Wien: Expert*innen des Wiener Gesundheitsverbundes beim wichtigsten Lungenkongress Europas ausgezeichnet

Slide background
Wien

14 Sep 18:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Forschende aus den Kliniken Hietzing, Floridsdorf, Ottakring und dem Standort Penzing Klinik überzeugen beim ERS Kongress 2026 in Barcelona

Beim Kongress der European Respiratory Society (ERS), einem der weltweit bedeutendsten Fachkongresse für Atemwegs- und Lungenmedizin, kommen jährlich Tausende Expert*innen aus aller Welt zusammen, um aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Entwicklungen zu präsentieren und zu diskutieren. Beim diesjährigen Kongress, der von 5. bis 9. September in Barcelona stattfand, war die Wiener Lungenforschung stark vertreten: Das Forschungsteam rund um Marie-Kathrin Breyer, Vorständin der Lungenabteilung des Standort Penzings der Klinik Ottakring und Robab Breyer-Kohansal, Vorständin der Lungenabteilung der Klinik Hietzing, präsentierte insgesamt 23 wissenschaftliche Arbeiten und war damit die am stärksten vertretene Forschungsgruppe aus ganz Europa. Die Beiträge handelten von Themen wie Lungenfunktion, Asthma und COPD, Nikotinkonsum sowie neuen diagnostischen und therapeutischen Ansätzen.

Wiener Lungenforschung international im Fokus

Internationale Aufmerksamkeit erhielt etwa die Arbeit „From Cigarettes to Vapes: Austria’s Youth at the Crossroads of a Nicotine Epidemic“ unter der wissenschaftlichen Leitung von Breyer-Kohansal. Die Ergebnisse zeigen: Während der Anteil der Raucher*innen in Österreich zwischen 2012 und 2024 zurückging, nahm die Nutzung alternativer Nikotinprodukte wie Vapes deutlich zu. Gleichzeitig sank das durchschnittliche Alter beim Rauchbeginn. Die Studie basiert auf Daten von 15.056 Menschen aus der österreichischen LEAD-Studie des Ludwig Boltzmann Instituts für Lungengesundheit, unterstützt durch den Wiener Gesundheitsverbund und die Sigmund Freud Medizinische PrivatUniversität Wien.

Young Scientist Award für Forschung zur Lungenentwicklung

Besonders ausgezeichnet wurde auch die Lungenfachärztin MarieTherese Grasl vom Standort Penzing der Klinik Ottakring. Für ihre Arbeit zur Erforschung von Lungenfunktionsentwicklung bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen erhielt sie den Young Scientist Award der ERS. Die Analyse von Daten der österreichischen LEAD-Studie zeigt, dass sich eine eingeschränkte Lungenfunktion während des Heranwachsens im Verlauf auch wieder verbessern kann. Erhaltene Lungenvolumina, Asthmakontrolle und Rauchvermeidung spielen dabei eine wichtige Rolle.

Best Abstract Award für Forschung aus der Klinik Floridsdorf

Arschang Valipour, Vorstand der Lungenabteilung der Klinik Floridsdorf und Leiter des Karl-Landsteiner-Instituts für Lungenforschung und pneumologische Onkologie, wurde ebenso ausgezeichnet. Die Arbeit „Airway Scaffolds for Emphysema-Related Hyperinflation: 12-Month Outcomes“ erhielt den Best Abstract Award. Untersucht wurde ein neuer bronchologischer Therapieansatz für Menschen mit schwerem Lungenemphysem. Die Ergebnisse zeigen auch nach zwölf Monaten Verbesserungen bei Lungenvolumen, Lungenfunktion, Beschwerden, Lebensqualität und körperlicher Belastbarkeit.


Quelle: Stadt Wien



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien:
Redaktion Salzburg

Redaktion Tennengau

Weitere Artikel von Redaktion Salzburg