Salzburg: Aktuelle Einblicke in das neue Landesdienstleistungszentrum
Bau liegt im Zeitplan / Zentrales, modernes und gut erreichbares Bürgerservice ab Jänner 2027 / Rund 1.400 Arbeitsplätze
(LK) Noch ein paar Monate und eine neue Ära der Landesverwaltung beginnt. Schon im November 2026 wird das neue Landesdienstleistungszentrum (LDZ) an das Land Salzburg übergeben, im Dezember und Jänner erfolgt der Umzug ins neue Gebäude. Bald darauf steht der große Bürgerservicebereich mit dem umfangreichen Beratungsangebot für die Bevölkerung zur Verfügung. Am Freitag gab es sowohl für die Medien als auch für Mitarbeitende aktuelle Einblicke in die Baustelle.
Rund 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes werden Österreichs modernstes Verwaltungsgebäude ab Ende 2026 und Anfang 2027 mit Leben füllen. Die Landesverwaltung bekommt eine neue, gemeinsame Heimat. Aus 25 verstreuten Standorten, die sich bisher in der Stadt Salzburg und in Wals-Siezenheim befinden, wird einer – das gab es in dieser Form noch nie. „Ein sehr großer Vorteil für die Bevölkerung und für die Kolleginnen und Kollegen im Landesdienst“, ist sich auch der neue Landesamtsdirektor Franz Moser sicher und spricht von einem Vorzeigeprojekt.
Moser: „Einzigartige, große Chance.“
Der neue Landesamtsdirektor Franz Moser bringt die Vorteile des neuen LDZ auf den Punkt: „Das moderne Landesdienstleistungszentrum am zentralen Standort, an dem mehr als 20 Dienststellen zusammengeführt werden und in das im nächsten Jahr eine große Anzahl an Kolleginnen und Kollegen siedeln werden, hebt unsere Verwaltung auf eine andere, moderne Ebene. Dies gilt sowohl für unsere interne Zusammenarbeit als auch für die externe Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern in einem modernen Arbeitsumfeld – eine einzigartige, große Chance.“
Geballtes Bürgerservice, effizientere Zusammenarbeit
Historisch gewachsen war die Landesverwaltung bisher auf zahlreiche Standorte in der Stadt Salzburg aufgeteilt – so auch die Serviceleistungen. Bis das LDZ bezugsfertig ist, befinden sich Ausweichquartiere sogar außerhalb der Landeshauptstadt in Wals-Siezenheim. Das ist mit Anfang 2027 vorbei. Die umfangreichen Serviceleistungen des Landes wie zum Beispiel Wohnberatung, Pflegeberatung, Elternberatung und Psychosozialer Dienst werden alle im LDZ mit moderner Infrastruktur der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Dazu kommt die sehr gute Erreichbarkeit durch die Nähe zum Hauptbahnhof und die Effizienz der Verwaltung durch enge Zusammenarbeit, wenn fast alle Landesmitarbeiterinnen und -mitarbeiter unter einem Dach Synergien nutzen.
Vorzeigeprojekt mit Vorbildcharakter
Das neue LDZ liegt derzeit voll sowohl im Zeit- als auch im Kostenplan. „Das ist in diesen Zeiten alles andere als selbstverständlich und liegt sicher an der langen und professionellen Planung wie auch Umsetzung. Ich spreche ganz bewusst von einem Vorzeigeprojekt, das bisher wie am Schnürchen klappt. Und diese Vorgehensweise werden wir auch beibehalten. 2026 und auch 2027 werden sehr arbeitsreiche Jahre – und zwar für alle Beteiligten. Ich bin aber zuversichtlich, dass der Start in die neue Ära der Landesverwaltung gelingt“, versichert Landesamtsdirektor Franz Moser.
