Tirol: Gütesiegel sichert Qualität auf Pisten und Naturrodelbahnen
Wintersport mit Qualität: 20 Naturrodelbahnen und 22 Skigebiete erhalten Auszeichnung bzw. Verlängerung der Gütesiegel
- Sicherheit braucht Verantwortung: Gütesiegel als Garant für sichere Infrastruktur – Appell für Eigenverantwortung beim Wintersport
- Gütesiegel-Verleihung Ende November bei den Seilbahntreffs der Wirtschaftskammer Tirol
Mit Gütesiegeln stärkt das Land Tirol Qualität und Sicherheit auf Skipisten, Naturrodelbahnen und Loipen. Auf Antrag von Sportreferent LHStv Philip Wohlgemuth werden zahlreiche Gütesiegel für fünf bzw. drei Jahre verlängert und der Kreis der prämierten Rodel-Wintersportdestinationen, welche den strengen Kriterien entsprechen, auch erweitert. Das beschloss die Tiroler Landesregierung in ihrer heutigen Sitzung. Damit tragen in Tirol nunmehr insgesamt rund 60 Naturrodelstrecken und 55 Skigebiete ein Gütesiegel. Die Verleihung der Skigebiets- und Naturrodelbahn-Gütesiegel findet Ende November bei den Seilbahntreffs der Wirtschaftskammer Tirol statt.
Die Wintersaison steht in den Startlöchern und LH Anton Mattle sieht in den Gütesiegeln einen wesentlichen Markenkern Tirols: Sicherheit, Verlässlichkeit und hohe Qualität für die Bevölkerung und die Gäste gleichermaßen: „Tirol ist das Wintersportland Nummer eins. Ich freue mich, dass in unserem Land ein derart breites Angebot an ausgezeichneten Wintersportstätten zur Verfügung stehen. Mein Dank gilt allen Betreiberinnen und Betreibern, die in Qualität, Sicherheit und Freizeitspaß investieren. Tirol steht für Wintersport auf höchstem Niveau und ich freue mich gemeinsam mit tausenden Tirolerinnen und Tirolern sowie vielen Gästen auf einen tollen Winter“, ist LH Mattle überzeugt: „Diese Gütesiegel stärken auch das Vertrauen in Tirol als Sport- und Tourismusregion und sind Ausrufezeichen unseres Anspruchs als führende Wintersportdestination. Qualität ist oberste Prämisse.“
Strenge Kriterien für Gütesiegel
Betriebe und Tourismusverbände in ganz Tirol können um die Ausstellung eines Gütesiegels ansuchen. Zu den Qualitäts- und Sicherheitskriterien zählen etwa eine ausreichende und einheitliche Beschilderung, regelmäßige Präparierung und Wartung sowie eine korrekte Klassifizierung der Strecke im jeweiligen Schwierigkeitsgrad. Ab dem Zeitpunkt der Auszeichnung besteht bei Naturrodelbahnen eine fünfjährige Gültigkeit des Gütesiegels. Bei Ski- und Loipengebieten beträgt die Gültigkeitsdauer drei Jahre. Betriebe und Tourismusverbände können nach Ablauf des Gütesiegels eine Verlängerung beantragen. Wer das Gütesiegel für Piste, Rodelbahn oder Loipengebiet tragen möchte, kann sich beim Land Tirol/Abteilung Sport darum bewerben. ExpertInnen prüfen die Einhaltung der Standards.
„Sport braucht gute Infrastruktur – von Fußballplätzen über Schwimmflächen und Loipen bis hin zu Eislaufplätzen und Trainingshallen. Davon profitieren Breiten- und Spitzensport gleichermaßen“, betont LHStv Wohlgemuth und verweist auf die Bedeutung des Wintersports für das Sportland Tirol: „Wintersport ist in Tirol ein Lebensgefühl – für die Bevölkerung und Gäste aus aller Welt. Mit dem Gütesiegel wird ein hohes Maß an Sicherheit für alle garantiert. Das Siegel untermauert die Qualität und die Vielfalt unserer Wintersportanlagen.“
LH Mattle und LHStv Wohlgemuth verweisen aber auch auf die dringend notwendige Eigenverantwortung: „Das Land Tirol schafft die Rahmenbedingungen für sichere Wintersporterlebnisse. Es liegt aber in der Verantwortung jeder und jedes Einzelnen, auf sich und seine Mitmenschen zu achten, die geltenden Verhaltensregeln einzuhalten und auf die Sicherheit zu achten.“
Breites Angebot für Kufen- und Skisport
Neu im Kreis der ausgezeichneten Rodelbahnen sind die Naturrodelbahn Köpfl1er in Oberperfuss (Bergbahnen Oberperfuss GmbH, Bezirk Innsbruck-Land), die Naturrodelbahn in Pertisau (Sport Wöll GmbH, Bezirk Schwaz) und die Naturrodelbahn Pimig in Steeg (Lechtal Tourismus, Bezirk Reutte). 17 Naturrodelbahnen wurde das Gütesiegel wieder verliehen. Sie alle tragen das Gütesiegel jeweils für die Dauer von fünf Jahren (bis 2031). 22 Skigebiete konnten ihr Gütesiegel für weitere drei Jahre (bis 2029) verlängern.
