Weltpremiere in Flachau/Snow Space Salzburg - erste wasserstoffbetriebene Pistenraupe

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Weltpremiere in Flachau/Snow Space Salzburg - erste wasserstoffbetriebene Pistenraupe
Foto: Ski Weltcup Flachau / Christoph Huber
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Weltpremiere in Flachau/Snow Space Salzburg - erste wasserstoffbetriebene Pistenraupe
Foto: Ski Weltcup Flachau / Christoph Huber
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Weltpremiere in Flachau/Snow Space Salzburg - erste wasserstoffbetriebene Pistenraupe
Foto: Ski Weltcup Flachau / Lorenz Masser
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Weltpremiere in Flachau/Snow Space Salzburg - erste wasserstoffbetriebene Pistenraupe
Foto: Ski Weltcup Flachau / Lorenz Masser
12 Jän 04:00 2023 von OTS Print This Article

Die Diskussion räumte mit Vorurteilen über die ökologische Verträglichkeit des Skisports auf und brachte unterschiedliche Positionen zusammen. Roswitha Stadlober (Präsidentin des Österreichischen Skiverbandes) nahm zu dringenden Fragen hinsichtlich der Rolle von Ökologie und Nachhaltigkeit im Spitzensport Stellung. Klaus Tonhäuser (Präsident und CEO PRINOTH Gruppe) und Wolfgang Hettegger (CEO der Snow Space Salzburg Bergbahnen) vertraten die Perspektive wirtschaftlich agierender Unternehmen im Wintersporttourismus. Univ.-Prof. DI Dr. Ulrike Pröbstl-Haider (Universität für Bodenkultur Wien) bereicherte die Debatte um eine wissenschaftliche Perspektive mit ihren Ergebnissen aus jahrzehntelanger Forschung im Bereich des ökologischen Tourismus. Die Veranstaltung wurde moderiert von Daniela Zeller.

Klimaneutrales Skigebiet

Die Snow Space Salzburg Bergbahnen setzen bereits heute auf eine ökologisch verträgliche Entwicklung. Das zeigt die in der Unternehmensstrategie verankerte Zielsetzung, bis zur Saison 2025/26 als klimaneutrales Skigebiet zu gelten. Seit einigen Jahren investieren die Bergbahnen Beträge in Millionenhöhe, um Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit auszumachen und umzusetzen. Inzwischen wird sämtlicher Strom für Seilbahn- und Beschneiungsanlagen aus 100 % erneuerbaren Energiequellen bezogen. Die Mitarbeiter erreichen ihre Arbeitsplätze mit Elektro-Shuttlebussen. Für Gäste aus dem Bundesland Salzburg übernimmt das Skigebiet – sofern sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen – die Kosten für das Zug- bzw. Bus-Ticket.

Nach Ergreifung dieser Maßnahmen wurde eine CO2-Bilanz für das Skigebiet erstellt. Sie ergab, dass mehr als 50 % des verbliebenen CO2-Ausstoßes der Snow Space Salzburg Bergbahnen auf die Pistenpräparierung fallen. „Deswegen ist die Schaffung emissionsarmer Alternativen in diesem Bereich besonders wichtig,“ betonte Wolfgang Hettegger in der Debatte. „Wir testen im Augenblick einen synthetischen Kraftstoff für unsere bestehenden Pistenraupen, mit dem 90 % der Emissionen gesenkt werden können. Dies dient jedoch nur als Übergangslösung.“

CO2-freie Pistenpräparation mit PRINOTH

Der Pistenraupen-Hersteller PRINOTH beschäftigt sich bereits seit Jahren erfolgreich mit der Entwicklung alternativ angetriebener Pistenfahrzeuge, die den extremen Arbeitsbedingungen am Berg gewachsen sind und zugleich kein CO2 ausstoßen. Im Dezember 2020 präsentierte das Unternehmen mit dem LEITWOLF h2MOTION das weltweit erste mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betriebene Pistenfahrzeug. Parallel dazu wurde die Arbeit an weiteren Wasserstofftechnologien vorangetrieben und umfangreiche Investitionen in Forschung und Entwicklung getätigt. Im September 2022 stellte PRINOTH eine zweite Weltneuheit vor: eine Wasserstoff-Konzeptmaschine mit Verbrennungsmotor. Dieses Fahrzeug feierte nun im Rahmen des Skiweltcups in Flachau sein Debüt bei der Pistenpräparierung. Klaus Tonhäuser äußerte sich zuversichtlich: „Wir rechnen damit, dass wir dieses Konzeptfahrzeug bis 2025 serienreif auf den Markt bringen können. Der Motor des LEITWOLF h2MOTION ist einem Dieselmotor ähnlich und bietet unseren Kunden, was sie von anderen Maschinen gewohnt sind. Das wird zur Akzeptanz der Technologie beitragen. Die größte Herausforderung liegt sicher in Herstellung, Transport und Lagerung des Wasserstoffs – und da sind alle gefragt.“

Ausgestattet mit einem von FPT Industrial entwickelten 13-Liter-Sechszylindermotor liefert der LEITWOLF h2MOTION 460 PS (338 kW) und 2.000 Nm Drehmoment. Der Wasserstoff wird in fünf Tanks gespeichert, die auf der Rückseite der Maschine angebracht sind. Der Wasserstoffantrieb erfüllt Kriterien wie Leistungsbedarf und Reichweite und ist frei von CO2-Emissionen.

Aufgrund seiner Leistung und Größe ist der LEITWOLF h2MOTION vor allem für die nachhaltige Pistenpräparierung in größeren Skigebieten konzipiert. Mit dem elektrischen HUSKY eMOTION, der bereits auf dem Markt ist, und den beiden Wasserstoff-Konzeptmaschinen ist PRINOTH führend in der Entwicklung nachhaltiger und CO2-freier Pistenfahrzeuge.

PRINOTH ist ein internationaler Hersteller von Pistenraupen, Kettennutzfahrzeugen und Maschinen und Anbaugeräten für das Vegetationsmanagement mit Hauptsitz in Sterzing, Italien. Oberste Prämisse des Unternehmens ist neben Kundenorientierung die Entwicklung ressourcenschonender und zukunftsweisender Technologien.

Die Snow Space Salzburg Bergbahnen haben ökologische und ökonomische Ziele gleichwertig in der Unternehmensstrategie verankert und sich zum Ziel gesetzt, bis zur Saison 2025/26 ein klimaneutrales Skigebiet zu werden. Die Gewichtigkeit der Maßnahmen und Schnelligkeit ihrer Umsetzung nehmen die Bergbahnen eine führende Rolle im gesamten DACH-Raum ein.


Quelle: OTS



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