Niederösterreich: „Gemeinsam lösen wir’s“ - Erfolgreiche Zwischenbilanz und starke Impulse für Niederösterreichs Schulen
LR Teschl-Hofmeister: Über 900 Jugendliche haben bereits einen Workshop absolviert
Mit dem Präventionsprojekt „Gemeinsam lösen wir’s“ setzt das Land Niederösterreich gemeinsam mit der Bildungsdirektion und dem Jugendrotkreuz Niederösterreich ein wirkungsvolles Zeichen für ein respektvolles Miteinander und die Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Im Zentrum steht der bewährte Ansatz LOOK – LISTEN – LINK, der Orientierung im Umgang mit Belastungen und Konflikten bietet. Die aktuelle Zwischenbilanz zeigt nun den großen Erfolg der Initiative.
„Seit dem Start des Projekts konnten somit bereits 902 Jugendliche direkt erreicht und in ihrer sozialen sowie emotionalen Kompetenz gestärkt werden“, bilanziert Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. In der Sekundarstufe I wurden 23 Workshops mit 488 Schülerinnen und Schülern umgesetzt. In der Sekundarstufe II fanden 18 Workshops mit 414 Teilnehmenden statt.
Die Workshops greifen zentrale Herausforderungen im Schulalltag auf – von Konflikten im Klassenverband bis hin zu individuellen Belastungssituationen. Ziel ist es, jungen Menschen konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, um schwierige Situationen frühzeitig zu erkennen, angemessen darauf zu reagieren und Unterstützung zu suchen. „Die hohe Nachfrage zeigt deutlich, dass Schulen einen großen Bedarf an niederschwelligen und praxisnahen Angeboten haben. ‚Gemeinsam lösen wir’s‘ schafft genau hier einen wichtigen Zugang und stärkt Jugendliche nachhaltig in ihrer Selbst- und Sozialkompetenz. Das Projekt ist Teil umfassender Maßnahmen in Niederösterreich, die darauf abzielen, Schulen als sichere und unterstützende Lebensräume zu gestalten. Gerade in einer Zeit, in der psychische Belastungen bei jungen Menschen zunehmen, kommt präventiven Initiativen eine entscheidende Rolle zu“, so Teschl-Hofmeister.
Kinder und Jugendliche brauchen Orientierung und verlässliche Bezugspersonen. Mit unserem Ansatz vermitteln wir einfache, aber wirkungsvolle Strategien, die im Alltag unmittelbar anwendbar sind – für mehr Sicherheit, Verständnis und Zusammenhalt“, betont Maria Handl-Stelzhammer, JRK NÖ Landesleiterin.
LOOK – LISTEN – LINK: Drei Schritte für mehr Sicherheit im Umgang mit Belastungen
Das Projekt basiert auf drei zentralen Handlungsprinzipien, die sowohl Jugendlichen als auch Bezugspersonen Orientierung geben:
LOOK – Hinschauen und wahrnehmen: Es ist entscheidend, Veränderungen im Verhalten oder in der Stimmung frühzeitig zu erkennen. Rückzug, Traurigkeit, Reizbarkeit, Schlaf- oder Essprobleme, körperliche Beschwerden ohne klare Ursache, Konzentrationsprobleme oder übermäßige Sorgen können Hinweise auf Belastungen sein. Achtsames Beobachten und das Vertrauen in das eigene Bauchgefühl helfen, erste Warnsignale ernst zu nehmen.
LISTEN – Zuhören und verstehen: Kinder und Jugendliche sprechen oft nicht direkt über ihre Probleme. Umso wichtiger ist es, ein offenes Ohr zu haben, zuzuhören und Gefühle ernst zu nehmen. Gespräche sollten einfühlsam geführt werden – ohne Druck oder vorschnelle Lösungen. Bereits das Gefühl, verstanden zu werden, kann entlastend wirken und Vertrauen schaffen.
LINK – Handeln und vernetzen: Niemand muss mit schwierigen Situationen allein bleiben. Das Projekt ermutigt dazu, aktiv Unterstützung zu suchen und vorhandene Netzwerke einzubinden – sei es durch Gespräche mit Lehr- und Betreuungspersonen, durch Unterstützung im familiären Umfeld oder durch professionelle Hilfe. Ziel ist es, tragfähige Strukturen zu schaffen, die Kindern und Jugendlichen Sicherheit geben.
Mit diesem ganzheitlichen Ansatz leistet „Gemeinsam lösen wir’s“ einen wichtigen Beitrag zur Förderung eines gesunden, respektvollen und unterstützenden Schulklimas in Niederösterreich.
Quelle: Land Niederösterreich
