Kärnten: Ukraine - Sicherheitsgipfel – Registrierung Vertriebener ist angelaufen

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Amt d. Kärntner Landesregierung - Symbolbild
© LPD Kärnten
15 Mär 19:10 2022 von Redaktion Salzburg Print This Article

LH Kaiser, LHStv.in Prettner, LR Fellner, LR.in Schaar und LR Gruber: Unterbringung und Registrierung in Kärnten läuft - Erste Kinder und Jugendliche bereits ins Bildungssystem integriert – Eingliederung in den Arbeitsmarkt wird vorbereitet - Versorgungssicherheit in Kärnten ist gewährleistet

Klagenfurt (LPD). Der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehenden Auswirkungen auf Kärnten waren heute, Dienstag, Hauptthema beim Sicherheitsgipfel, zu dem Landeshauptmann Peter Kaiser eingeladen hatte. Neben den Regierungsmitgliedern LHStv.in Beate Prettner, LR Daniel Fellner, LR.in Sara Schaar und LR Martin Gruber nahmen daran auch Bildungsdirektorin Isabella Penz, sämtliche Vertreterinnen und Vertreter der Einsatz- und Blaulichtorganisationen, der zuständigen Abteilungen der Kärntner Landesregierung sowie der Landtagsclubs teil. Kaiser dankte allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz, der nach zwei Jahren pandemiebedingter, höchster Anstrengungen und dem coronabedingten Ausfall zahlreicher Personalressourcen viele vor eine enorme zusätzliche Herausforderung stellt. So galt es heute, bereits erste positive Entwicklungen in Kärnten zu vermelden.

Im Bildungsbereich konnten bereits einige ukrainische Kinder und Jugendliche in das Kärntner Schulsystem eingegliedert werden. Weitere sollen folgen. „Wir müssen aber auch im Bereich der Bildungs- und Betreuungseinrichtungen mit einer erhöhten Nachfrage rechnen“, betonte Kaiser. Vor allem weil den Vertriebenen in verkürzten Verfahren auch voller Zugang zum Arbeitsmarkt geboten wird, und damit auch für die Betreuung der Kinder gesorgt sein müsse.

Prettner machte darauf aufmerksam, dass die Vertriebenen vollen Zugang zum Österreichischen Gesundheitssystem haben, rief aber ins Bewusstsein, dass die Situation in den Kärntner Krankenanstalten coronabedingt sehr angespannt ist.

Fellner betonte noch einmal Kärntens Anspruch, den Vertriebenen so lange wie möglich Betten statt Feldbetten anbieten zu wollen. Die Bemühungen darum gehen weiter. „Vom Erstaufnahmezentrum in Villach-Langauen konnten bereits zahlreiche Vertriebene in die vom Katastrophenschutz und dem Roten Kreuz organisierten Quartiere überstellt werden“, berichtet Katastrophenschutzreferent Fellner über die positiven Entwicklungen.

Noch einmal verwiesen wurde darauf, dass sich Personen, die in Kärnten eine Unterkunft für geflüchtete Menschen zur Verfügung stellen wollen, unter der Telefonnummer 050 536 33030 informieren und Angebote per E-Mail an [email protected] richten können. Informationen zu Hilfsangeboten findet man unter https://ukraine-info.ktn.gv.at.

Schaar betonte, dass man bemüht darum sei, die Ukrainerinnen und Ukrainer, die in Österreich bleiben wollen, so schnell wie möglich in die Landesgrundversorgung aufzunehmen. Basis dafür ist ihre Registrierung, mit der in Kärnten bereits begonnen wurde.

Gruber versicherte, dass trotz der Auswirkungen des Krieges auf die Situation bei Futter- und Düngemitteln die Lebensmittelversorgung in Österreich gewährleistet und die Lage im Bereich der Landwirtschaft derzeit stabil sei. „Das kann sich aber ändern, wenn die Lieferketten bis zum Herbst nicht funktionieren“, warnte er. Die Preisentwicklung bei Energie- und Betriebsmitteln belaste auch die heimische Landwirtschaft massiv, daher brauche es eine nachhaltige Energieunabhängigkeit.

Man werde auch weiterhin in engster Abstimmung so vielen Vertriebenen wie möglich helfen, war man sich im Rahmen des Sicherheitsgipfels einig. Neben den täglichen Sitzungen des Landeskrisenstabes wurde heute auch der nächste Sicherheitsgipfel festgelegt. Er soll am 12. April stattfinden.



Quelle: Land Kärnten



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