Niederösterreich: Überwältigendes Interesse am Projekt „NÖ Schwimm Kids“

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LH-Stellvertreter Udo Landbauer und Testimonial Toni Pfeffer mit den Schwimmkids Viktoria Schmoll, Emilia Geresics und Bendegúz Geresics.
Foto: © NLK Pfeiffer
28 Mär 22:00 2024 von Redaktion Salzburg Print This Article

LH-Stv. Landbauer: „Ich will das Projekt weiter ausbauen, damit alle Kinder in Niederösterreich wieder schwimmen lernen und das kostenlos“

Vor rund drei Wochen wurde mit dem Projekt „NÖ Schwimm Kids“ eine Schwimmoffensive für Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren im SPORTLAND Niederösterreich eingeläutet. Die gemeinsame Initiative mit dem NÖ Landesverband im Schwimmen, der Wasserrettung Niederösterreich sowie der Niederösterreichischen Versicherung soll der drastisch steigenden Zahl an Nichtschwimmern zielgerichtet entgegenwirken. Das Thema Sicherheit hat dabei höchste Priorität. Denn, die Zahl der Nichtschwimmer in Österreich ist besorgniserregend: 148.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen fünf und 19 Jahren können gar nicht schwimmen. Weitere 60.000 Kinder schwimmen nur sehr unsicher. Den Großteil der Nichtschwimmer machen Kinder zwischen fünf und neun Jahres aus. Ertrinken ist die zweithäufigste Ursache bei tödlichen Kinderunfällen.

Seit der offiziellen Präsentation der Schwimm-Initiative sind bereits mehr als 3.000 Registrierungen für die kostenlosen Anfänger-Schwimmkurse eingegangen. Das erste Kontingent mit knapp 250 Plätzen, war nach nicht einmal zwei Minuten restlos ausgebucht. „Das große Interesse der Familien unterstreicht die Notwendigkeit des Projekts ‚NÖ Schwimm Kids‘. Ich will das Nachwuchsprojekt weiter ausbauen, damit alle Kinder in Niederösterreich wieder schwimmen lernen und das kostenlos. Wir müssen die Versäumnisse der letzten Jahre aufholen und den negativen Trend bei Nichtschwimmern brechen. Deshalb fördern wir im SPORTLAND Niederösterreich die Schwimm-Kompetenz unserer Kinder ganz gezielt und schaffen die Grundlage für einen sicheren und sorgenfreien Badespaß“, betont Sportlandesrat und LH-Stellvertreter Udo Landbauer.

Er unterstreicht weiters: „Uns ist bewusst, dass nicht alle einen Kursplatz ergattern konnten. Aus diesem Grund möchte ich nochmals versichern, dass wir mit Hochdruck daran arbeiten, die Kursangebote schnellstmöglich flächendeckend auf das ganze Bundesland auszurollen. Ich bin überzeugt, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. Insgesamt konnten wir nun schon mehr als 700 Plätze an zehn unterschiedlichen Standorten fixieren.“

Neben den bisherigen Standorten Baden, Krems an der Donau, Matzen, Maria Enzersdorf, Sankt Pölten und Wiener Neustadt konnten zuletzt auch Kurse in Melk, Purgstall, Scheibbs und Tulln an der Donau fixiert werden. Da die ersten Kurse in Tulln schon Mitte April starten, gab es am gestrigen Mittwoch dazu sogar eine außerplanmäßige Anmeldephase. Alle weiteren Kursangebote können frühestens erst wieder ab Mittwoch, den 29. Mai 2024 ausschließlich auf der Projekt-Website (www.schwimmkids.sportlandnoe.at) gebucht werden. Die Registrierung für Interessierte ist weiterhin jederzeit möglich.

Mit dem vergangenen Wochenende ist die Aktion „NÖ Schwimm Kids“ nun auch schon offiziell in die Umsetzung gestartet. In Matzen (Bezirk Gänserndorf) und Maria Enzersdorf wurden die ersten Anfängerkurse bereits erfolgreich abgehalten. Die Schwimmkurse bestehen jeweils aus zehn Einheiten zu je 45 Minuten und umfassen Gruppen von acht Kindern pro Schwimmlehrer. Die Kurskosten sowie der Eintritt ins Schwimmband für die Kinder werden von SPORTLAND Niederösterreich getragen.

Die Kurse sind ausschließlich für Schwimm-Anfänger ohne Vorkenntnisse. Der Fokus liegt auf der Wassergewöhnung und -bewältigung: Die Kinder sollen sich ohne Auftriebshilfe so im Wasser bewegen können, dass sie auch bei einem Sturz ins Wasser sicher zurückschwimmen und sich aus dem Wasser retten können. Abhängig vom individuellen Lernfortschritt kann in den Kursen von NÖ Schwimm Kids auch mit dem Unterricht „richtiger“ Schwimmtechniken begonnen werden. Im Rahmen der Aktion „NÖ Schwimm Kids“ werden keine Schwimmabzeichen ausgestellt. Um die Schwimmtechniken tiefgreifend zu automatisieren, wird empfohlen, dass die Kinder anschließend Kurse bei zertifizierten Organisationen, wie Schwimmvereinen oder der Wasserrettung, besuchen.


Quelle: Land Niederösterreich



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