Tirol: Tiroler Küchenbetriebe haben „nix übrig für Verschwendung“

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13 TeilnehmerInnen absolvierten die Weiterbildung zum Catering Waste Hero
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Fünf Betriebe, die Teil des MONEYTOR-Programm sind, wurden heute ausgezeichnet.
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05 Nov 20:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

13 Cateringbetriebe absolvierten Fortbildung „Catering Waste Hero“ zur Reduktion von Lebensmittelabfall

  • Land Tirol, Agrarmarketing Tirol und United Against Waste machen sich gemeinsam für bewussten Umgang mit Lebensmitteln stark
  • Bereits elf Großküchen in Tirol sind Partner von United Against Waste

Etwas über einen Monat ist seit der Aktionswoche gegen Lebensmittelabfall Ende September vergangen. Das Land Tirol setzt sich mit seinen Partnern Agrarmarketing Tirol und der Initiative United Against Waste jedoch nicht nur eine Woche im Jahr gegen die Verschwendung von Lebensmitteln ein, sondern ganzjährig: So sind bereits elf Großküchen in Tirol Teil des mehrjährigen MONEYTOR-Programms von United Against Waste. In den vergangenen Wochen fand zudem die erste Weiterbildung zum „Catering Waste Hero“ in Tirol statt. Umweltlandesrat René Zumtobel übergab den AbsolventInnen heute, Mittwoch, die Teilnahmeurkunden.

„Fast 15.000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle fallen alleine in Tirol jedes Jahr in der Außer-Haus-Verpflegung an, vom Krankenhaus über Pflegeheime, Betriebsrestaurants und Schulen bis zu Gastronomie und Hotellerie. Mit Schulungen und Workshops sowie Bewusstseinsbildung tragen wir dazu bei, die Menge an verschwendeten Lebensmitteln zu reduzieren“, unterstreicht LR Zumtobel. In der Außer-Haus-Verpflegung in Tirol werden durch vermeidbare Lebensmittelabfälle jährlich rund 30.000 Tonnen klimaschädliche Treibhausgase verursacht. Auch rein wirtschaftlich betrachtet ist der Schaden groß: Es geht ein Warenwert von 85 Millionen Euro verloren. Besonders großes Potenzial, um die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und damit auch wirtschaftlicher zu arbeiten, liegt also in Großküchen – etwa von Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen – und bei Catering-Betrieben. Hier setzen die Weiterbildung „Catering Waste Hero“ und das MONEYTOR-Programm der Initiative United Against Waste an.

„Catering Waste Hero“ – Land Tirol finanziert Weiterbildung für Cateringbetriebe

Erstmals wurde heuer die 16-stündige Weiterbildung zum „Catering Waste Hero“ in Tirol angeboten. 13 Personen nahmen an der vom Land Tirol finanzierten Initiative teil und lernten dabei unter anderem, welche Speisenangebote sich am besten eignen, um Reste zu vermeiden, oder wie die Kommunikation zum Thema Lebensmittelabfall mit MitarbeiterInnen und KundInnen am besten gelingt.

Die Reduktion von Lebensmittelabfällen ist für die Agrarmarketing Tirol ein wichtiges Schwerpunktthema, denn ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln ist ein wesentlicher Bestandteil der Wertschätzung regionaler Produkte. Aus diesem Grund fand der „Catering Waste Hero“ im Genusswerk der Agrarmarketing Tirol statt. „Als Schnittstelle zwischen der Tiroler Landwirtschaft, der Gastronomie, dem Lebensmitteleinzelhandel und den Konsumentinnen und Konsumenten sehen wir es als unsere Aufgabe, uns aktiv für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln und gegen Lebensmittelverschwendung einzusetzen. Das tun wir bereits seit mehreren Jahren und freuen uns, dieses Engagement auch mit Initiativen wie dem ‚Catering Waste Hero‘ weiter voranzutreiben“, so Matthias Pöschl, Geschäftsführer der Agrarmarketing Tirol.

United-Against-Waste-Partnerbetriebe in Tirol gewürdigt

Elf Tiroler Großküchen, darunter Pflege- und Seniorenwohnheime, Krankenhäuser und Betriebsrestaurants, sind Partnerbetriebe von United Against Waste. Sie sind damit auch Teil des MONEYTOR-Programms, über das sie regelmäßig ihre Lebensmittelabfälle erfassen. Anhand der gemessenen Daten gehen sie den Ursachen auf den Grund und entwickeln mit United Against Waste passende Gegenmaßnahmen. Betriebe, deren Teilnahme am MONEYTOR-Programm besonders wirksam sind, werden jedes Jahr von United Against Waste in unterschiedlichen Kategorien ausgezeichnet. In Tirol sind das heuer die folgenden fünf Betriebe:

Das Heim St. Vinzenz in Innsbruck, das von Sodexo betrieben wird hat seine Lebensmittelabfallquote halbiert und liegt nun bei nur fünf Prozent. Dafür wurde es als eines der besten fünf Pflege- und Seniorenwohnheime Österreichs mit dem Titel „Best of Austria“ ausgezeichnet. Mit diesem Titel darf sich auch das Wohnheim Reichenau der Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) rühmen, das ebenso einen besonders niedrigen Wert an Lebensmittelverschwendung im Pflegebereich aufweist.

In der Kategorie „Top Standort“ wurde das Wohnheim Saggen der ISD ausgezeichnet. Das Erfolgsrezept des Wohnheims sind regelmäßige Messungen der übriggebliebenen Speisen und daraus abgeleitete gezielte Maßnahmen wie eine angepasste Menü- und Mengenplanung.

In der Kategorie „Top Verbesserung“ wurden der Seniorenpark HALLIT der Stadt Hall in Tirol sowie das Betriebsrestaurant von GMS Gourmet GmbH in der Tiroler Gesundheitskasse für ihr Engagement in den vergangenen Jahren ausgezeichnet.

„United Against Waste fokussiert sich neben der regelmäßigen Datenerhebung zum Thema Lebensmittelverschwendung auf Bewusstseinsbildung und den Austausch zwischen den Betrieben. Denn die wertvollsten Erkenntnisse kommen direkt aus der Praxis. Betriebe, die Interesse an einer Teilnahme an unserem Programm haben, können sich jederzeit melden“, ruft der Geschäftsführer von United Against Waste, Franz Tragner, zum Mitmachen auf.


Quelle: Land Tirol



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