Burgenland: Landesweites Verkehrsplanquadrat
© Pressefoto Scharinger
Am 25.07.2026wurde unter der Leitung der Landesverkehrsabteilung Burgenland ein landesweites verkehrspolizeiliches Planquadrat durchgeführt.
An dem Einsatz nahmen insgesamt 95 Polizeibedienstete der Landesverkehrsabteilung sowie der Bezirks- bzw. Stadtpolizeikommanden teil.
Das Planquadrat wurde mit Hauptaugenmerk auf folgende Schwerpunkte durchgeführt:
• Alkohol- und Suchtmittelmissbrauch von Fahrzeuglenkern
• Geschwindigkeitsübertretungen
• Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung
• Lenker- und Fahrzeugkontrollen
• Weitere unfallrelevante Delikte gemäß den verkehrsrechtlichen Vorschriften
Im Zuge des Planquadrates wurden 783 Alkomat- bzw. Alkohol-Vortests durchgeführt.
Insgesamt wurden dreizehn FahrzeuglenkerInnen in einem alkohol- oder suchtmittelbeeinträchtigten Zustand angehalten:
• 2 LenkerInnen mit mehr als 0,5 ‰ (§ 14 Abs. 8 FSG)
• 8 LenkerInnen mit mehr als 0,8 ‰ (§ 5 Abs. 1 StVO)
• 3 LenkerInnen standen unter Suchtmitteleinfluss.
Im Rahmen der Schwerpunktaktion wurden weiters
• 319 sonstige Anzeigen erstattet
• 209 Organstrafverfügungen ausgestellt
• 187 Anzeigen wegen Geschwindigkeitsübertretungen erstattet
• 11 Führerscheinabnahmen durchgeführt
• 3 Kennzeichenabnahmen
Besondere Vorfälle und Amtshandlungen:
Im Bezirk Oberpullendorf hielten Polizeibedienstete einen Fahrzeuglenker an, dessen Pkw nicht zum Verkehr zugelassen war. Der Mann verwendete widerrechtlich die Kennzeichentafeln eines auf seine Ehefrau zugelassenen Fahrzeuges. Die Weiterfahrt wurde untersagt, die erforderlichen Anzeigen werden erstattet.
Im Zuge des Streifendienstes wurde in Oberpullendorf ein Pkw wahrgenommen, an dem die vordere Kennzeichentafel fehlte. Das Fahrzeug wurde daraufhin zu einer Lenker- und Fahrzeugkontrolle angehalten.
Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass der Lenker nicht im Besitz einer gültigen Lenkberechtigung war, da ihm diese bereits behördlich entzogen worden war. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Der Lenker wird wegen mehrerer Verwaltungsübertretungen der Bezirkshauptmannschaft angezeigt.
Ebenfalls in Oberpullendorf wurden zwei Jugendliche auf einem kaum befahrenen Feldweg wahrgenommen, die Sturzhelme trugen, obwohl sich zunächst kein Moped in ihrem unmittelbaren Nahbereich befand.
Bei einer weiteren Bestreifung des Feldweges konnten unweit der beiden ein Mopedlenker angehalten werden. Dabei wurde festgestellt, dass der 14-jährige Lenker nicht im Besitz einer gültigen Lenkberechtigung war. Zudem wurden technische Veränderungen am Motorfahrrad festgestellt.
Dem Jugendlichen wurde die Weiterfahrt untersagt. Er wird wegen mehrerer Verwaltungsübertretungen der Bezirkshauptmannschaft angezeigt.
Ein ungarischer Pkw-Lenker wurde auf der B63 im Bereich Dürnbach/Neuhof im dortigen 70-km/h-Bereich mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h gemessen. Die Anhaltung sowie die vorläufige Abnahme des Führerscheines erfolgten durch Beamte der Polizeiinspektion Schachendorf AGM.
Am 25. Juli 2026 wurde gegen 16:50 Uhr ein 40-jähriger Motorradlenker aus Kroatien auf der B50 im Ortsgebiet von Oberpullendorf im Zuge eines Überholmanövers mit einer Geschwindigkeit von 102 km/h anstelle der erlaubten 50 km/h mittels Lasermessung gemessen.
Der Lenker konnte nach einer kurzen Nachfahrt im Bereich des P&R-Parkplatzes in Steinberg-Dörfl angehalten werden. Aufgrund der erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitung wurde ihm der kroatische Führerschein vorläufig abgenommen und die Weiterfahrt untersagt. Zudem wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 350 Euro eingehoben.
Die Anzeige wird an die Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf erstattet.
Gegen 23:45 Uhr bemerkte eine Polizeistreife im Ortsgebiet von Oberwart zwei Motorfahrräder, deren Lenker vor dem Dienstfahrzeug wendeten und sich trotz Nachfahrt mit eingeschaltetem Blaulicht der Anhaltung durch Flucht entzogen. Eines der Motorfahrräder konnte später ohne Zulassung, ohne Beleuchtung und ohne Lenker aufgefunden werden. Die weiteren Ermittlungen werden von der Polizeiinspektion Oberwart geführt.
Den höchsten im Berichtszeitraum festgestellten Alkoholwert wies eine 46-jährige slowakische Fahrzeuglenkerin im Bezirk Neusiedl am See auf. Ein Alkomattest ergab einen Wert von 2,78 Promille. Im Zuge der Amtshandlung wurde im Fahrzeuginneren zudem eine Wodkaflasche vorgefunden.
Die Ergebnisse des Planquadrates zeigen erneut die Notwendigkeit gezielter verkehrspolizeilicher Schwerpunktmaßnahmen, insbesondere zur Bekämpfung alkohol- und suchtmittelbedingter Fahrten sowie weiterer unfallrelevanter Übertretungen.
Durch die verstärkte Präsenz der Polizei konnte ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit geleistet werden.
Quelle: LPD Burgenland
