Österreich: Töchtertag am AIT - Die Forscherinnen von morgen

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Töchtertag am AIT: Die Forscherinnen von morgen
Foto: AIT/Lena Hummelsberger
28 Apr 03:00 2026 von OTS Print This Article

Auch beim 25. Wiener Töchtertag war das AIT Austrian Institute of Technology wieder beteiligt und lud am 23. April rund 30 Mädchen aus Oberstufen-Klassen zu einem Ausflug in die Welt von Wissenschaft und Forschung ins AIT ein.

Unter dem Motto „Discover your Future“ öffnete das AIT seine Türen. Im Jubiläumsjahr des Töchtertags erwartete die jungen Besucherinnen ein besonders spannendes und facettenreiches Programm mit Fokus auf MINT-Forschung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). „Der Töchtertag am AIT ist eine großartige Möglichkeit, Mädchen zu vermitteln, wie vielfältig der Berufsalltag in der Forschung ist. Abseits von klassischen Rollen-Stereotypen zeigen wir, dass junge Mädchen und Frauen alle Chancen dieser Welt haben. Am AIT haben wir sehr viele Forscherinnen im MINT-Bereich, die heute auch beim Töchtertag mitwirken“, betonte AIT-Geschäftsführerin und Sprecherin der Geschäftsführung Brigitte Bach, die selbst studierte Physikerin ist. „Ich freue mich, wenn ihr Freude an Naturwissenschaften und Technik habt. Und vielleicht ist der heutige Besuch bei uns am AIT auch eine Chance, zu entdecken, dass Forschung ein ganz wunderbares Betätigungsfeld ist“, sagte Bach in ihrer Begrüßung zu den Mädchen.

Quantenforschung und Stadt der Zukunft

Beim Besuch im AIT Photonik und Quanten-Labor des AIT Center for Digital Safety & Security konnten die Mädchen sich mit vielfältigen Aspekten der Quantenforschung auseinandersetzen. Wie funktioniert eine Glasfaser? Was kann man mit optischen Technologien wie LiFi (Light Fidelity) und LiDAR (Light Detection and Ranging) eigentlich machen? Diese Fragen wurden in Demo-Stationen im Quantenlabor beantwortet. Highlight: Jede Teilnehmerin konnte den Durchmesser eines Haars in Mikrometer vermessen lassen.

Viel Anklang fand das Thema „Stadt der Zukunft“, das vom AIT Center for Innovation, Systems & Policy präsentiert wurde. Gemeinsam mit AIT-Expertin Dana Wasserbacher wurde diskutiert, welche Themen in der urbanen Entwicklung wichtig sind und welche Wünsche und Erwartungen die Schülerinnen dazu haben. Sie lernten dabei auch, wie die Forschung die Politik bei ihren Entscheidungen unterstützen kann.

Von Industrie-Automatisierung bis zu Molekular-Diagnostik

Den Schwerpunkt zum Thema Automatisierung in der Industrie und in der Mobilität präsentierten Expertinnen vom AIT Center for Vision, Automation & Control. Die Schülerinnen erhielten detaillierte Einblicke, wie autonome Maschinen und Fahrzeuge wie z.B. ein Gabelstapler funktionieren – und was heute schon technisch möglich ist. Geforscht wird auch an kleineren Anwendungen, wo autonome Fahrzeuge oder digitale Mobilitätskonzepte die Effizienz verbessern. So wurde am AIT eine autonome Rollstuhllösung entwickelt, die Fluggästen mit eingeschränkter Mobilität ein neues Maß an Selbstständigkeit und Sicherheit bietet und gleichzeitig die Prozesse für Flughäfen deutlich effizienter macht.

Beim Besuch im Molekular-Diagnostik-Labor des AIT Center for Health & Bioresources demonstrierte AIT-Forscherin Manuela Hofner die modernen Analyse-Möglichkeiten, mit denen es heute gelingt, Krankheiten auf molekularer Ebene präzise zu identifizieren, zu charakterisieren und Therapien zu personalisieren. In diesem AIT Labor sind alle Schritte von der Zellkultur bis zur Isolierung, Prozessierung, Detektion und Quantifizierung von diversen Biomolekülen (Nukleinsäuren und Proteine) aus unterschiedlichsten biologischen Proben (Gewebe, Blut und Speichel) durchführbar. Es machte den Mädchen sichtlich Spaß, im Labor ihre eigene DNA anhand von Speichel zu extrahieren.

Innovatives Erste-Hilfe-Training und sensibler Umgang mit Daten

Im TX.Lab am AIT Center for Technology Experience erwartete die Mädchen ein immersiver Einstieg in den Bereich „XR for Challenging Environments“. Extended Reality (XR) bietet großartige Möglichkeiten, die reale Welt mit der digitalen Welt zu kombinieren. Die Mädchen konnten selbst die KI-gestützte Mixed-Reality Erste-Hilfe-Trainingslösung „Green Manikin“ ausprobieren, die diese Woche mit dem Houskapreis ausgezeichnet worden ist.

Last but not least zeigte die Station “Datensouveränität im Alltag verstehen“, dass es gerade im Zeitalter von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz wichtig ist, darauf zu achten, sensibel mit den eigenen Daten umzugehen. Insbesondere Social Media und KI-Tools wie ChatGPT verleiten vielfach zum sorglosen Umgang mit den eigenen Daten.

Der Töchtertag ist eine Initiative der Stadt Wien und das AIT ist seit vielen Jahren Partner des Wiener Töchtertags mit dem Ziel, junge Mädchen und Frauen für Forschung zu begeistern.


www.toechtertag.at

Über das AIT


Quelle: OTS



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