Salzburg: Landesdienst - Frauenanteil bei Vollzeit erstmals über 50 Prozent

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Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
09 Feb 16:25 2026 von Redaktion International Print This Article

Neuer Bericht zum Frauenförderplan online / Wertvolle Daten zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Verwaltung

(LK) Für das Land Salzburg steht schon seit längerem fest, dass es als Arbeitgeber Vorbild in Sachen Gleichstellung von Frauen und Männern sein will. Bereits vor mehr als 20 Jahren, im April 2004, wurde dafür die Verordnung zur Förderung von Frauen im Salzburger Landesdienst beschlossen (Frauenförderplan). Wie nahe man den dort definierten Zielen ist und was es noch braucht, überprüft in regelmäßigen Abständen ein Bericht des Landesamtsdirektors in Zusammenarbeit mit der Gleichbehandlungsbeauftragten.

Landesrätin Daniela Gutschi, Landeshauptfrau Karoline Edtstadler und Landesamtsdirektor Franz Moser mit dem neuesten Bericht zum Frauenförderplan.

Der neueste Bericht zum Frauenförderplan umfasst die Jahre 2021 bis inklusive 2024 und dokumentiert weitere Erfolge auf dem Weg zu mehr Frauen im Landesdienst – insgesamt wie auch in Führungspositionen. „Erstmals sind über 50 Prozent der Vollzeitäquivalente weiblich, dazu kommt eine steigende Zahl an weiblichen Führungskräften. Wir sehen zudem, dass Frauen Aus-, Weiter- und Fortbildung sehr aktiv nutzen und ein Wiedereinstieg durch das neue Karenzmanagement gestärkt wird. Die Fortschritte lassen sich also klar ablesen, zugleich arbeiten wir kontinuierlich an mehr Gleichstellung und daran den Landesdienst als Vorzeigearbeitgeber zu positionieren“, fasst die zuständige Frauenlandesrätin Daniela Gutschi zusammen.

Fakten aus dem Bericht (Stichtag: 1.7.2024)

Der gesamte Bericht steht auf der Homepage des Landes Salzburg kostenlos zur Verfügung. Hier auszugsweise ein paar wichtige Aspekte und Erkenntnisse:

  • Frauenanteil nach Personen: 55,5 Prozent (Seit 2011 kontinuierlich über 50 Prozent)
  • Frauenanteil nach Vollzeitäquivalent: 50,6 Prozent (2021 waren es 49,4 Prozent)
  • Frauen in Führungspositionen: 36,7 Prozent (Anstieg seit 2021 um 2,1 Prozent)
  • Drei von fünf Bezirkshauptleuten sind Frauen
  • In jeder Altersgruppe arbeiten mehr Frauen in Teilzeit als Männer

„Männerdomänen“ halten (noch) stand

Vergleicht man mit dem Bericht die Frauenanteile in den Abteilungen des Amtes der Landesregierung untereinander, zeigt sich ein weiterer spannender Aspekt: In den Bereichen, wo nach wie vor männerdominierte Berufsgruppen vorherrschen, sind die Frauenzahlen niedrig. Dies betrifft vor allem die Bereiche Lebensgrundlagen und Energie, Infrastruktur, Verkehr und Wasser. Am höchsten sind die Frauenanteile im Kultur-, Bildungs- Gesellschafts-, Sport-, Sozial- und Gesundheitsbereich.

Bei Karenz beide Elternteile gefragt

Neben der aktiven Frauenförderung im Beruf ist auch das stärkere Wahrnehmen sozialer Verantwortung durch Männer ein wichtiges strategisches Ziel des Frauenförderplans. In diesem Sinne stellt Judith Schwaighofer, Beauftragte für Gleichbehandlung und Antidiskriminierung des Landes, das Thema Elternkarenz und Karenzmanagement in den Fokus. „Jeder Kollege, der in Karenz geht, unterstützt eine Frau beim Wiedereinstieg und kommt mit einem anderen Verständnis für Care-Arbeit zurück. Also, auch Männer sind beim Frauenförderplan explizit mitgedacht und mitumfasst“, so Schwaighofer.

Land auf einem guten Weg

Die Schlussfolgerungen und Ziele des vorliegenden Berichts zum Frauenförderplan sind ambitioniert und klar. „Wir sind noch nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg. Der Bericht spiegelt das auch wider und zeigt uns, wo wir sozusagen richtig abbiegen müssen. Wir treiben die Gleichstellung Tag für Tag weiter voran und bauen bestehende Ungleichheiten ab. Dabei legen wir weiterhin besonderen Wert auf die Förderung von Frauen in Führungspositionen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie - für Mütter und Väter - sowie die Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Diskriminierung“, fasst Judith Schwaighofer zusammen und ergänzt: „Bei letzterem sehe ich auch noch Potenzial in der Umsetzung von gendergerechter Sprache.“


Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260209_21 (bk/mw)


Quelle: Land Salzburg



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