Grödig: Zwei junge Wanderer blieben am Untersberg im Schnee stecken - von Polizeihubschrauber geborgen
Die Touristen sind am Donnerstag auf ihrer Wanderung von Grödig auf den Untersberg am Dopplersteig auf rund 1.400 Meter Seehöhe in Bergnot geraten. Der 19-jährige Australier und der 20-jährige Brite blieben im Schnee stecken und konnten nicht mehr weiter. Sie suchten Schutz in einer Felseinbuchtung (sogenannten "Halbhöhle") bei der Dopplerstiege. Dann setzten sie einen Notruf ab. Sie waren unterverletzt, aber unterkühlt. Das Team eines Polizeihubschraubers führte eine Taubergung durch und flog die jungen Männer, die in Sommerkleidung unterwegs und bereits unterkühlt waren, ins Tal.
Die Bergrettungsortsstelle Grödig wurde um 15.26 Uhr alarmiert. Da zunächst nicht klar war, ob die Besatzung des Polizeihubschraubers Libelle bei der Halbhöhle eine Taubergung durchführen und der Flugoperator die Stelle mit dem Tau überhaupt erreichen konnte, hielten sich Bergrettungskräfte der Ortsstelle Grödig unter der Einsatzleitung von Markus Fuchsreiter einsatzbereit.
"Die beiden jungen Männer trugen Sommerkleidung - kurze Hosen, Pullover und leichtes Schuhwerk. Sie hatten keinen Rucksack dabei", schildert Ortsstellenleiter Alexander Schweiger, der auch stellvertretender Bezirksleiter der Bergrettung im Flachgau ist. Der Bergretter gab auch zu bedenken, dass für den Dopplersteig nach wie vor die Wintersperre gilt und ein Schild am Ausgangspunkt der Tour auch darauf hinweist. Ab einer Seehöhe von rund 1.200 Meter liegt Schnee.
Nach der gelungenen Taubergung sorgten Bergretter der Ortsstelle Grödig für den Wärmeerhalt der unterkühlten Touristen, deren Schuhe durchnässt waren. Die Ehrenamtlichen gaben ihnen Tee zu trinken und Decken zum Wärmen. Die beiden waren auf ihrer Wanderung im Schnee offenbar auch ein Stück abgerutscht, blieben aber unverletzt. "Es wurde ihnen gesagt, dass sie großen Glück hatten", sagte Schweiger. Diese alpine Tour hätte für die völlig unzureichend ausgerüsteten Touristen einen tragischen Ausgang nehmen können. Sie erzählten, dass sie sich auf einer Europareise befanden und ihren zweiten Reisetag am Donnerstag in Salzburg verbrachten.
Quelle: Vera Reiter Ehrenamtliche Pressereferentin Bergrettung Salzburg
