Bad Gastein: Einsatz Bergrettung - Vermisster Urlauber am Sonntag tot im Ortsgebiet aufgefunden
Bei einer Suchaktion nach einem vermissten Urlauber am Sonntag in Bad Gastein wurde der Mann von Bergrettungskräften der Ortsstelle Bad Gastein tot aufgefunden und geborgen. Der 57-jährige Tourist aus Dänemark wurde am Samstagabend um 22 Uhr das letzte Mal gesehen, schildert Ortsstellenleiter Roland Pfund.
Die Bergrettung wurde am Sonntag um zirka 12.15 Uhr alarmiert, nachdem der Vermisste bereits von Freunden und der Polizei mit Unterstützung des Polizeihubschraubers Libelle gesucht worden war.
20 Bergrettungskräfte suchten nach dem Vermissten. Der Däne wurde gegen 14 Uhr am Rande des Bachbettes der Gasteiner Arche vor den ersten Steilstufen des oberen Wasserfalls im Ortsgebiet leblos im Schnee liegend von Bergrettern aufgefunden. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Er dürfte erfroren sein.
Stellungnahme des Bezirksleiters Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser, zum einsatzreichen Sonntag:
„Dieser Sonntag war für die Bergrettung im Pongau einer der einsatzreichsten Tage dieser Wintersaison. Insgesamt wurden wir zu sieben Alarmierungen gerufen – darunter Lawinenabgänge, verletzte Variantenfahrer, festgesessene Personen im alpinen Gelände sowie eine umfangreiche Suchaktion mit tragischem, tödlichem Ausgang. Bei dieser Suchaktion handelte es sich ausdrücklich nicht um einen Wintersportler, sondern um einen Vorfall im Ortsgebiet, das aufgrund seiner Beschaffenheit dennoch alpines Gelände darstellt. Die Vielzahl und Unterschiedlichkeit der Einsätze zeigt, wie rasch sich Situationen zuspitzen können und wie entscheidend eine sorgfältige Tourenplanung sowie eine realistische Einschätzung der aktuellen Bedingungen und der eigenen Fähigkeiten sind.“
Nachtrag der Polizei:
Am Vormittag des 11. Jänner wurde im Bereich Bad Gastein nach einer Abgängigkeitsanzeige eines 55-jährigen dänischen Staatsbürgers eine großangelegte Fahndungsmaßnahme eingeleitet. Gegen 13:45 Uhr konnten die Einsatzkräfte der Bergrettung am Ufer der Gasteiner Ache den Vermissten leblos auffinden. Aufgrund der vorgefundenen Spurenlage ist davon auszugehen, dass der Mann zuvor einen Steig entlang der Ache begangen hatte und dabei in das Bachbett abrutschte. Es wird eine gerichtsmedizinische Obduktion durchgeführt.
Quelle: Vera Reiter Ehrenamtliche Pressereferentin Bergrettung Salzburg
