt Stefan Senn.
„Unentschieden“ in Faistenau
Zu Jahresbeginn lebten 292.754 Frauen (51 Prozent) und 280.772 Männer (49 Prozent) in Salzburg. Den höchsten kommunalen Frauenanteil gab es in Untertauern mit 52,9 Prozent. „In insgesamt 70 Salzburger Gemeinden leben mehr Frauen als Männer. In 48 Gemeinden gab es mehr Einwohner als Einwohnerinnen. In Thomatal im Lungau gibt es mit 56,2 Prozent den höchsten Männeranteil. In Faistenau lebten am 1. Januar 2026 exakt gleich viele Frauen wie Männer“, informiert Stefan Senn.
2025 gab es in Tweng keinen Todesfall
Im Jahr 2025 verstarben im Bundesland exakt 5.000 Personen. Das waren 200 Personen weniger als 2024. Das mittlere Sterbealter (Median) betrug im Vorjahr 83,0 Jahre. „Frauen verstarben im Mittel mit 85,2 Jahren, Männer mit 80,3 Jahren. Die häufigste Todesursache waren, wie in den Vorjahren, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs“, sagt Stefan Senn. Die meisten Sterbefälle wurden 2025 in der Stadt Salzburg verzeichnet. In Göriach und Untertauern gab es jeweils nur einen Sterbefall, in Tweng gar keinen. In Göming, Göriach und Untertauern verstarben nur Frauen. In Hintersee, Plainfeld, Rußbach, Thomatal und Weißbach bei Lofer verstarben nur Männer.
Durchschnittsbaby wiegt 3.335 Gramm
Der Bevölkerungsbericht der Landesstatistik hat sich auch die Geburten des Jahres 2025 näher angesehen. Das Salzburger „Durchschnittsbaby“ wog im vergangenen Jahr 3.335 Gramm und war 51,1 Zentimeter groß. Das schwerste Baby brachte 5.350 Gramm auf die Waage – rund 60 Prozent mehr als der Durchschnitt. Im Jahr 2025 kamen täglich durchschnittlich 13,7 Kinder zur Welt. Der 22. Mai, ein Donnerstag, war mit 27 Neugeborenen der kinderreichste Tag dieses Jahres. Die jüngste Mutter war bei der Geburt ihres Kindes 14,7 Jahre alt, die älteste dagegen bereits 53,8 Jahre. Bei den Vätern reichte die Spanne von 17,7 bis 62,4 Jahren.
Quelle: Land Salzburg
