Tirol: Förderung zum Erhalt Tiroler Kulturdenkmäler
Kuratorium für Landesgedächtnisstiftung beschließt weitere Fördermaßnahmen zum Erhalt Tiroler Kulturdenkmäler
- Rund 1,8 Millionen Euro fließen in die Sanierung geschichtsträchtiger Gebäude sowie museale Maßnahmen
- 365.000 Euro für studentisches Wohnen
- Zusammenarbeit von Gemeinden, Land, Bund, kirchlichen Einrichtungen und privaten Initiativen
Das Kuratorium der Landesgedächtnisstiftung stellt für den Erhalt wertvoller Kulturdenkmäler insgesamt rund 1,75 Millionen Euro zur Verfügung – das wurde kürzlich in der letzten Sitzung des Kuratoriums beschlossen. „Unser Land und unsere Gemeinden sind geprägt durch ihre Kirchen und historischen Bauwerke. Der Erhalt ist mit viel Aufwand und auch Kosten verbunden. Mit den Mitteln aus der Landesgedächtnisstiftung sorgen wir dafür, dass das bauliche Erbe auch für die Nachwelt erhalten werden“, erklärt LH Anton Mattle. „Die Landesgedächtnisstiftung ist eine wichtige Unterstützung für zahlreiche lokale Initiativen, die sich um den Erhalt und die Restaurierung kümmern.“
Zu den geförderten Vorhaben gehören unter anderem die Sanierung und Umbau des ehemaligen Franziskanerklosters in Reutte, die Restaurierung der denkmalgeschützten Kirchenwirt-Veranda in Weerberg, die Restaurierung der Friedhofskapelle Hl. Anna in Sillian, die Kirchturmsanierung Pfarrkirche Hl. Michael in Schönwies sowie die Sanierung der Alten Volksschule in Baumkirchen, in welcher zukünftig das Gemeindeamt beheimatet sein wird. Zudem konnten auch kleinere Projekte wie etwa die Dachsanierung der Friedhofskapelle in Schwendt oder die Dachsanierung der Pfarrkirche Hl. Josef der Arbeiter in Ötztal-Bahnhof finanziell unterstützt werden.
Herwig van Staa betont als Vorsitzender des Kuratoriums der Landesgedächtnisstiftung: „Es ist ein zentrales Anliegen der Landesgedächtnisstiftung, Initiativen zu unterstützen, die sich für den Erhalt von identitätsbildendem altem Kulturgut einsetzen. Dies wird durch die gute Zusammenarbeit auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene, aber auch mit kirchlichen Einrichtungen und privaten Initiativen ermöglicht.“
35 neue Wohneinheiten für StudentInnen durch Landesgedächtnisstiftung
Ein weiterer Schwerpunkt der Landesgedächtnisstiftung ist die Förderung von SchülerInnen sowie Studierenden in Tirol. Durch Beschluss des Kuratoriums wurden Einweisungsrechte für 35 im Bau befindliche Studierendenwohneinheiten in Innsbruck erworben. Dadurch hat die Landesgedächtnisstiftung in der Reichenauerstraße 149 (Sandwirt) künftig die Möglichkeit, Tiroler Studierenden eine Studierendenwohneinheit zuzuteilen.
„Die Landesgedächtnisstiftung soll alte Bauten erhalten und gleichzeitig neues Wissen ermöglichen. Deshalb engagiert sich das Kuratorium auch im Bereich von Studierendenwohnheimen und der Unterstützung von Bildungskarrieren“, freut sich LH Mattle über diesen Beitrag zum studentischen Wohnen.
Über die Landesgedächtnisstiftung
Die Landesgedächtnisstiftung ist anlässlich des Gedenkjahres 1959 gegründet und im Oktober 2011 bis zum Jahr 2034 verlängert worden. Die verfügbaren Geldmittel werden zu gleichen Teilen vom Land Tirol und den Tiroler Gemeinden aufgebracht.
Quelle: Land Tirol
