Salzburg: Wo das Geld im Gesundheitsbereich hinfließt

Slide background
Foto: Land Salzburg/Grafik
12 Mär 15:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Land setzt auf flächendeckende Versorgung / Investitionen in Aus- und Neubau

(LK) Es ist 2026 mehr als die „Gesundheitsmilliarde“, exakt 1.287.404 Euro setzt das Land heuer für die Gesundheitsversorgung ein, fast die Hälfte entfällt dabei auf Landesbedienstete in den Landeskliniken. Durch die erwirtschafteten Einnahmen der Landeskliniken allerdings schlägt sich die Belastung im Landeshaushalt lediglich mit 623 Millionen nieder, etwa durch die leistungsorientierte Vergütung des Salzburger Gesundheitsfonds und Behandlungsgebühren der Sonderklasse oder ausländischer Patienten.

Im aktuellen Landeshaushalt sind in Summe zirka 1,3 Milliarden Euro für Gesundheitsausgaben budgetiert. Rund die Hälfte sind Personalkosten an den Landeskliniken, die durch Vergütungen des Gesundheitsfonds und Behandlungsgebühren abgedeckt werden.

Rund 330 Millionen Euro von Salzburgs Gesundheitsausgaben entfallen auf die Abgangsfinanzierung der Fondskrankenanstalten mit den Salzburger Landesklinken (Landeskrankenhaus, Christian-Doppler-Klinik, den Landeskrankenhäusern Hallein, St. Veit und Tamsweg), dem Tauernklinikum mit den Standorten in Zell am See und Mittersill und dem Krankenhaus Oberndorf, die unter dem Dach der neuen Gesundheitsholding des Landes vereint sind. Darüber hinaus finanziert das Land zur Gänze die Abgänge der beiden konfessionell getragenen Kliniken, das Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach und das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in der Stadt Salzburg.

Gutschi: „Qualitätsvolle Versorgung für alle.“

„Gesundheitsversorgung mit hoher Qualität für alle Salzburgerinnen und Salzburger hat oberste Priorität. Dafür sorgen wir mit nachhaltigen Strukturen und zukunftsorientierte Investitionen“, so Landesrätin Daniela Gutschi. Ein wichtiger Baustein dazu ist die im vergangenen Jahr gegründete Gesundheitsholding, die den Grundstein für die Übernahme der bisherigen Gemeindespitäler im Pinzgau und in Oberndorf durch das Land Salzburg gelegt hat.

Investitionen in Aus- und Neubau

45,8 Millionen Euro werden zusätzlich in diesem Jahr für Investitionen eingesetzt, darunter der Bau der III. Medizin im Universitätsklinikum, mit der die onkologische Versorgung von derzeit fünf auf einen Standort gebündelt wird. Darüber hinaus laufen die Erweiterung der Palliativstation sowie der Neubau der Akutversorgung und Gerontopsychiatrie in der Christian-Doppler-Klinik.

4,9 Millionen für Heime und Patientenrechte

Im aktuellen Landeshaushalt sind 4,9 Millionen Euro für die landeseigenen Heime – das Sozialpädagogische Zentrum, das Landeszentrum für Hör- und Sehbehinderung und das Konradinum – sowie die Ethikkommission und Patientenvertretung im Gesundheitsressort budgetiert.

Unverzichtbar: Rettungsdienste

Für die Rettungsorganisationen (Rotes Kreuz, Berg-, Wasser-, Höhlenrettung) stellt das Land heuer rund 8,8 Millionen Euro zur Verfügung. „Selbstlose, ehrenamtliche und hoch engagierte Menschen aus ganz Salzburg stellen hier ihr Leben in den Dienst der Allgemeinheit und zögern nicht, wenn es um das Wohl der anderen geht“, betont Landesrätin Daniela Gutschi, die für die Rettungsdienste zuständig ist.

Vorsorge und Ausbildung

Vorsorgen und Ausbilden ist ebenfalls ein Schwerpunkt des Gesundheitsbudgets. 2026 fließen 14,2 Millionen Euro in Pflegeausbildungen, 3,7 Millionen in die Gesundheitsvorsorge mit Gratis-Impfungen für Kinder und Jugendliche, und ein ähnlich hoher Betrag in Gesundheitsförderungen. Für Ärzteausbildungen nimmt das Land rund 1,7 Millionen Euro in die Hand, beim Pflegebonus sind es heuer 5,2 Millionen Euro allein im Gesundheitsbereich. Etwas mehr als eine halbe Million Euro ist für den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefonnummer 141 und das Hausarztnotdienstzentrum) vorgesehen.


Quelle: Land Salzburg



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien:
Redaktion Salzburg

Redaktion Tennengau

Weitere Artikel von Redaktion Salzburg