Tirol: Internationale Schwerpunktaktion zur Überwachung des Schwerverkehrs

Slide background
Foto: © LPD Tirol / Stephan Huter
10 Sep 17:37 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Am 08.09.2026 und 09.09.2026 fand auf der Kontrollstelle in Radfeld (A12) ein zweitägiger Schwerverkehrseinsatz, unter Teilnahme der europäischen Arbeitsbehörde (ELA) sowie internationale Vertreter der Verkehrspolizei statt. Zeitgleich wurde durch die Tiroler Polizei ein landesweiter Schwerverkehrskontrolleinsatz am hochrangigen Straßennetz abgehalten. Neben österreichischen Schwerverkehrskontroll-Experten aus allen österreichischen Bundesländern waren Polizeivertreter aus insgesamt 6 Nationen (Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, Kroatien, Slowenien) am 2-tägigen Einsatz beteiligt. An den Kontrollen beteiligten sich des Weiteren: Finanzpolizei, Zoll, Arbeitsinspektorat, der Prüfzug der ASFiNAG sowie Amtstierärzt:Innen und technische Sachverständige des Amtes der Tiroler und Steirischen Landesregierung.

„Diese gemeinsame Kontrollaktion bietet nicht nur die Möglichkeit, bestehende Vorschriften konsequent zu überprüfen, sondern auch Erfahrungen auszutauschen, Fachwissen zu bündeln und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter zu stärken“ – sagt Landespolizeidirektor HR Mag. Helmut Tomac.

Der Einsatz wurde durch das Bundesministerium für Inneres (BM.I), in enger Abstimmung mit dem Verkehrsministerium (BM.IMI), unter Einbindung der Europäischen Arbeitsbehörde (ELA) koordiniert. Die operative Durchführung erfolgte durch die Landesverkehrsabteilung der Tiroler Polizei.

Oberstes Ziel derartiger Schwerpunktkontrollen ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit, durch die Verhinderung der Weiterfahrt von übermüdeten oder beeinträchtigten Lenkenden sowie technisch mangelhaften Fahrzeugen. Unter Berücksichtigung sicherheits-, kriminal- und fremdenpolizeilicher Aspekte lag ein besonderer Fokus auf der Erkennung und Ahndung von technischen Manipulationen bei Schwerfahrzeugen sowie allfällige Manipulationen im Bereich Lenk-/ Ruhezeiten bzw. Fahrtenschreibern.

Insgesamt wurden tirolweit an den beiden Kontrolltagen über 600 Schwerfahrzeuge einer umfassenden technischen Unterwegskontrolle unterzogen. Dabei wurden in Summe über 1.600 Übertretungen festgestellt.

Davon unter anderem:

  • 1.150 Übertretungen nach den Sozialvorschriften (Lenk-/ Ruhezeiten)
  • 241 technische Mängel
  • 5 Verdacht auf Manipulation des Abgasreinigungssystems
  • 36 Übertretungen Gefahrgutbeförderungsgesetz
  • 34 Überladungen von Fahrzeugen
  • 10 vorläufige Kennzeichenabnahmen
  • 74 Untersagungen der Weiterfahrt, bis zur Herstellung des rechtmäßigen Zustandes
  • 4 kontrollierte Tiertransporter

Des Weiteren erfolgen 10 Anzeigen an die Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen des Verdachtes der Manipulation von Lenk-/ Ruhezeiten des Fahrzeuges.


Quelle: LPD Tirol



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien:
Redaktion Salzburg

Redaktion Tennengau

Weitere Artikel von Redaktion Salzburg