Salzburg: Mit Hightech gegen Naturgefahren

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Foto: Land Salzburg/Büro Aigner
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17 Okt 21:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Geschiebemonitoring als Basis für künftige Schutzmaßnahmen / Auswirkungen des Klimawandels werden frühzeitig erkannt

(LK) Forschung und Praxis greifen beim Schutz gegen Naturgefahren ineinander. Das zeigte der heutige Pressetermin am Habach in der Pinzgauer Gemeinde Bramberg am Wildkogel. Dort werden mit modernsten Überwachungstechnologien der Transport von Geschiebematerial wie Schotter gemessen und daraus wirksame Schutzmaßnahmen für die Zukunft abgeleitet.

Die moderne Geschiebe-Monitoringstation in Bramberg am Wildkogel ist ein wichtiges Element der vorausschauenden Gefahrenvorsorge und gezielter Schutzmaßnahmen für den alpinen Raum. Mit dem Einsatz von Hightech wird so an der Klimasicherheit für die Alpen gearbeitet.

Salzburg investiert kontinuierlich in Schutzmaßnahmen

Landesrat Maximilian Aigner betont: „In Salzburg investieren das Land, das Umweltministerium, die Gemeinden und Interessenten jährlich rund 40 Millionen Euro in die Wildbach- und Lawinenverbauung. Ebenso unverzichtbar ist das Engagement unserer 321 Genossenschaften, ohne die eine flächendeckende Erhaltung der Schutzbauwerke undenkbar wäre. Der Schutz vor Naturgefahren ist und bleibt eine Daueraufgabe, denn der Klimawandel stellt uns insbesondere in unseren alpinen Regionen vor neue Herausforderungen. Mit dem Forschungsprojekt im Oberpinzgau schaffen wir die Grundlagen, um unsere Schutzbauwerke an diese Veränderungen anzupassen, damit sie nicht nur heute, sondern auch morgen Sicherheit bieten.“

Forschung und Praxis im Oberpinzgau

Die Geschiebemonitoringstation am Habach in der Gemeinde Bramberg am Wildkogel ist Teil des Forschungsprojekts FEMMOS (Feststoffmanagement und -monitoring Obere Salzach). Modernste Messverfahren liefern dort Daten zum Transport und zur Ablagerung von Geschiebematerial. Ziel ist es, veränderte Naturgefahren besser zu verstehen und eine belastbare Basis für die Planung und Weiterentwicklung wirksamer Schutzmaßnahmen zu schaffen. So werden Forschung und Praxis im Sinne des Schutzes der Bevölkerung miteinander verknüpft.

Regionale Vorsorgeflächen

Ein bewährtes Salzburger Instrument, um Geschiebe und Murmaterial zu lagern, sind die 31 Vorsorgeflächen, die bereits genehmigt wurden - rund zehn weitere befinden sich in Vorbereitung. Diese ermöglichen die sinnvolle Verwertung anfallender Geschiebemengen direkt in der Region, verbessern landwirtschaftliche Flächen, verkürzen Transportwege und senken Kosten.

Bundesweite Programme mit Nutzen für Salzburg

Zunehmende Starkniederschläge und Veränderungen im alpinen Gelände mobilisieren immer größere Mengen an Geröll und Sediment. „Das stellt auch neue Anforderungen an unsere Schutzbauwerke. Wer die Menschen und ihre Lebensgrundlagen auch in Zukunft wirksam schützen will, muss diese Veränderungen frühzeitig erkennen und rechtzeitig handeln. Deshalb investieren wir gezielt in Forschung, modernste Technologien und österreichweit abgestimmte Monitoringsysteme, wie GeoMonitorAT und SedalpAT. Damit schaffen wir fundierte Datengrundlagen, um Risiken besser einzuschätzen, bestehende Schutzmaßnahmen und technische Einrichtungen gezielt weiterzuentwickeln und unsere Regionen langfristig vor Naturgefahren zu schützen“, so Bundesminister Norbert Totschnig


Quelle: Land Salzburg



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