Fürstenfeld: Brandstifter vom Bauernhof ausgeforscht - Jugendlichen war langweilig
Mittwochnachmittag, 2. September 2026, kam es zu einem Großbrand in einem landwirtschaftlichen Betrieb. Umfangreiche Ermittlungen führten zu einem 15-Jährigen, der im Verdacht steht, den Brand gelegt zu haben.
Am 2. September 2026 gegen 13:45 Uhr gerieten zwei landwirtschaftliche Gebäude im Stadtteil Übersbach in Brand. Trotz des sofortigen Löscheinsatzes der Feuerwehren Übersbach, Fürstenfeld, Söchau, Stein, Altenmarkt, Bierbaum, Großwilfersdorf, Ilz und Fehring mit rund 100 Einsatzkräften wurden beide Gebäude sowie mehrere landwirtschaftliche Geräte vollständig zerstört. Ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus und einen nahegelegenen Wald konnte verhindert werden.
Das Landeskriminalamt Steiermark führte gemeinsam mit Kriminalbeamten der Polizeiinspektion Fürstenfeld und einem Sachverständigen der Landesstelle für Brandverhütung die Brandursachenermittlungen durch. Im Zuge der akribischen Ermittlungen konnten zahlreiche Spuren und Beweismittel gesichert werden, die auf eine vorsätzliche Brandstiftung hindeuteten.
15-jähriger Tatverdächtiger
Umfangreiche Ermittlungen führten die Polizei schließlich zu einem 15-jährigen Schüler aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Im Rahmen seiner Einvernahme zeigte sich der Jugendliche geständig. Dabei gab er zudem vier weitere Brandlegungen im August 2026 zu. Diese sollen sich im Wald beziehungsweise im Bereich von Holzstapeln ereignet haben. Als Motiv gab der Jugendliche Langeweile an.
Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wurde der 15-Jährige auf freiem Fuß angezeigt.
Durch die insgesamt fünf Brandlegungen wurden weder Menschen noch Tiere verletzt. Die Höhe des entstandenen Gesamtschadens steht derzeit noch nicht fest, dürfte jedoch mehrere hunderttausend Euro betragen.
Quelle: LPD Steiermark
