Salzburg: Biberpopulation in Salzburg wächst kontinuierlich

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die Biberbeauftragte des Landes, Gundi Habenicht, Landeshaupfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek und Robert Lindner (Direktor Haus der Natur)
Foto: Land Salzburg/Büro Svazek
05 Feb 05:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Neue Studie liegt vor / Auswahl an „freien“ Revieren wird enger

(LK) Laut der aktuellen Biberstudie wächst die Biberpopulation in Salzburg kontinuierlich weiter. Es gibt mittlerweile 115 Reviere im Bundesland, die laut Hochrechnung von insgesamt 436 Bibern bewohnt werden. Die tatsächliche Zahl liegt vermutlich bei 450 bis 500 Tieren.

Landeshaupfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek mit der Biberbeauftragten des Landes, Gundi Habenicht, und Robert Lindner (Direktor Haus der Natur)

Insgesamt zeigt sich laut Studie eine gleichmäßige, lineare Zunahme der Population, ohne abrupte Veränderungen oder sprunghafte Entwicklungen. Während der Biber im Flachgau, im Salzburger Stadtgebiet, südlich der Stadt bis Hallein sowie im Saalfeldener Becken inzwischen weit verbreitet ist, steht die Ausbreitung im Pinzgau, Pongau und Lungau noch am Anfang. Seit der letzten Erhebung kamen landesweit acht neue Reviere hinzu, was einem Zuwachs von durchschnittlich vier Revieren pro Jahr entspricht. Gleichzeitig wird die Auswahl an noch „freien“ Revieren zunehmend enger.

Svazek: „Fundierte Grundlage für Bibermanagement.“

Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek informiert: „Die Rückkehr des Bibers stellt uns vor Herausforderungen, die gemeistert werden müssen. Als ich das zuständige Ressort 2023 übernahm, war mir klar, dass es hier Lösungsansätze braucht. Jetzt mit der aktuellen wiederkehrenden Biberstudie sehe ich meinen Weg mit der Maßnahmengebietsverordnung für den Biber als bestätigt an.“

Verordnung regelt Umgang mit Tieren

Der rechtliche Rahmen für den Umgang mit dem Biber ist in der Maßnahmengebietsverordnung des Landes Salzburg vom September 2025 geregelt. Diese sieht unter anderem die Möglichkeit der Dammentfernung vor, erlaubt die Entfernung burgensichernder Dämme mit behördlicher Genehmigung und begrenzt die Entnahme auf maximal 15 Biber pro Jahr. „Diese Verordnung ist ein zentraler Baustein für ein funktionierendes und wirksames Wildtiermanagement. Im Jahr 2026 wurde bislang kein Biber erlegt. Zwischen April und Dezember 2025 wurden sieben Biber entnommen, überwiegend im Flachgau. Zusätzlich wurden sieben Tiere als Fallwild gemeldet.“, so Svazek.

Lebensraumkonflikt mit heimischer Fischart

Konflikte kann es nicht nur mit der Land- und Forstwirtschaft geben, sondern auch in Bezug auf andere Tierarten. Marlene Svazek: „Der Biber verhindert durch seine Aktivitäten die Laichwanderung der streng geschützten Äsche. Dieser Lebensraumkonflikt zwischen Äsche und Biber trägt sich derzeit vor allem im Oberpinzgau zu, wo unsere Fachleute die Situation genau prüfen. Zusätzlich bewerten wir mögliche Problemzonen im gesamten Bundesland – insbesondere in den inneralpinen Regionen, in denen der Biber noch nicht alle potenziellen Reviere besetzt hat. Konkrete Gebiete zu nennen, die unter Umständen in eine geplante Neuauflage der Verordnung kommen, wäre jedoch verfrüht. Wildtiermanagement ist immer adaptiv, daher setzen wir bewusst auf eine Verordnung, die es ermöglicht, laufend und flexibel auf neue Entwicklungen zu reagieren.“


Quelle: Land Salzburg



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