Kärnten: Ukraine - Ukrainische Kinder häufig im Distance Learning

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Amt d. Kärntner Landesregierung - Symbolbild
© LPD Kärnten
23 Apr 13:00 2022 von Redaktion Salzburg Print This Article

820 Vertriebene in der Kärntner Grundversorgung – 315 fixe Schulplätze bereits vergeben – Lagebericht zur Krisenbedarfsdeckung zeigt Engpässe auf

Klagenfurt (LPD). Insgesamt 282.500 Ukrainerinnen und Ukrainer wurden seit Ausbruch des Krieges in Österreich registriert – 83 Prozent davon befanden sich auf der Durchreise beziehungsweise sind bereits in ihre Heimat zurückgekehrt. In Kärnten wurden 2354 Vertriebene von der Fremdenpolizei registriert – dabei ist die Zahl der neuen Registrierungen im April weitestgehend stagniert. „Die Lage ist ruhig und entspannt“, betonte auch Gerd Kurath, Leiter des Landespressedienstes nach der Sitzung des Landeskrisenstabes heute, Freitag. 282 Menschen sind derzeit in Notunterkünften und in der Bundesbetreuungseinrichtung Villach-Langauen untergebracht. 820 Ukrainerinnen und Ukrainer sind in der Kärntner Grundversorgung und beziehen die entsprechenden Leistungen. „315 Kindern konnte über die Bildungsdirektion bereits ein fixer Schulplatz verschafft werden. Grundsätzlich besteht auch für die vertriebenen Mädchen und Burschen die Schulpflicht. Der ukrainische Staat ist sehr bemüht darum, Distance Learning anzubieten“, so Kurath.

Thema war heute auch der Lagebericht zur Krisenbedarfsdeckung erstellt durch das Staatliche Krisen- und Katastrophenmanagement des Bundes. Der Bericht umfasst derzeit Engpässe bei elektronischen Chips und Monitoren, und weist Schwierigkeiten im Transportwesen aufgrund erhöhter Schiffstransportkosten und eines Fahrermangels aus. „Schwierig ist auch die Lieferung von Baumaterial und Möbeln. Außerdem haben sich die Düngemittelpreise verdreifacht“, weiß Kurath. Absehbare Versorgungsschwierigkeiten sehen Expertinnen und Experten beim Gas. Der Bund ist allerdings verpflichtet für den Herbst einen größeren Vorrat aufzubauen. Verschärfen könnte sich auch die Preissituation bei Rohöl und Diesel.


Quelle: Land Kärnten



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