Wien setzt Stadtmedien neu auf: Mehr digitale Angebote und Kostenreduktion ab 2022

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Wien

04 Mai 03:00 2021 von Redaktion International Print This Article

Stadtmagazin „MEIN WIEN“ wird zukünftig inhouse produziert, die Digitalisierung der Stadtmedien weiter forciert; die Kosten für eigene Stadtmedien ab 2022 um 26 % gesenkt.

Wien wird den Rahmenvertrag Stadtkommunikation nicht erneut ausschreiben, sondern den Content-Teil der darin enthaltenen Leistungen ab 2022 selbst erbringen. Lediglich Druck und Vertrieb der Stadtzeitung „MEIN WIEN“ werden nach außen vergeben. „Auch die Erfahrungen aus über 14 Monaten Corona-Pandemie haben gezeigt, wie wichtig angesichts der rasch wechselnden Informationslage eine unmittelbare Steuerung und Disposition von redaktionellen Ressourcen ist. Wir setzen daher künftig auf mehr inhouse und wollen geleichzeitig auch digitale Formate forcieren“, so Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke.

„Eine Neuausrichtung der Stadteigenen-Medien ist die logische Konsequenz aus einer sich stark verändernden Medienwelt. Wir schaffen ein breites, transparentes Medienspektrum für die Wiener*innen, indem wir trotz vierfacher digitaler Zukunftsinvestitionen über 20 Mio. Euro der ursprünglichen Kosten einsparen“, so NEOS Wien Wirtschafts- und Finanzsprecher Markus Ornig.

Breites Medienspektrum wird stärker digitalisiert

Um die Effektivität, Flexibilität und Effizienz weiter zu steigern, setzt Wien die Struktur hinter allen zentralen Informationsangeboten der Stadt neu auf. Nicht zuletzt auch deshalb ist keine neue Ausschreibung des Rahmenvertrags Stadtkommunikation vorgesehen, der mit Ende Dezember 2021 ausläuft. Vielmehr liegt der Fokus künftig darauf, möglichst viel an redaktionellen Leistungen in die Stadtredaktion „inzusourcen“, um Schnittstellen und Kosten zu verringern. Lediglich Produktionsleistungen sollen weiterhin vergeben werden. Neben dem Ausbau der Stadtredaktion im Presse- und Informationsdienst sind daher beginnend mit 2022 folgende Maßnahmen über die nächsten fünf Jahre geplant, wobei ein großer Schwerpunkt auf die digitale Weiterentwicklung der städtischen Medienprodukte gelegt werden wird:

- In den nächsten Jahren wird eine digitale Version der Stadtzeitung „MEIN WIEN“ entwickelt und ausgerollt.

- Ebenso wird die Weiterentwicklung und der Ausbau des Stadt Wien Vorteilsclubs erfolgen. Als Dienstleister wird hierfür künftig die Stadt Wien Marketing GmbH fungieren. Pro Jahr ist dafür ein Budget von rund 1 Mio. Euro vorgesehen.

- Gemeinsam mit dem weiteren Ausbau der Content Creation in den Digitalkanälen, dabei insbesondere im Videobereich, sowie dem Community-Management, wird ein Schwerpunkt auf die Digitalentwicklung von Medienprodukten gelegt mit einem besonderen Fokus auf BenutzerInnenfreundlichkeit sowie Barrierefreiheit. Aufbauend auf den bisherigen guten Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der WH Digital GmbH wird das Leistungsspektrum von jetzt 1,3 Mio. Euro auf rund 4 Mio. pro Jahr verdreifacht.

- Eine EU-weite Ausschreibung für Druck und Vertrieb für die gedruckten Stadtmedien wie „MEIN WIEN“, das an alle Wiener Haushalte ergeht, das Amtsblatt sowie das MitarbeiterInnen-Magazin „Stadt Wien intern“ mit einem Jahresbudget von rund 6 Mio. Euro pro Jahr wird nach dem Beschluss im Gemeinderat erfolgen.

Ganz im Sinne der Zielsetzungen der „Fortschrittskoalition“ wird der Budgeteinsatz effizienter und damit gleichzeitig reduziert. Wurden bislang für die stadteigenen Medien rund 15 Mio. Euro jährlich aufgewendet, sind dies ab 2002 nur noch rund 11 Mio. Euro (- 26 %).


Quelle: Stadt Wien



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