Salzburg: Noch nie war Jugendlichen Umweltschutz so wichtig

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Foto: Land Salzburg/Christine Schrattenecker
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Foto: Land Salzburg/Monika Rattey
12 Aug 09:00 2020 von Redaktion International Print This Article

Tag der Jugend im Zeichen der Nachhaltigkeit /Jugendorganisationen und Jugendzentren als wichtige Orte des Austausches

(LK) Auch wenn die aktuelle Corona-Situation Aktivitäten im Klima- und Umweltschutz in den Hintergrund gerückt hat, so sind sie doch omnipräsent. Vor allem bei jungen Menschen steht die Thematik ganz weit oben auf der Agenda. Mit dem Programm Umwelt & Nachhaltigkeit von akzente Salzburg werden in der außerschulischen Jugendarbeit rund 1.000 Jugendliche pro Jahr mit diesem wichtigen Thema erreicht.

Zahlreiche Studien belegen: Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 24 Jahren sehen Klima- und Umweltschutz als eines der brisantesten Themen unserer Zeit. Doch nicht für alle Jugendlichen ist ein nachhaltiges Leben, das Rücksicht auf die Umwelt und das Klima nimmt, auch wirklich Thema. „Es freut mich daher sehr, dass wir mit dem vor zwei Jahren ins Leben gerufenen und österreichweit einzigartigen Programm viele junge Menschen erreichen und es bereits zu Kooperation und Vernetzung in und außerhalb des Bundeslandes kommt“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. „Die Jugendlichen sind die Entscheidungstragenden von morgen. Umso wichtiger ist es, dass sie sich frühzeitig mit dem Klimawandel und seinen gravierenden Auswirkungen auf unsere Umwelt und unsere unmittelbaren Lebensgrundlagen beschäftigen. Sich diesen Herausforderungen aktiv zu widmen, ist für uns alle ein Gewinn für die Zukunft“, so Schellhorn.

Bewusstsein schaffen

Zusätzlich zu den Workshops und Veranstaltungen sind vor allem Vernetzung und Kooperation mit unterschiedlichen Akteuren zentrale Elemente des Programmes. Die Breite Ausrichtung und die vielfältigen Formate ermöglichen so viele Anknüpfungspunkte und rücken den Klimawandel und die natürliche Umwelt lösungsorientiert in den Mittelpunkt. Dreh- und Angelpunkt ist immer die umfassende Bewusstseinsbildung.

Salzburg braucht Ideen, die von den Jugendlichen ausgehen

Landesrätin Andrea Klambauer hält fest: „Die Jugendorganisationen und Jugendzentren leisten hier gemeinsam mit akzente Salzburg großartige Arbeit. Gleichzeitig wurden gemeinsam Programme für die Sommermonate erarbeitet, damit gerade die Ferienzeit gut und sicher gemeinsam erlebt werden kann. Über die aktuellen Herausforderungen hinausgehend ist es unser gemeinsames Bestreben, dass für junge Menschen in Salzburg attraktive Freizeitangebote und gemeinsame Aktivitäten angeboten werden. Wir brauchen in Salzburg die Ideen, den Mut und die Weiterentwicklung, die von der Jugend ausgeht“, so Klambauer.

Das Landes-Medienzentrum (LMZ) hat mit der Leiterin des Programms, Biologin Nina Köberl von akzente Salzburg, gesprochen.

LMZ: Was ist Ziel des Programms „Umwelt & Nachhaltigkeit“?

Köberl: Ziel ist es, so viele Jugendliche wie möglich in der außerschulischen Jugendarbeit zu erreichen, was nicht immer ganz einfach ist und zwar egal wo sie herkommen, denn es geht schließlich um die Zukunft aller. Das gelingt nicht nur im direkten Austausch, sondern zudem auch gut mit Aus- und Weiterbildung der Jugendarbeiterinnen und -arbeiter, die ein klare Haltung zum Thema Umweltschutz haben und ihr Wissen dann wiederum weitergeben.

LMZ: Wie kann man sich ihre Arbeit konkret vorstellen?

Köberl: Ich komme zu den Jugendlichen in die Jugendzentren und -organisationen, In einem gemeinsamen Workshop erarbeiten wir dann das Thema, das heißt, wir gehen dabei auch in die Küche und schauen uns an konkreten Beispielen an, wie und ob hier Umweltschutz gelebt wird. Dabei wird auch Fragen nachgegangen, was Klimawandel bedeutet, warum man lieber mit dem Fahrrad statt mit dem Moped fahren sollte oder warum es deutlich nachhaltiger ist, Getränke aus Glasflaschen statt aus Plastikflaschen zu trinken. Dabei geht aus auch darum, die Strategien mancher Großkonzerne zu hinterfragen, die einem einreden wollen, dass es cool sei, bestimmte Dosengetränke zu trinken.

LMZ: Warum ist Bildung in Sachen Umweltschutz so wichtig?

Köberl: Bewusstseinsbildung spielt eine zentrale Rolle für nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutz. Dabei möchte ich den jungen Menschen näherbringen, dass jeder einzelne von uns der größte Wirkungsfaktor ist und dass sich persönlicher Einsatz für Umwelt- und Klimaschutz wirklich lohnt und nicht nur das: Für die kommenden Generationen wird er auch überlebensnotwendig sein.


Quelle: Land Salzburg



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