Niederösterreich: „Wollweiber“-Initiative findet feierlichen Abschluss
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LH Mikl-Leitner: „Starkes Zeichen für Mitgefühl, Zusammenhalt und Hoffnung“
Eine außergewöhnliche Geschichte findet rund um die Weihnachtszeit ihren offiziellen Abschluss: Die Initiative „Wollweiber“, gegründet von der Böheimkirchner Unternehmerin Monika Nemetz-Roither, wurde bei Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Landhaus gewürdigt. Als sichtbares Zeichen der gelebten Solidarität überreichte Nemetz-Roither der Landeshauptfrau einen roten Häkelteppich mit beeindruckenden 20 Metern Länge und zwei Metern Breite, der künftig für eine Benefizaktion eingesetzt wird.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeigt sich tief beeindruckt: „Diese Initiative ist ein starkes Zeichen dafür, was entsteht, wenn Menschen Herz, Zeit und Können miteinander verbinden. Jedes einzelne Fleckerl steht für Mitgefühl, Zusammenhalt und Hoffnung und gemeinsam sind daraus Decken geworden, die weit mehr wärmen als nur den Körper. Die ‚Wollweiber‘ sind ein wunderbares Beispiel für gelebte Nächstenliebe und eine Weihnachtsgeschichte im besten Sinn.“
Entstanden ist die Initiative während der Corona-Pandemie im Jahr 2020. Monika Nemetz-Roither, selbst Unternehmerin im Fleischhandel, in der Gastronomie und Hotellerie mit rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, rief damals zum gemeinsamen Häkeln auf. Die einfache Vorgabe: 14 x 14 Zentimeter große Fleckerl, gehäkelt oder gestrickt, jedes ein Unikat. Aus diesen bunten Einzelstücken wurden Decken, Schals und andere wärmende Textilien gefertigt.
Der Zuspruch war überwältigend: Rund 1.500 Menschen aus ganz Österreich beteiligten sich an der Initiative, insgesamt wurden weit über 400.000 Fleckerl gehäkelt. Die fertigen Werke gingen an Einzelpersonen ebenso wie an Pflegeheime und Behinderteneinrichtungen – und spendeten von 2020 bis Ende 2024 Wärme, Geborgenheit und ein Stück Menschlichkeit. Was in Böheimkirchen begann, entwickelte sich rasch zu einer bundesweiten Bewegung, getragen von ehrenamtlichem Engagement und großem organisatorischem Einsatz.
Der rote Häkelteppich, der nun im Landhaus übergeben wurde, symbolisiert die Gesamtheit dieses Engagements – und zugleich den nachhaltigen Charakter der Initiative. Denn auch über den offiziellen Abschluss hinaus werden 2025 und in den kommenden Jahren weitere Einzelprojekte und Aktionen folgen. „Gerade in herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie viel Kraft in Gemeinschaft steckt. Die ‚Wollweiber‘ haben ganz Österreich Masche für Masche miteinander verbunden. Dafür sage ich von Herzen Danke“, so Mikl-Leitner abschließend.
Quelle: Land Niederösterreich