Kerschbaum: „Wirtschaftlich klar die beste Lösung.“
„Das LDZ ist wirtschaftlich die beste Lösung, so klar kann ich das sagen. Es wurden vor der Bauentscheidung viele Varianten eingehend von Experten geprüft. Die beiden Standorte in der Michael-Pacher-Straße und am Bahnhof wären im Fall einer Weiternutzung als Büroflächen entweder generalsanierungsbedürftig oder in dieser Form gar nicht mehr sinnvoll sanierbar gewesen. Berechnungen haben ergeben, dass eine Sanierung der beiden Objekte insgesamt jedenfalls rund 200 Millionen Euro (Preisbasis 2025) gekostet hätte. Dennoch hätten bei weitem der hohe Standard, die Vorteile und die Funktionalität des neuen Hauses nicht erreicht werden können. Dazu kommen rund 2,2 Millionen Euro pro Jahr für die Miete der Ausweichquartiere und jener Büroflächen, die derzeit extern angemietet werden müssen und mit der Eröffnung des LDZ wegfallen. Zum Vergleich: Die Baukosten des LDZ betragen etwas mehr als 200 Millionen Euro, die Gesamtkosten mit Umzug, Ausweichquartieren und so weiter rund 340 Millionen Euro brutto. Kurz gesagt: Die Vorteile durch den Neubau des LDZ an diesem zentralen Standort überwiegen ganz klar“, so Projektleiter Thomas Kerschbaum.
Flieher: „Vorteile liegen auf der Hand.“
Dem stimmt Projektleiterin Mia Flieher zu und sieht noch weitaus mehr Vorteile des Neubaus. „In einem kooperativen Verfahren zur Standortsuche mit der Stadt hat sich klar bestätigt, dass es die beste Lösung ist, den Standort des alten Bürgerzentrums neu zu entwickeln. Von der Bahnhofsnähe und der ausgezeichneten öffentlichen Anbindung profitiert die Bevölkerung genauso wie die Kolleginnen und Kollegen im Landesdienst. Wir konnten Nachbargrundstücke ankaufen und so an einem Ort nachverdichten, der bereits bebaut war. Bauen auf der grünen Wiese kam nicht in Frage. Das Siegerprojekt der Architekten Burtscher Durig reagiert auf die bestehende Umgebung und schafft mit dem Neubau neue Räume sowie neue Qualitäten im Bahnhofsviertel und für die Bevölkerung. Das Ergebnis ist Beweis dafür, dass der offene Architektenwettbewerb ein probates Mittel für gute Baukultur ist. Das Gebäude wird klimaaktiv zertifiziert und mittels intensiver Nutzung erneuerbarer Energien ein Vorzeigeprojekt. Auch hier möchten wir als öffentlicher Bauherr und Auftraggeber Vorbild sein“, betont Mia Flieher.
Weitaus mehr als „nur“ Büros
Der Baustellenrundgang am Freitag zeigte klar, dass das neue Landesdienstleistungszentrum weitaus mehr als Büros bietet. „Die Dimension des großen Bürgerservicebereiches und der modernen Beratungsangebote wird ja erst jetzt richtig sichtbar. Das Erdgeschoß, der erste und der zweite Stock stehen den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Dass in diesem Haus die Verwaltung und die Bevölkerung näher zusammenrücken und sich auf Augenhöhe begegnen, war eines der wichtigsten Ziele. Und das wird eindrucksvoll erreicht“, so Mia Flieher und Thoma Kerschbaum.
Landesmitarbeiter gestalteten mit
Das neue Landesdienstleistungszentrum wird für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes keine „Überraschung“, da sie intensiv in die Gestaltung der Arbeitswelten miteinbezogen wurden. Dennoch bedeutet der Umzug Ende 2026 und Anfang 2027 eine Veränderung in einer neuen Umgebung. In Dutzenden Workshops und sogar mit einem „Test“ in einer ähnlichen Büroumgebung mit Feedbackmöglichkeit haben die Mitarbeitenden sowie die Führungskräfte im wahrsten Sinne des Wortes mitgeredet, auch was die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden betrifft. So wurde aus dem LDZ ein richtiges Gemeinschaftsprojekt, auf das sich bereits viele freuen.
Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260130_70 (mel/grs)
Quelle: Land Salzburg
