Salzburg: 32 Schulen bilden zum Lebensretter aus

Slide background
Salzburg

29 Mär 17:00 2023 von Redaktion Salzburg Print This Article

Initiative „Kids save Lives“ / Richtiges Verhalten bei Herz-Kreislaufstillstand

(LK) Stoppt bei einem Menschen das Herz, dann zählt jede Minute. An mittlerweile 32 Schulen in allen Bezirken des Landes wird anschaulich vermittelt, wie im Notfall rasch und richtig zu reagieren ist. Heute erhalten Vertreterinnen und Vertretern dieser Bildungseinrichtungen offiziell die „Kids save Lives“-Plakette.

Nach dem Start von „Kids Save Lives“ mit elf Pilotschulen im Jahr 2021 wird in mittlerweile 32 Schulen des Landes gelehrt und praktisch vorgeführt, wie im Notfall richtig reagiert wird. Jeweils neun Schulen aus der Stadt Salzburg und dem Flachgau, sieben aus dem Pinzgau, vier aus dem Tennengau, zwei aus dem Pongau und eine aus dem Lungau erhalten heute am Abend im Kuenburg Saal in der neuen Residenz dafür die „Kids save Lives“-Plakette.

Gutschi: „Lebensrettendes Wissen.“

„In diesen Schulen lernt man im wahrsten Sinne des Wortes für das Leben, nämlich wie man bei einem Herz-Kreislaufstillstand Hilfe holt, die richtigen Notrufnummer wählt und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Wiederbelebungsmaßnahmen durchführt“, so Bildungslandesrätin Daniela Gutschi und fügt hinzu: „Das Interesse ist ungebrochen und langfristig ist es unser Ziel, dass alle Schulen des Landes teilnehmen.“

Engagierte Notärzte

Die Initiative „Kids saves Lives“ wurde in Salzburg durch Dr. Wolfgang Fleischmann, leitender Notarzt im Bundesland, und Dr. Bernhard Schnöll, ebenfalls Notarzt beim Roten Kreuz und am Uniklinikum Salzburg, ins Leben gerufen, das Jugendrotkreuz unterstützt organisatorisch. Teilnehmende Schulen bekommen zur Veranschaulichung der lebensrettenden Maßnahmen zehn Übungspuppen und einen Laiendefibrillator.

Schnöll: „Hilfe als Kulturfertigkeit.“

Die beiden Notärzte geben das medizinische Knowhow weiter, indem sie Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen von Workshops schulen, damit diese wiederum mit dem erlangten Wissen die Kinder unterrichten können. „Es geht vor allem darum, zu erkennen, wenn es jemandem nicht gut geht, zu überprüfen, ob eine Person noch einen Puls hat und die Technik der Herzdruckmassage anwenden zu können. Letztere soll, vor allem wenn man sie früh genug lernt, eine ‚Kulturfertigkeit‘ werden und selbstverständlich wie Lesen oder Radfahren“, so Dr. Bernhard Schnöll.

Jede Minute zählt

Der Rettungsdienst kommt laut Informationen des Österreichischen Rats für Wiederbelebung im Durchschnitt zwar bereits nach acht bis elf Minuten, das Gehirn kann bei einem Herz-Kreislaufstillstand jedoch schon nach drei bis fünf Minuten irreparable Schäden erleiden. In mehr als 60 Prozent wird ein solcher Notfall von Laien beobachtet. Wenn diese sofort mit der Herzdruckmassage beginnen, verdreifacht sich die Überlebensrate.

Aufmesser: „Einfache Handlungen retten Leben.“

„Unser Ziel ist, dass jeder und jede rasche Hilfe bei einem Notfall leisten kann. Mit diesem Projekt lernen bereits die Schülerinnen und Schüler, dass sie mit einfachen Handlungen Leben retten können“, betont Rotkreuz-Präsident Dr. Werner Aufmesser anlässlich der Übergabe der „Kids save Lives“-Plaketten heute am Abend.

Unterstützung des Landes

In den ersten beiden Jahren seit dem Start der Initiative hat das Land „Kids save Lives“ mit 22.000 Euro unterstützt. Heuer wurde zusätzlich bereits eine erste Tranche von 10.000 Euro ausgezahlt, je nach Zahl der teilnehmenden Schulen kann sich diese Summe noch erhöhen.


Quelle: Land Salzburg



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien:
Redaktion Salzburg

Redaktion Tennengau

Weitere Artikel von Redaktion Salzburg