Cobra-Einsatz wegen angeblicher Schießerei in Graz
Zwei angetrunkene Grazer hatten sich einen üblen Scherz erlaubt und der Polizei über Notruf mitgeteilt, sie seien Zeugen einer Schießerei geworden
GRAZ. Einen üblen Scherz erlaubten sich Montagabend zwei Männer in Graz. Sie behaupteten, Zeugen einer Schießerei geworden zu sein und lösten damit einen Großeinsatz der Polizei mit Beteiligung des EKO Cobra aus. Die beiden betrunkenen "Scherzbolde" wurden ausgeforscht. Sie werden angezeigt.Ein unbekannter Anrufer verständigte Montagabend um 19.04 Uhr und um 19.13 Uhr über Notruf die Polizei und teilte mit, dass vor einem Haus in der Starhemberggasse im Grazer Stadtteil Lend ein weißer PKW mit abgedunkelten Scheiben stehe. Im Fahrzeug seien Schüsse gefallen, das Mündungsfeuer sei zu sehen gewesen. Ein Mann in einem Mantel sei ausgestiegen, habe eine Pistole in der Hand gehabt und hätte damit noch einmal in das Fahrzeuginnere geschossen. Dann sei er weggegangen, der PKW sei weggefahren worden.
Der Anrufer war danach nicht mehr erreichbar. Sechs Polizeistreifen begaben sich vor Ort, das EKO Cobra-Süd bezog in der Nähe Stellung.
Nach umfangreichen Ermittlungen und Personenbefragungen konnte um 20.05 Uhr Entwarnung gegeben und die Fahndung beendet werden. Ein 24-jähriger und ein 29-jähriger Grazer wurden in einem Haus in unmittelbarer Nähe ausgeforscht. Der merklich alkoholisierte 24-Jährige gab zu, die Anrufe aus Unüberlegtheit und Abenteuerlust gemeinsam mit seinem 29-jährigen, ebenfalls alkoholisierten, Bekannten getätigt zu haben. Die beiden werden wegen des Verdachtes der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung angezeigt.