Factbox Gütesiegel – aktuelle (Wieder)Verleihungen
Bezirk Innsbruck-Land
- Naturrodelbahnen NEU: Oberperfuss, Köpfl1er (Bergbahnen Oberperfuss GmbH)
- Naturrodelbahnen Wiederverleihungen: Kühtai, Franz-Ferdinand-Haus (TVB Innsbruck und seine Feriendörfer), Mieders, Serles (Serleslifte Mieders Bergbahnen GmbH & Co KG), Navis, Peeralm (Christian Löffler), Neustift im Stubaital, Elfer – Dorf (Hochstubai Liftanlagen GesmbH), Neustift im Stubaital, Pinnisalm-Issanger (Christian Siller), Telfes (Gemeinde Telfes im Stubaital), St. Sigmund im Sellrain, Gleirsch (TVB Innsbruck und seine Feriendörfer), Tulfes, Glungezer – Panoramarodelbahn (Glungezerbahn GmbH & Co KG)
- Skigebiete Wiederverleihungen: Skigebiet Bergeralm (RBG Wipptaler Berglifte Raffl GmbH), Skigebiet Glungezer (Glungezerbahn GmbH & Co KG)
Bezirk Schwaz
- Naturrodelbahnen NEU: Pertisau (Sport Wöll GmbH)
- Naturrodelbahnen Wiederverleihungen: Schwaz, Kellerjoch bis Parkplatz Grafenast (Stadtgemeinde Schwaz, TVB Silberregion Karwendel, Berg- und Schilift Schwaz-Pill GmbH GesbR), Tux, Bichlalm (Andreas Klausner), Tux, Höllensteinhütte/Loschbodenalm (Berggasthaus Höllensteinhütte Erler KG)
- Skigebiete Wiederverleihungen: Skigebiet Christlum (Hochalmlifte Christlum Achenkirch GmbH), Skigebiet Fügen – Spieljoch (Fügen-Bergbahn GmbH & Co KG)
Bezirk Reutte
- Naturrodelbahnen NEU: Steeg, Pimig (Lechtal Tourismus)
- Skigebiete Wiederverleihungen: Biberwier und Lermoos (beide Berglifte Giselher Langes GmbH & Co KG)
Bezirk Kitzbühel
- Naturrodelbahnen Wiederverleihungen: Ellmau, Astberg (Bergbahnen Wilder Kaiser GmbH), Kirchberg, Gaisberg (Bergbahnen AG Kitzbühel)
- Skigebiete Wiederverleihungen: Skigebiet Fieberbrunn (Bergbahnen Fieberbrunn GmbH), Skigebiet Hopfgarten (Bergbahnen Hohe Salve Hopfgarten-Itter-Kelchsau GmbH & Co KG), Skigebiet Buchensteinwand – Pillersee (Bergbahn Buchensteinwand Pillersee GmbH),
Bezirk Landeck
- Naturrodelbahnen Wiederverleihungen: Nauders, Bergkastel und Lärchenalm (beide Nauderer Bergbahnen AG)
- Skigebiete Wiederverleihungen: Skigebiet Fendels (Kaunertaler Gletscherbahnen GmbH), Skigebiet Galtür (Bergbahnen Silvretta Galtür GmbH & Co KG), Skigebiet Kappl (Bergbahnen Kappl AG), Skigebiet Kaunertaler Gletscher (Kaunertaler Gletscherbahnen GmbH), Skigebiet See (Bergbahnen See GmbH)
Bezirk Kufstein
- Naturrodelbahnen Wiederverleihungen: Kundl, Bergkreuz (RV Kundl)
- Skigebiete Wiederverleihungen: Skigebiet Wildschönau Auffach und Niederau (Schatzbergbahn GmbH & Co KG)
Bezirk Imst
- Skigebiete Wiederverleihungen: Skigebiet Jerzens – Hochzeiger (Hochzeiger Bergbahnen Pitztal AG), Skigebiet Pitztaler Gletscher und Rifflsee (Pitztaler Gletscherbahn GmbH & Co KG), Skigebiet Giggijoch – Gaislachkogel – Ötztaler Gletscher (Ötztaler Gletscherbahn GmbH & Co KG)
Bezirk Lienz
- Skigebiete Wiederverleihungen: Skigebiet Kals (Bergbahnen Kals am Großglockner GmbH & Co KG), Skigebiet Matrei i.O. (Matreier Goldried Bergbahnen GmbH & Co KG)
Kurzmeldungen aus der Regierungssitzung
Digitale Abrechnung von schulärztlichen Untersuchungen – wöchentliches Update „Vereinfachung & Entbürokratisierung“: Rund 200 ÄrztInnen rechnen ihre Leistungen der schulärztlichen Untersuchungen über die Gemeinden mit dem Land Tirol ab. Durch den Tirol Konvent wird auch dieser Prozess digitaler und damit einfacher: Für die Abrechnung der SchulärztInnen mit der jeweiligen Gemeinde wird ein vorgefertigtes Abrechnungsformular zur Verfügung gestellt. Berechnungen zur Ermittlung der Abrechnungssumme erfolgen dabei durch die im Formular hinterlegten Programmierungen automatisiert. Die anschließende Kostenrefundierung des Landes an die Gemeinden wird künftig über eine sichere und datenschutzkonforme Formularanwendung auf der Plattform Digital Service Tirol abgewickelt. LH Anton Mattle betont: „Der Tirol Konvent macht auch laufend kleine und wirksame Schritte. Mit der Digitalisierung der Abrechnung schulärztlicher Untersuchungen schaffen wir einheitliche Abläufe, vermeiden unnötige Arbeitsschritte und entlasten langfristig die Gemeinden ebenso wie die Ärzteschaft.“ Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele ergänzt: „Die schulärztlichen Untersuchungen sind ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge an unseren Schulen. Umso wichtiger ist es, dass auch die administrativen Abläufe dahinter möglichst unkompliziert funktionieren.“ Die neuen digitalen Abläufe gelten für sämtliche Leistungen ab dem Schuljahr 2026/2027. Die Gesundheitsdirektion begleitet die Umstellung und steht allen Beteiligten mit Informationen, Anleitungen und persönlicher Hilfestellung zur Seite.
Quelle: Land Tirol
