Burgenland: Zukunftsplan Pflege im Bezirk Jennersdorf vorgestellt

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Soziallandesrat Christian Illedits, Pflege- und Sozialberaterin im Bezirk Neusiedl, DGKP Sandra Fartek, und Geschäftsführer Harald Keckeis, Pflegeservice Burgenland GmbH (v.r.).  
Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice
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Soziallandesrat Christian Illedits, Pflege- und Sozialberaterin im Bezirk Neusiedl, DGKP Sandra Fartek, und Geschäftsführer Harald Keckeis, Pflegeservice Burgenland GmbH (v.r.).  
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19 Okt 23:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Landesrat Christian Illedits‘ landesweite „Zukunftsplan Pflege“-Tour machte Halt im Bezirk Jennersdorf.

Jennersdorf war gestern, Mittwoch, die sechste Station der Infotour von Soziallandesrat Christian Illedits zum Thema Pflege. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Pflegeservice Burgenland GmbH, Mag. (FH) Harald Keckeis, und der Pflege- und Sozialberaterin im Bezirk Jennersdorf, DGKP Sandra Fartek, präsentierte Illedits den Zukunftsplan Pflege, insbesondere das neue Anstellungsmodell für pflegende bzw. betreuende Angehörige und stand anschließend den rund 100 interessierten Besucherinnen und Besuchern für Fragen zur Verfügung.

Der 21 Maßnahmen umfassende „Zukunftsplan Pflege“ soll die Pflege der wachsenden Zahl betreuungsbedürftiger Menschen im Burgenland vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung auch in der Zukunft sicherstellen. Kernstück des Zukunftsplans ist das Anstellungsmodell für pflegende bzw. betreuende Angehörige, für das mit der am 25. September 2019 beschlossenen Richtlinie die gesetzliche Grundlage geschaffen wurde. Seit 1. Oktober 2019 können pflegende Angehörige nach diesem Modell in ein Angestelltenverhältnis bei der Pflegeservice Burgenland GmbH, einer Tochter der Burgenländischen Krankenanstalten-Ges.m.b.H (KRAGES), eintreten. Die Entlohnung beträgt 1.700 Euro Netto bei einer 40 Stunden-Anstellung, möglich ab Pflegegeldstufe fünf. Die Anstellung garantiert sozialrechtliche Absicherung und ermöglicht es den pflegenden und betreuenden Personen, Anrechnungszeiten für die Pension zu sammeln.

Nach Erstgesprächen mit den Pflege- und Sozialberaterinnen und Sozialberatern kann der Antrag auf Anstellung bei der Pflegeservice Burgenland gestellt werden. Abschließend muss jeder Antrag durch die Sozialabteilung im Amt der Burgenländischen Landesregierung geprüft und genehmigt werden.

Alle Detailinfos zur Anstellung pflegender Angehöriger finden Sie auf der Internet-Seite www.pflegeserviceburgenland.at.

Telefonische Auskünfte erhalten Sie bei der Pflegehotline des Landes Burgenland unter +43 57 600 1000.

Fragen der Besucherinnen und Besucher:

„Wer übernimmt die Betreuung während des Urlaubes oder im Krankheitsfall des betreuenden Angehörigen?“
Dafür wird eine Ersatzbetreuung bereitgestellt. Es bestehen Kooperationen mit verschiedenen Einrichtungen und Trägern, aber auch Kurzzeitpflegeangebote werden gerade ausgebaut.

„Wenn die zu betreuende Person stirbt, kann dann der oder die Angehörige bei einer Organisation weiter angestellt werden?“
Ja, dazu bedarf es einer Ausbildung zur Heimhilfe, die man im Zuge des Anstellungsmodells kostenlos absolvieren kann.

„Wo und wie findet die Grundausbildung statt?“
Die Schulung findet berufsbegleitend in Eisenstadt und Oberwart statt, immer an Wochenenden. Die Kurse werden vom BFI abgewickelt.

„Wenn ich schon eine Ausbildung als Pflegehelferin habe, muss ich dann ebenso diese Ausbildung absolvieren?"
Nein, wenn Sie die Ausbildung schon vor einigen Jahren absolviert haben, dann ist nichts mehr zu tun und sie können sich im Modell des Landes anstellen lassen.

„Ich bin bereits Teilzeit beschäftigt und möchte mich als pflegende Angehörige anstellen lassen um meinen Lebenspartner zu betreuen. Ist das möglich?"
Ja, das ist möglich, beide Arbeitsverhältnisse dürfen gemeinsam allerdings die 40 Wochenstunden nicht überschreiten. Außerdem darf der Arbeitsort nicht mehr als 15 Minuten entfernt sein.

Der letzte Infotour-Termin:
(Beginn um 19 Uhr)

22.10. Oberwart: Oberwart, Gasthaus Drobits, Grazerstraße 61


Quelle: Land Burgenland



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