Zweifache Mutter wurde ermordet
Die Leiche der 26-jährigen St. Pöltnerin wurde in der Ybbs gefunden
WEYER. Mehrere Suchaktionen nach der seit 30. August verschwundenen zweifachen Mutter aus St. Pölten mussten erfolglos abgebrochen werden, am Mittwoch Vormittag fanden die Einsatzkräfte die 26-jährige Martina Ferstl tot in einer Wehranlage der Ybbs bei Hausmening.
Als Todesursache wurde Ertrinken nach vorangegangener massiver Gewaltanwendung festgestellt. Ihr Ehemann wurde als mutmaßlicher Täter verhaftet.
Dass hinter dem Verschwinden der Frau ein Verbrechen stehen könnte, wurde befürchtet, nachdem drei Tage später ihre Handtasche in der Enns in Oberösterreich entdeckt worden war. Daraufhin wurden mehrere Suchaktionen im Bereich der Wehranlage gestartet.
Die 26-jährige St. Pöltnerin hatte zuletzt bei ihrem Freund gewohnt, der sie auch das letzte Mal gesehen hatte. Der seit längerem getrennt von ihr lebende Ehemann hatte das Sorgerecht für die beiden Kinder. Er war es auch, der dann eine Abgängigkeitsanzeige erstattete und von der Polizei mehrmals befragt wurde.
Nach widersprüchlichen Aussagen wurde der Ehemann am Dienstag festgenommen.
Die Obduktion hatte als Todesursache Ertrinken nach vorangegangener massiver Gewaltanwendung ergeben. Der Ehemann gilt laut Kriminalpolizei weiterhin als Hauptverdächtiger. Er verweigert aber jede Aussage.
Als Motiv soll Eifersucht im Spiel sein. Da Martina Ferstl am 4. September – wenige Tage nach ihrem Verschwinden – einen Gerichtstermin gehabt hätte, um doch noch die Obsorge für ihre Kinder Kevin-Marcel (4) und Samantha-Joy (2) zu bekommen, wird auch in diese Richtung ermittelt.
