Wien: Telefonische Drohung in einer Polizeiinspektion - Festnahme
Vorfallszeit: 23.01.2026, 20:30 Uhr
Vorfallsort: Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus
In den gestrigen Abendstunden rief ein junger Mann in der Polizeiinspektion Julius-Tandler-Platz an und gab an, er habe sich eine Waffe besorgt und damit seinen Vater getötet. Zudem drohte er, auch seine Mutter sowie jeden Polizisten zu töten, der ihm zu nahekomme. Anschließend legte der nervös und aufgelöst wirkende Anrufer auf.
Als Polizisten den Mann zurückriefen, wirkte dieser gefasst und bestritt, den Anruf getätigt zu haben. Umgehend wurden Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, an denen zahlreiche Einsatzkräfte beteiligt waren.
Gegen 22:00 Uhr gelang es Polizisten der Bereitschaftseinheit Wien, den Anrufer – einen 17-jährigen österreichischen Staatsbürger – auf der Felberstraße anzuhalten und vorläufig festzunehmen, nachdem er in seiner betreuten Wohneinrichtung nicht angetroffen worden war.
Zwischenzeitlich vergewisserten sich Beamte über den Gesundheitszustand der Pflegeeltern des 17-Jährigen. Diese konnten an ihrer Wohnadresse angetroffen werden und waren wohlauf.
Gegen den 17-Jährigen wurden ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. In der Vernehmung gab der Jugendliche an, sich an den Anruf nicht erinnern zu können. Eine Betreuerin teilte mit, der 17-Jährige würde seit längerer Zeit an einer psychischen Erkrankung leiden.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der Jugendliche schließlich auf freiem Fuß angezeigt.
Quelle: LPD Wien
