Österreich: Über 755 Jahre Braukunst, 180 Jahre in Familienhand - Privatbrauerei Hirt feiert ein besonderes Jubiläumsjahr

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Foto: Privatbrauerei Hirt
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Dr. Klaus Möller und Niki Riegler
Foto: Privatbrauerei Hirt
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Foto: Privatbrauerei Hirt
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Privatbrauerei Hirt
Foto: Privatbrauerei Hirt
03 Mär 21:00 2026 von OTS Print This Article

Die Geschichte der Privatbrauerei Hirt reicht bis ins Jahr 1270 zurück. Seit mehr als 755 Jahren wird in Hirt mit handverlesenen Rohstoffen und vor allem mit viel Zeit Bier gebraut – geprägt von handwerklicher Tradition, regionaler Verwurzelung und dem Wissen vieler Generationen. 2026 steht nun ein ganz besonderes Kapitel dieser langen Geschichte im Fokus: Seit 1846 befindet sich die Privatbrauerei Hirt durchgehend in Familienbesitz – heuer seit 180 Jahren.

Dieses Jubiläum ist für die familiengeführte Privatbrauerei weit mehr als ein historisches Datum. Es ist Ausdruck einer Haltung, die das Unternehmen seit Generationen prägt: langfristig denken, Verantwortung übernehmen und sich bewusst Zeit nehmen – für Qualität, für Menschen und für nachhaltige Entwicklung. Werte, die heute aktueller sind denn je und die auch den Markenclaim der Privatbrauerei Hirt tragen: „Die Zeit nehm ich mir.“

„Familienbesitz bedeutet für uns nicht nur Eigentum, sondern vor allem Verantwortung“, sagt Niki Riegler, Eigentümer und Geschäftsführer der Privatbrauerei Hirt. „Wir treffen Entscheidungen so, dass sie auch in zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren noch richtig sind. Diese Haltung braucht Zeit – und genau diese Zeit nehmen wir uns bewusst.“

Kontinuität als Erfolgsprinzip

Dass die Privatbrauerei Hirt seit 180 Jahren familiengeführt ist, ist in der heutigen Brauwelt eine Besonderheit. Die Unabhängigkeit von Konzernstrukturen ermöglicht es, Entscheidungen mit Weitblick zu treffen – nicht für kurzfristige Effekte, sondern für die nächsten Generationen.

Ein prägendes Kapitel dieser Entwicklung ist untrennbar mit Astrid Matchett-Krenn verbunden. Sie erbte die Privatbrauerei Hirt 1959 im Alter von acht Jahren gemeinsam mit ihrer Mutter Nelly Möller. In den darauffolgenden Jahrzehnten, zwischen 1960 und 1990, stand das Unternehmen unter erfolgreicher Leitung von Nelly Möller mit maßgeblicher Unterstützung ihres Bruders Heinrich Englert. Ab 1990 übernahm Astrid Matchett-Krenn schließlich offiziell die Geschäftsführung und entwickelte die Traditionsbrauerei zu einer der bekanntesten Privatbrauereien Österreichs.

Unter ihrer Verantwortung wurden Marke, Vertrieb und Internationalisierung konsequent ausgebaut, Exportmärkte wie Italien, Kroatien, Slowenien und die USA erschlossen und die Qualitätsstrategie weiter geschärft.

2012 übergab sie die operative Verantwortung an ihren Sohn Niki Riegler, der die Privatbrauerei Hirt seither gemeinsam mit seinem Onkel Dr. Klaus Möller führt.

„In einer Brauerei mit dieser Geschichte übernimmt man kein Unternehmen – man übernimmt Verantwortung für etwas Gewachsenes“, betont Niki Riegler. „Unsere Aufgabe ist es, Bewährtes zu bewahren und gleichzeitig mutig weiterzudenken.“

„Ein Familienunternehmen denkt in Generationen, nicht in Quartalen“, ergänzt Klaus Möller, Eigentümer und Geschäftsführer. „Diese Perspektive gibt uns die Freiheit, Entscheidungen mit Weitblick zu treffen.“

Braukunst über Generationen – Qualität braucht Zeit

Mehr als siebeneinhalb Jahrhunderte Braugeschichte haben eines gezeigt: Qualität ist das Ergebnis von Erfahrung, Prozesswissen und Geduld. Was einst mit wenigen klassischen Sorten begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einem umfassenden, vielfach prämierten Sortiment entwickelt. Heute umfasst die Produktpalette 15 verschiedene Hirter Biersorten.

