Salzburg: Doppelbudget - Salzburg hält Klimaticket-Preis stabil und investiert in sichere Infrastruktur
Foto: Land Salzburg/Neumayr/Laux
Günstigste regionale Klimaticket Österreichs / Öffentlicher Verkehr wird weiter ausgebaut / 36 Millionen Euro für Sanierung von Straßen
(LK) Trotz der angespannten finanziellen Rahmenbedingungen setzt das Land Salzburg im Doppelbudget 2027/2028 zwei klare Schwerpunkte im Verkehrsbereich: Einerseits werden die Salzburgerinnen und Salzburger durch stabile Preise beim Klimaticket weiterhin entlastet. Andererseits investiert das Land gezielt in die Sicherheit, den Erhalt und die Modernisierung seiner Verkehrsinfrastruktur.
Damit werden wichtige Projekte im ganzen Bundesland fortgesetzt und neue Vorhaben auf den Weg gebracht. „Auch wenn die finanziellen Spielräume enger werden, haben wir klare Prioritäten gesetzt: Wir wollen die Salzburgerinnen und Salzburger weiterhin entlasten und gleichzeitig dafür sorgen, dass unsere Verkehrsinfrastruktur sicher und leistungsfähig bleibt. Das bedeutet, bestehende Angebote abzusichern und dort zu investieren, wo es für die Zukunft unseres Landes notwendig ist“, betont Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll.
Öffentlicher Verkehr wird weiter ausgebaut
Das Klimaticket Salzburg bleibt auch 2027 mit einem Jahrespreis von 399 Euro das günstigste regionale Klimaticket Österreichs. Für junge Menschen unter 26 Jahren, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderung bleibt der Preis bei 299 Euro. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es wichtig, die Menschen nicht zusätzlich zu belasten. Deshalb haben wir uns bewusst dafür entschieden, den Preis für das Klimaticket stabil zu halten. Für 399 Euro kann man weiterhin ein ganzes Jahr lang mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch Salzburg fahren. Das ist ein starkes Angebot und eine konkrete Entlastung für die Salzburgerinnen und Salzburger“, so Schnöll.
Plus bei Bus und Bahn
Gleichzeitig wird das öffentliche Verkehrsangebot trotz des notwendigen Sparkurses weiter ausgebaut. Im Jahr 2027 werden insgesamt rund 23 Millionen Buskilometer und 6,28 Millionen Zugkilometer bestellt. Gegenüber 2026 entspricht das einem Plus von rund 850.000 Buskilometern und 140.000 bestellten Zugkilometern.
S-Bike: Mehr als 100.000 Fahrten
Auch das Salzburger Fahrradverleihsystem S-Bike bleibt ein wichtiger Bestandteil des Mobilitätsangebots. Klimaticketbesitzer können die ersten 30 Minuten jeder Fahrt weiterhin kostenlos nutzen. Die bisherigen Zahlen unterstreichen die Nachfrage: Mehr als 100.000 Fahrten und rund 363.000 zurückgelegte Kilometer wurden bereits verzeichnet. Rund 60 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer besitzen ein Klimaticket. „Wir halten den öffentlichen Verkehr nicht nur leistbar, sondern entwickeln das Angebot auch weiter. Unser Ziel bleibt, dass die Menschen in Salzburg eine attraktive Alternative zum eigenen Auto haben – vom Bus über die Bahn bis hin zum S-Bike für die letzten Kilometer“, erklärt Schnöll.
Investitionen in Straßen, Brücken, Tunnel
Ein zweiter Schwerpunkt des Doppelbudgets liegt auf der Sicherheit und dem Erhalt der Verkehrsinfrastruktur. Trotz der angespannten Budgetlage werden zentrale Bauvorhaben fortgesetzt und wichtige Investitionen in allen Regionen des Landes ermöglicht. „Bei der Sicherheit unserer Infrastruktur dürfen wir keine Abstriche machen. Straßen, Brücken und Tunnel müssen auch in Zukunft zuverlässig funktionieren. Deshalb investieren wir gezielt in die Erhaltung und Modernisierung unserer Verkehrswege. Das sind Investitionen in die Sicherheit der Menschen, aber auch in die Lebensqualität und den Wirtschaftsstandort Salzburg“, betont Schnöll.
Straßensanierungsoffensive wird wieder aufgenommen
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sanierung der Landesstraßen. Die Straßensanierungsoffensive wird wieder aufgenommen, um notwendige Erhaltungsmaßnahmen umzusetzen und die Verkehrsinfrastruktur insbesondere in den Gemeinden langfristig abzusichern. „Wir haben für nächstes Jahr 36 Millionen für die Sanierung der Straßen im Budget bereitgestellt und können daher den Straßenzustand dauerhaft verbessern“, so Schnöll.
Flucht- und Rettungsstollen Schmitten wird fortgesetzt
Ein wichtiges Sicherheitsprojekt ist die Weiterführung des Flucht- und Rettungsstollens Schmitten im Abschnitt Mitte-Süd. Der eigentliche Baubeginn ist für Juni 2027 vorgesehen. Bereits im Frühjahr, nach Ostern, sollen erste bauliche Vorleistungen im Portalbereich erfolgen. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen zur Verkehrsführung, Anrampungen und Kanalverlegungen.
Karolinenbrücke: Planungen werden vorangetrieben
Auch die Planungen für die Karolinenbrücke werden konsequent weitergeführt. Der Konstruktions- und Gestaltungswettbewerb soll bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Anschließend folgen die Einreich-, Ausschreibungs- und Ausführungsplanung. Der Baubeginn ist derzeit für 2029 vorgesehen.
Investitionen in die Schiene
Neben der Straßeninfrastruktur bleibt auch der Ausbau des Schienenverkehrs ein zentraler Investitionsschwerpunkt. Dazu zählen insbesondere:
- Salzburger Lokalbahn: Fortführung des laufenden Bauprogramms und weitere Modernisierung der Infrastruktur.
- Pinzgauer Lokalbahn: Fortsetzung des Wiederaufbaus und der Elektrifizierung sowie Start des Beschaffungsprozesses für neue Fahrzeuge. Neu im Budget ist auch eine neue Werkstätte für die Pinzgauer Lokalbahn.
- TramTrain: Die ersten neuen Fahrzeuge kommen noch 2026. Parallel wird die Errichtung der erforderlichen Werkstätte vorangetrieben.
- ÖBB-Infrastruktur: Fortführung wichtiger Investitionen gemeinsam mit den ÖBB und den Gemeinden, darunter die Erneuerung des Bahnhofs Straßwalchen.
„Wir investieren sowohl in den Erhalt unserer bestehenden Infrastruktur als auch in moderne Mobilitätsangebote für die Zukunft. Ob Landesstraßen, Brücken, die Salzburger Lokalbahn oder die Pinzgauer Lokalbahn: Entscheidend ist, dass wir auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen die notwendigen Projekte weiterführen und damit langfristig Perspektiven schaffen“, so Schnöll abschließend.
Das Doppelbudget setzt damit zwei klare verkehrspolitische Schwerpunkte: leistbare Mobilität für die Bevölkerung und gezielte Investitionen in eine sichere, moderne und leistungsfähige Infrastruktur im ganzen Land.
Quelle: Land Salzburg
