Niederösterreich: Verbesserung im Öffentlichen Verkehr - Regionale Klimatickets werden günstiger

Slide background
Niederösterreich

14 Okt 06:00 2022 von Redaktion Salzburg Print This Article

LR Schleritzko/BM Gewessler: Spürbare Preissenkung ab 1. November

Seit der Einführung des Klimatickets vor rund einem Jahr wurden in Niederösterreich insgesamt rund 85.000 derartiger Jahreskarten verkauft. Mit 1. November werden diese Tickets spürbar günstiger, wie Landesrat Ludwig Schleritzko und Bundesministerin Leonore Gewessler heute, Donnerstag, bei einer Pressekonferenz im Landhaus verkündeten. Zusammenfassend gesagt gibt es eine zehnprozentige Preissenkung für den Ticketanteil Niederösterreichs für Klimatickets in der Ostregion.

„Niederösterreich ist ein Land der Pendler. 200.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher pendeln täglich von Niederösterreich nach Wien. Aber es pendeln auch rund 80.000 Wienerinnen und Wiener täglich nach Niederösterreich, um ihrer Arbeit nachzugehen“, sagte Landesrat Ludwig Schleritzko, der ergänzte: „Die Einführung der Klimatickets war und ist ein voller Erfolg. Denn in der gesamten Ostregion wurden rund 120.000 österreichweite Klimatickets verkauft, 51.500 davon in Niederösterreich. Rechnet man zu den in Niederösterreich verkauften Klimatickets Österreich noch die Regions- sowie Metropolregionstickets des Landes hinzu, sind das in Summe 85.000 Klimatickets, die alleine in Niederösterreich verkauft wurden. Dazu kommen rund 15.000 Jahres-Streckenkarten im Verkehrsverbund Ost-Region.“ Vor der Einführung der Klimatickets seien in Niederösterreich rund 60.000 Jahrestickets verkauft worden. „Der Effekt der Einführung dieser Tickets ist also spürbar und wenn man so möchte, dann kann man von einer Steigerung der Dauerkartenbesitzer in Höhe von rund 40 Prozent ausgehen“, unterstrich der Landesrat.

Die aktuelle Situation rund um Teuerung und Inflation sei für viele Landsleute eine Belastung, gerade auch was das Pendeln betrifft. Hohe Spritpreise führen oft zu einem Umdenken in Mobilitätsentscheidungen der Menschen. Der Bund stelle den Ländern daher 80 Millionen Euro zur Verfügung, um weitere Schritte beim Öffentlichen Verkehr zu setzen. 15 Millionen Euro davon entfallen auf das Land Niederösterreich, die für die Preisreduktion und zur Angebotsverbesserung verwendet werden. „Man sieht das Land Niederösterreich geht voran und setzt als erstes Land konkrete Schritte, um die Gelder des Bundes abzuholen und eine Preisreduktion für die Menschen in unserem Land zu erreichen“, unterstrich Schleritzko, der die neuen Preise präsentierte. Das Regionsticket für Niederösterreich und Burgenland kostete bisher 550 Euro pro Jahr, künftig kostet dieses Ticket 495 Euro. Das Regionsticket Senioren und Jugend (bisher 413 Euro) kostet ab November 372 Euro. Das Metropolregionsticket, also die Jahreskarte für Niederösterreich, Burgenland und Wien, ist künftig um 860 Euro statt bisher um 915 Euro verfügbar. Das Metropolticket Jugend und Spezial kommt auf 737 Euro (bisher 778), das Metropolticket Senior gibt es nun um 607 statt bisher um 648 Euro. Für bereits bestehende Jahreskarten-Kunden gelten die Vergünstigungen ebenso, sagte Wolfgang Schroll, Geschäftsführer des Verkehrsverbund Ost-Region (VOR).

Bundesministerin Leonore Gewessler freue sich, dass man heute die Preisreduktion präsentieren könne: „Leistbare Öffentliche Verkehrsmittel sind ganz wichtig, weil sie gut für das Klima und gut für die Geldbörse sind. Daher liegt auf klimafreundlichem Verkehr ein großer Fokus. Die Menschen sind bereit, auf Öffentlichen Verkehr umzusteigen. Seit dem Start des Klimatickets am 26. Oktober 2021 haben über 180.000 Menschen ein Klimaticket Österreich gekauft. Das hat unsere, das hat meine Erwartungen übertroffen.“ Das zeige, dass man gemeinsam am richtigen Weg sei. „Neben dem Österreich-Ticket braucht es auch leistbare regionale Angebote, damit die Öffis in der Region besser genutzt werden. Deshalb stellt der Bund zusätzlich zu den 100 Millionen Euro im Jahr den Bundesländern weitere 80 Millionen Euro zur Verfügung für den Öffentlichen Verkehr“, informierte die Ministerin. Tausenden Pendlerinnen und Pendlern bleibe damit mehr im Geldbörsel und werde der Umstieg auf Öffentliche Verkehrsmittel noch leichter gemacht. „Ich danke für die Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich, denn nur so ist es möglich, dass die Entlastung rasch bei den Menschen ankommt“, so Gewessler.


Quelle: Land Niederösterreich



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien:
Redaktion Salzburg

Redaktion Tennengau

Weitere Artikel von Redaktion Salzburg