Wien: Versammlungen in Wien - Vorläufige Bilanz
Am Samstag, 26.07.2026 fanden in der Wiener Innenstadt mehrerer Kundgebungen statt.
Ziel des Einsatzes der Landespolizeidirektion Wien war es, das Versammlungsrecht zu schützen und die öffentliche Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten.
Im Verlauf einer ordnungsgemäß angezeigten Standkundgebung im Bereich des Stephansplatzes näherte sich gegen 16:15 Uhr eine Personengruppe, die nicht Teil der angemeldeten Versammlung war. Die einschreitenden Polizeikräfte reagierten umgehend, um ein Aufeinandertreffen der Personengruppen zu vermeiden. Es wurde versucht eine unmittelbare Konfrontation zu verhindern und die Personengruppe wurde zum Verlassen des Bereiches der Standkundgebung aufgefordert. In Anwesenheit mehrerer Kräfte der Wiener Polizei kamen diese der Aufforderung nach.
Seitens der Versammlungsteilnehmer der Standkundgebung kam es in weiterer Folge zu Flaschenwürfen, dem Einsatz pyrotechnischer Gegenstände sowie zu wiederholten Versuchen, die polizeilichen Sperren zu durchbrechen.
Aufgrund der mehrfach gesetzten gefährlichen Angriffe wurde die Versammlung behördlich aufgelöst. Die Versammlungsteilnehmer wurden deutlich darauf hingewiesen die Örtlichkeit zu verlassen und auseinander zu gehen. Dieser Aufforderung wurde Folge geleistet.
Nach derzeitigem Stand wurden:
• Eine Person vorläufig festgenommen gem. dem Verwaltungsstrafgesetz,
• Sechs Anzeigen (fünf strafrechtliche und eine verwaltungsstrafrechtliche Anzeige erstattet, und
• Vier Beamte verletzt. Drei konnten ihren Dienst nicht weiter fortsetzen
Wien- Döbling
Im Bereich Wien-Brigittenau, Brigittenauer Sporn, versammelten sich gegen 13:50 Uhr mehrere Personen zu einer nicht angezeigten Versammlung. Die Personen hatten Fahnen, Banner, Megaphone und pyrotechnische Gegenstände bei sich und zogen über die Schemerlbrücke Richtung Döbling zum Nußdorfer Platz. Beim Erblicken der alarmierten Polizeikräfte legten die Teilnehmer ihre mitgeführten Gegenstände ab und flüchteten in Richtung Kahlenberger Straße. Einige der Personen konnten durch die Beamten angehalten werden.
Nach derzeitigem Stand wurden:
• 35 Identitätsfeststellungen durchgeführt,
• Eine Anzeige gegen unbekannte Täterschaft nach dem Versammlungsgesetz,
• Zwei Anzeigen gegen unbekannte Täterschaft nach dem Pyrotechnikgesetz, und
• Eine Anzeige wegen Ordnungsstörung erstattet
Quelle: LPD Wien
