Vorarlberg: „Start ins neue Schul- und Betreuungsjahr miteinander sicher gestalten“

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schul_elem_gipf1.jpg::Nach Schul- und Elementarpädagogik-Gipfel im Landhaus: Zusammen mit Bildungsdirektorin Evelyn Marte-Stefani informierten Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher über die wichtigsten Ergebnisse
Foto: VLK/Frederick Sams, Donnerstag, 26. August 2021
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schul_elem_gipf2.jpg::Es will niemand im Land mehr längerfristige ‚Distance Learning‘-Phasen, längerfristigen Schichtbetrieb“, hielt Bildungsreferentin Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink mit Blick auf die Besprechungen mit den Systempartnern fest.
Foto: VLK/Frederick Sams, Donnerstag, 26. August 2021
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schul_elem_gipf3.jpg::Schutzimpfungen können aus Sicht von Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher entscheidend beitragen, den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten.
Foto: VLK/Frederick Sams, Donnerstag, 26. August 2021
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schul_elem_gipf4.jpg::Hinter sämtlichen Maßnahmen stehe das Ziel, durchgehend einen Präsenzunterricht aufrechterhalten zu können, ergänzte Bildungsdirektorin Evelyn Marte-Stefani.
Foto: VLK/Frederick Sams, Donnerstag, 26. August 2021
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schul_elem_gipf5.jpg::Nach Schul- und Elementarpädagogik-Gipfel im Landhaus: Zusammen mit Bildungsdirektorin Evelyn Marte-Stefani informierten Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher über die wichtigsten Ergebnisse
Foto: VLK/Frederick Sams, Donnerstag, 26. August 2021
27 Aug 11:00 2021 von Redaktion Salzburg Print This Article

Landesstatthalterin Schöbi-Fink und Gesundheitslandesrätin Rüscher informierten nach Schul- und Elementarpädagogik-Gipfel über wichtigste Ergebnisse

Bregenz (VLK) – Damit ein guter und vor allem sicherer Start ins bevorstehende Schul- und Betreuungsjahr 2021/22 gelingt, sind alle Partner gefordert. Das haben am Donnerstagmittag (26. August) die ressortzuständige Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher klargestellt. Zuvor hatten sie sich im Zuge eines Schul- und eines Elementarpädagogik-Gipfels mit allen Partnern aus den Bereichen Schule, Elementarpädagogik und Gesundheit ausgetauscht. Schöbi-Fink und Rüscher: „Das erklärte Ziel der Vorarlberger Landesregierung lautet, dass alle Schulen und elementarpädagogischen Einrichtungen geöffnet und in Präsenz bleiben“.

Eng abgestimmt mit allen anwesenden Vertreterinnen und Vertretern sind im Rahmen des Schul- und des Elementarpädagogik-Gipfels im Landhaus noch offene Fragen geklärt und konkrete Handlungsempfehlungen vereinbart worden. „Es will niemand im Land mehr längerfristige ‚Distance Learning‘-Phasen, längerfristigen Schichtbetrieb“, hielt die Bildungsreferentin mit Blick auf die Besprechungen mit den Systempartnern fest. „Wir wollen den Schülerinnen und Schülern einen durchgängigen Präsenzunterricht bieten. Und wir wollen den Pädagoginnen und Pädagogen ein sicheres Arbeitsumfeld bieten, damit sie sich auf das konzentrieren können, was ihre wichtigste Aufgabe ist, nämlich die Schülerinnen und Schüler zu unterrichten“, betonte Schöbi-Fink.

Sommerschule als Testfeld
Drei Tage vor Beginn der Sommerschule in Vorarlberg konnte die Landesstatthalterin zudem mitteilen, dass für jedes angemeldete Schulkind, das einen erhöhten Bedarf an Unterstützung hat, ein Platz zur Verfügung steht. Im Rahmen der Sommerschule wird es hierzulande 59 Standorte mit insgesamt rund 2.700 Kindern geben. „Hier wurde von Seiten der Bildungsdirektion und von den Lehrerinnen und Lehrern Außergewöhnliches geleistet“, würdigte Schöbi-Fink den großartigen Einsatz. Die Sommerschule werde darüber hinaus genützt, um die von Bundesseite verordnete Sicherheits- und Teststrategie in der Praxis umzusetzen.

Impf- und Testskepsis offensiv begegnen
Während einzelne Schulen eine Impfrate unter den Pädagoginnen und Pädagogen von 100 Prozent ausweisen, und die Impfquote von Lehrerinnen und Lehrern deutlich über jener im Land insgesamt liegt, wurde beim Schulgipfel auch über die kleine Gruppe von Lehrerinnen und Lehrer gesprochen, die den Schutzimpfungen und auch den Tests sehr skeptisch gegenüberstehen. Auf die Minderheit werde man zugehen und nach Lösungen suchen, versicherte die Bildungsreferentin: „Klar ist: Wir wollen niemanden im System verlieren“.