Dabei bleibt der Kern unverändert: Gutes Bier braucht Zeit. Reifung, Abstimmung und handwerkliche Präzision sind entscheidend für Geschmack und Charakter. Die Philosophie des bewussten Brauens ist in der Privatbrauerei Hirt seit Generationen gelebte Praxis – von der Auswahl an Rohstoffen bis zur Reifung. Zeit ist hier nicht nur ein Faktor, sondern ein Qualitätsversprechen.

Herkunft und Wertschöpfung – fest in Kärnten verankert

Die Privatbrauerei Hirt ist tief in Kärnten verwurzelt. Bio-Gerste von eigenen Feldern sowie Kärntner Gerste von regionalen Kooperationspartnern fließen teils in ausgewählte Hirter Biere ein. Damit bleibt die Wertschöpfung in der Region – und die Herkunft im Geschmack erlebbar.

Historisch war die Privatbrauerei Hirt stets mehr als nur eine Brauerei: Landwirtschaft, Gastronomie und Braukunst waren und sind eng miteinander verbunden. Diese Struktur wurde über Jahrzehnte weiterentwickelt und professionalisiert – und prägt die familiengeführte Traditionsbrauerei bis heute.

Die Menschen hinter dem Bier

Ein Familienbetrieb lebt von den Menschen, die ihn tragen. In der Privatbrauerei Hirt bedeutet das: Wissen, Werte und Verantwortung werden nicht nur innerhalb der Familie weitergegeben, sondern im gesamten Team. Über Generationen hinweg ist so ein lebendiger Erfahrungsschatz entstanden – vom Braumeister über Produktion bis Verwaltung und Vertrieb.

„Was unsere Biere besonders macht, sind nicht nur Rohstoffe und Prozesse, sondern vor allem die Menschen dahinter“, betont Niki Riegler. „Viele begleiten uns seit Jahrzehnten. Dieses Wissen und diese Identifikation sind durch nichts zu ersetzen.“

Investitionen in den Standort, moderne Infrastruktur und nachhaltige Prozesse sind Teil dieses langfristigen Denkens. Ziel ist es, die Privatbrauerei nicht nur für heute, sondern für die kommenden Jahrzehnte fit zu machen – und gleichzeitig den Charakter zu bewahren, der die Privatbrauerei seit Jahrhunderten prägt.

„Über so viele Generationen hinweg erfolgreich zu sein, funktioniert nur, wenn man den Menschen und dem Handwerk Zeit gibt“, betont Klaus Möller, Eigentümer und Geschäftsführer der Privatbrauerei Hirt. „Zeit, um Wissen weiterzugeben, Zeit, um sich weiterzuentwickeln, und Zeit, um Qualität auf konstant hohem Niveau zu sichern.“

Verlässlicher Partner – heute und in Zukunft

Das Jubiläumsjahr 2026 steht damit nicht nur für Kontinuität, sondern auch für Bewegung. Auch in Zukunft wird die familiengeführte Privatbrauerei gezielt in den Standort, in moderne Infrastruktur, in nachhaltige Prozesse und vor allem in die Menschen investieren. Ziel ist es, die Qualität weiterzuentwickeln, Arbeitsplätze langfristig zu sichern und die regionale Wertschöpfung zu stärken.

Als verlässlicher regionaler Partner für Gastronomie, Lebensmitteleinzelhandel und für alle, die Hirter Bier lieben, bleibt die Privatbrauerei Hirt damit ein fester Bestandteil der Kärntner Genuss- und Wirtschaftskultur – mit dem klaren Anspruch, Herkunft, Handwerk und Zukunft verantwortungsvoll miteinander zu verbinden.


Quelle: OTS



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