Wiens Schlangen – streng geschützt und ungiftig!

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Ringelnatter
Foto: Andreas Römer /Stadt Wien - Umweltschutz
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Aeskulapnatter
Foto: Ferdinand Schmeller/Stadt Wien - Umweltschutz
21 Aug 14:00 2021 von Redaktion International Print This Article

In Wien schlängeln sich vier Natternarten

Wien hat viel zu bieten, auch einen passenden Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Schlangen fühlen sich hier, vor allem in Wiesen an Waldrändern, auf Weinrieden oder nahe von Gewässern wohl. Vier allesamt ungiftige - Schlangenarten, Äskulapnatter, Schlingnatter, Ringelnatter und Würfelnatter - sind in Wien anzutreffen. Die hier häufig zu sehende Blindschleiche ist übrigens keine Schlange, sondern ein beinloses Reptil.

Diese Wiener Nattern stehen wie alle anderen in Wien heimischen Reptilien unter strengem Naturschutz. Neben den Nattern sind das Zaun- und Mauereidechse sowie die Europäische Sumpfschilfkröte. Das bedeutet, dass die Tiere nicht gefangen, getötet oder aus ihrem Lebensraum entfernt werden dürfen.

Im Rahmen des Wiener Arten- und Lebensraumschutzprogramms Netzwerk Natur, das in der Stadt Wien-Umweltschutz angesiedelt ist, werden die Lebensräume der Reptilien in Wien gefördert. Strukturen wie Lesesteinhaufen, Trockensteinmauern oder Biotope kommen den Tieren sehr entgegen.

Mehr Informationen sowie den Folder „Reptilien in Wien“ (auch gratis zu bestellen beim Foldertelefon der Stadt Wien-Umweltschutz 01 4000 73420) unter www.umweltschutz.wien.gv.at.

Beim Sonnenbaden bitte nicht stören

Schlangen sind vor allem an warmen Tagen beim ausgiebigen Sonnenbaden zu beobachten. So bringen sich die wechselwarmen Tiere auf „Betriebstemperatur“ fürs Schlängeln und die Futtersuche. Auf dem Speiseplan stehen unter anderem Mäuse, was die Nattern zu natürlichen Schädlingsbekämpferinnen macht.

Begegnungen mit Schlangen sind oft nur kurz, da sie, wenn sie die Vibrationen sich nähernder Schritte bemerken, meist gleich das Weite suchen. Ist das nicht der Fall, ist das Tier vielleicht noch nicht aufgewärmt genug. „Diese Gelegenheit kann zum Betrachten und Fotografieren genutzt werden. Die Schlange zu streicheln oder hochzuheben ist hingegen keine gute Idee, sie könnte sich angegriffen fühlen und zuschnappen“, erklärt Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Stadt Wien-Umweltschutz.

Kurze, lange und gemusterte Schlangen

Zu den kürzeren Vertreterinnen der Nattern zählen die Schling- und die Ringelnatter, die meist weniger als einen Meter Länge erreichen. Die Würfelnatter kann immerhin bis zu 1,20 Meter erreichen, eine Äskulapnatter wird mitunter sogar bis zu 2 Meter lang.

Die Nattern unterscheiden sich durch ihre Musterung und Farbe. Die Schlingnatter kann braun, grau, olivgrün oder lehmfarbig sein, hier ist das Zickzackmuster am Rücken als Erkennungsmerkmal dienen. Die Ringelnatter ist schwarz oder grau mit einem hellen Bauch und markanten weißen oder gelben halbmondförmigen Flecken hinter dem Kopf. Die graubraune bis graugrüne Würfelnatter verdankt ihren Namen den würfelförmigen Flecken auf dem Rücken. Die Äskulapnatter hat einen hellen Bauch und einen olivgrünen bis schwarzbraunen Rücken. Sie kann mit Hilfe ihrer Bauchschuppen gut klettern, wodurch man ihr durchaus einmal auf Augenhöhe begegnen kann.


Quelle: Stadt Wien



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