Schulbetrieb aufrechterhalten
Kommt es in Schulen zu positiven Fällen, wird die Gesundheitsbehörde aktiv. „Wir werden versuchen, sorgsam mit Absonderungen umzugehen“, sagte die zuständige Gesundheitsreferentin. Auf einen entsprechenden Erlass des Bundes werde derzeit noch gewartet.

Schutzimpfung ist wirksam
Anhand aktueller Zahlen zeigte Rüscher außerdem auf, wie wirksam Schutzimpfungen sind. In der Altersgruppe der 12 bis 17-Jährigen liege die 7-Tage-Inzidenz (pro 100.000 Einwohner:innen) bei Geimpften bei zehn, bei Ungeimpften hingegen bei 170. Wer sich impfen lassen möchte, kann sich weiterhin unter www.vorarlberg.at/vorarlbergimpft einen Impftermin sichern. Alternativ ist der Impfbus das genau richtige Zusatzangebot für alle, die spontan und ohne Voranmeldung eine Schutzimpfung bekommen möchten. „Neu rückt zudem ein mobiles Impfteam zu den Schulstandorten aus, wenn sich über zehn impfbereite Personen – Schülerinnen und Schüler, Pädagoginnen und Pädagogen – zusammenfinden“, führte Rüscher aus.

Die Impfung kann aus ihrer Sicht entscheidend beitragen, den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Alle Geimpften – Schülerinnen und Schüler ebenso wie Lehrerinnen und Lehrer – sind lediglich als Kontaktpersonen der Kategorie 2 eingestuft, wenn an einer Schule positive Fälle auftreten. „Es erfolgt keine Absonderung. Sie gehen weiterhin zur Schule, können weiterhin unterrichten und sie werden an Tag 5 und an Tag 10 zu einem PCR-Test eingeladen, aber das wars“, erklärte Rüscher.

SUPRO-Fortbildungsangebot für Lehrkräfte
Präsentiert wurde von der Gesundheitslandesrätin ein Angebot der SUPRO im Bereich psychische Gesundheit für Schülerinnen und Schüler. Konkret handelt es sich um ein Fortbildungsangebot für Lehrkräfte.

Distance Learning vermeiden
Hinter sämtlichen Maßnahmen stehe das Ziel, durchgehend einen Präsenzunterricht aufrechterhalten zu können, ergänzte Bildungsdirektorin Evelyn Marte-Stefani. Dazu wurde vom Bildungsministerium ein 4-Punkte-Plan ausgearbeitet mit den zentralen Bausteinen Testen, Impfen, Frühwarnsystem sowie Luftfilteranlagen. Anfangs sollen die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen mit einer sogenannten Sicherheitsphase begleitet werden. Darüber hinaus gibt es in weiterer Folge sogenannte Risikostufen, die konkrete Maßnahmen vorsehen.

Empfehlungen für elementarpädagogische Einrichtungen
In den elementarpädagogischen Einrichtungen hat die Erfahrung gezeigt, dass es sinnvoll ist, die Maßnahmen an den Schulen auch analog bzw. angepasst den Trägern der Einrichtungen zu empfehlen. Daher hat der Fachbereich Elementarpädagogik bereits zu Beginn der Pandemie Hygieneempfehlungen ausgearbeitet und diese immer wieder aktualisiert den elementarpädagogischen Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Dies soll auch im neuen Betreuungsjahr so sein.

Ähnlich wie in der Schule startet das neue Betreuungsjahr mit der Empfehlung des Landes, eine dreiwöchige Sicherheitsphase an den elementarpädagogischen Einrichtungen durchzuführen. Dies bedeutet, dass sich die Pädagoginnen und Pädagogen drei Mal in der Woche mittels Antigentest selbsttesten sollen, unabhängig davon, ob sie geimpft sind. Außerdem empfiehlt das Land Vorarlberg den Eltern, ihre Kinder zu Hause in den ersten drei Wochen jeweils Montag, Mittwoch und Freitag (oder zumindest vor einem Betreuungstag) mittels „Nasenbohrertest“ zu testen. Dieser ist in den Apotheken und Gemeinden sowie teilweise in den Einrichtungen abholbereit.

Nach der dreiwöchigen Sicherheitsphase gilt in den elementarpädagogischen Einrichtungen die 3G-Regel. Sollte der Bund keine wöchentliche Testung der Pädagoginnen und Pädagogen in den elementarpädagogischen Einrichtungen vorsehen, wird das Land Vorarlberg diese selbst verordnen, kündigte die Landesstatthalterin an.


Quelle: Land Vorarlberg



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