Salzburg: Das Land hat die Zukunft der Pflege im Blick

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v.l.: Dominik Engel (Rektor Fachhochschule Puch), Landesrat Wolfgang Fürweger, Landesrätin Daniela Gutschi, Nina Leiber (Vorsitzende der ARGE Gesundheitsnetzwerk) und Karl Schwaiger (Pflegebeauftragter Land Salzburg). Puch/Urstein
Foto: ARGE Gesundheitsnetzwerk / Franz Neumayr
13 Mai 10:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Fachtagung an der FH Salzburg / Plattform Pflege III bringt Ergebnisse / Bessere Rahmenbedingungen fürs Berufsfeld / Versorgung wird langfristig gesichert

(LK) Aktive und künftige Pflegekräfte informieren und vernetzen sich heute am Tag der Pflege bei der Pflegefachtagung an der Fachhochschule Salzburg in Puch/Urstein. Anlässlich der Veranstaltung macht das Land Salzburg deutlich, dass es einen klaren Kurs und klare Ziele für die Zukunft hat. Eine verlässliche Versorgung steht dabei im Mittelpunkt.

Landesrätin Daniela Gutschi und Landesrat Wolfgang Fürweger eröffneten heute die Pflegefachtagung an der FH Salzburg. Mit im Bild: Dominik Engel (Rektor FH Salzburg), Nina Leiber (Vorsitzende der ARGE Gesundheitsnetzwerk) und Karl Schwaiger (Pflegebeauftragter Land Salzburg).

Das derzeit größte und schlagkräftigste Werkzeug für die Zukunft der Pflege ist wohl die Plattform Pflege III. 165 Personen aus 42 Institutionen wirken dort aktiv mit und leisten tausende Stunden an Arbeit. Erste Maßnahmen und Vorschläge für den Bereich der gesamten Pflege im Land Salzburg wurden bereits erarbeitet – derzeit erfolgt die Detailausarbeitung der vorgeschlagenen Maßnahmen sowie die finanzielle Bewertung und Kostenabschätzung.

Gutschi: „Pflegeberufe haben Zukunft.“

Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und beruflichen Perspektiven in der Pflege stehen für Landesrätin Daniela Gutschi im Vordergrund. „Pflege ist ein Beruf mit Zukunft. Wir wollen sicherstellen, dass das auch spürbar ist. Gute Arbeitsbedingungen, klare Entwicklungswege und echte Perspektiven im Beruf sind keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis gezielter politischer Arbeit. Salzburg ist bei der Pflegeausbildung vorbildlich aufgestellt, von der Pflegefachassistenz bis zum Studium an der Fachhochschule. Auf diesem Fundament bauen wir auf. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen der Plattform Pflege III geben uns jetzt eine belastbare Grundlage für die nächsten politischen Schritte. Wer in der Pflege arbeitet, verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch ein System, das ihn trägt. Davon bin ich überzeugt.“

Fürweger: „Konkreter Plan mit fünf Säulen.“

„Der Politik wird immer wieder vorgeworfen, sie habe keinen Plan für die Pflege. Wir haben einen Plan, der nicht eindimensional ist, sondern auf fünf tragenden Säulen beruht: stationäre Pflege, teilstationäre Angebote, Übergangspflege, mobile Dienste und pflegende Angehörige. Jede dieser Säulen muss stark genug sein, um ihren Beitrag zu leisten. Und keine darf dauerhaft überlastet werden“, betont Landesrat Fürweger.

Ausgewogener Mix an Angeboten

Salzburg braucht einen ausgewogenen Pflegemix, der unterschiedliche Lebenssituationen berücksichtigt, so der Soziallandesrat. „Die Pflege der Zukunft kann nicht durch zusätzliche Seniorenwohnhausplätze gelöst werden. Wer zu Hause gepflegt werden kann und will, soll bestmöglich unterstützt werden. Wer Tagesstruktur benötigt, soll wohnortnahe Angebote vorfinden. Wer nach einem Krankenhausaufenthalt noch nicht nach Hause kann, braucht funktionierende Übergangspflege. Und wer dauerhaft umfassende Betreuung benötigt, muss sich auf hochwertige stationäre Pflege verlassen können.“

Bündel an Maßnahmen ist auf dem Weg

Das Land Salzburg arbeitet mit einem Bündel an Maßnahmen an der Zukunft der Pflege. Mit dem Bedarfsplan Pflege 2035, der Plattform Pflege III, dem Ausbau von Tageszentren, der Weiterentwicklung der mobilen Dienste, der Stärkung der Pflegeberatung und der gezielten Unterstützung pflegender Angehöriger verfolgt Salzburg ein Ziel: Eine Pflegeversorgung, die regional, leistbar, qualitätsvoll und langfristig tragfähig bleibt.


Quelle: Land Salzburg



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