Österreich: Trotz starker Wespensaison - Adrenalin-Pens erhältlich

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Wespe auf Lebensmittel
Foto: gamagapix/pixabay.com
14 Aug 20:00 2026 von OTS Print This Article

Adrenalin ist Notlösung, Allergie-Immuntherapie bietet langfristigen Schutz

Ein Wespenstich kann bei Menschen mit Insektengiftallergie schwere, im Extremfall lebensbedrohliche Reaktionen auslösen. Die heuer besonders starke Wespensaison hat die Nachfrage nach Notfallmedikamenten deutlich erhöht. Dadurch sind Adrenalin-Autoinjektoren, sogenannte Adrenalin-Pens, teilweise schwer erhältlich. Für Allergiker besteht jedoch noch kein Grund zur Sorge: In Österreich gibt es mehrere Adrenalinpräparate, sodass Patienten grundsätzlich versorgt werden können. Diese Situation führt einmal mehr vor Augen, wie wichtig es ist, schweren Reaktionen vorzubeugen. Für Insektengift-Allergiker gibt es mit der Allergen-Immuntherapie eine wirksame Therapie, mit der ein langfristiger Schutz aufgebaut wird. Damit kann das Risiko für einen allergischen Ernstfall verhindert werden.

Aktuell ist Wespen-Hochsaison und damit eine besonders kritische Zeit für Menschen mit einer Wespengift-Allergie. Denn für Allergiker kann ein Stich potenziell lebensbedrohlich sein. Das wichtigste Medikament für den Notfall ist Adrenalin, das als Autoinjektor zur Selbstverabreichung zur Verfügung steht. Aktuell ist ein Lieferengpass eines Adrenalin-Pens behördlich gemeldet. In Österreich sind jedoch mehrere Präparate verfügbar, wodurch sich die Versorgungslage entspannt.

Im Spätsommer schlüpfen viele Wespen, die auf Nahrungssuche sind. Gleichzeitig wird das natürliche Nahrungsangebot knapper: Blütennektar, Ausscheidungen der Blattlaus sowie Insekten wie Fliegen und Mücken stehen zunehmend weniger zur Verfügung. Die anhaltende Trockenheit verschärft den Mangel an Nahrung heuer noch weiter. Damit werden unsere Lebensmittel besonders attraktiv. Eine besondere Gefahrenquelle für Allergiker ist reifes Obst, das Wespen anzieht und ein erhöhtes Stichrisiko darstellt. Die heurige starke Wespensaison führte bereits zu besonders vielen Notfällen.

Besser vorbeugen als notversorgen

Doch so weit muss es gar nicht erst kommen. „So gefährlich eine Wespengift-Allergie auch ist, sie ist gleichzeitig jene Allergieform, die mit der allergenspezifischen Immuntherapie am allerbesten behandelt werden kann“, informiert Assoz.-Prof. Dr. Gunter Sturm, Leiter des Allergieambulatoriums Reumannplatz in Wien und der Forschungsgruppe Klinische Allergologie an der Univ.-Hautklinik Graz. „Diese Therapie ist hochwirksam. Über 90 Prozent aller Betroffenen sind damit sicher vor den schweren allergischen Reaktionen geschützt und brauchen einen Stich nicht mehr zu fürchten.

Bei dieser Behandlung wird der Allergie-Auslöser über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren regelmäßig in den Oberarm injiziert. Damit wird das Immunsystem wieder an das Wespengift gewöhnt und es reagiert nicht mehr über. Zu Beginn wird üblicherweise über mehrere Wochen aufdosiert, was mit regelmäßigen Arztbesuchen verbunden ist. Doch das geht auch deutlich schneller: „Durch sogenannte Rush oder Ultra-Rush Protokolle lässt sich der Schutz innerhalb weniger Tage erreichen. Dieses Verfahren erfolgt unter ärztlicher Überwachung im Krankenhaus.

Voraussetzung für die Therapie ist eine gesicherte Diagnose durch den Facharzt. Der ideale Zeitpunkt dafür ist etwa vier Wochen nach dem Stichereignis. Unmittelbar nach dem Stich könnten die Testergebnisse falsch-negativ ausfallen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt die Behandlung ausdrücklich. Die Kosten werden von der Krankenkasse zur Gänze übernommen und die Therapie ist auch für Kinder ab fünf Jahren zugelassen.

Sturm: „Mein dringender Appell an alle Wespengift-Allergiker: Nutzen Sie die Möglichkeit einer Allergen-Immuntherapie. Damit ersparen Sie sich einen Rettungseinsatz im Notfall und können den Sommer angstfrei genießen!“

Linktipp: https://at.klarify.me/pages/insektengiftallergie


ALK – Allergy solutions for life

Seit über 100 Jahren steht ALK für klinisch geprüfte, hochwertige Allergenpräparate – zur Diagnostik und zur langfristigen Linderung allergischer Beschwerden. Unsere Produkte kommen als sublinguale Tabletten, Tropfen oder in Form der subkutanen Allergen-Immuntherapie zum Einsatz. Darüber hinaus bieten wir auch Präparate zur Notfallbehandlung von Anaphylaxie und leisten so einen wichtigen Beitrag zur schnellen Hilfe im Ernstfall. Mittlerweile vertrauen weltweit über 3,1 Millionen Menschen auf unsere Produkte. Wir werden auch weiterhin intensiv in die Forschung und Entwicklung von Therapien zur Bekämpfung von Allergien investieren. Mehr auf www.alk.net/at.


Quelle: OTS