Linz: Telefonbetrug und Betrug mit Finanzamt SMS
Das Landeskriminalamt OÖ warnt erneut vor Betrügern, die derzeit wieder intensiv im gesamten Bundesland mittels SMS und Telefonanrufen ihre Opfer zur Herausgabe von Vermögenswerten zu bewegen versuchen.
So hat am Wochenende ein 58-jähriger Mann aus dem Bezirk Linz Land einen sechsstelligen Betrag an die Täter verloren. Das Opfer erhielt am Samstag eine SMS, die angeblich vom Finanzamt Österreich gesendet worden ist und die ihn zur Verlängerung der Finanz Online ID aufforderte. Das Opfer folgte dem Link in der SMS und gab dementsprechend seine Bankzugangsdaten bekannt. Die Täter kontaktierten das Opfer persönlich per Telefon und gaben sich als Bankmitarbeiter aus. Sie teilten ihm mit, dass seine Zugangsdaten gehackt worden seien und er nun vom Bankmitarbeiter bei der Wiederherstellung seines Kontos unterstützt werde. Anschließend wurde das Opfer über mehrere Stunden hinweg von den Tätern dermaßen getäuscht, dass er Transaktionen an verschiedenste Konten der Täter tätigte. Darüber hinaus wurde von einem weiteren Komplizen, der sich als Kriminalbeamter ausgab, auch noch die Bankomatkarte des Opfers an seiner Wohnadresse abgeholt und mit dieser bei einem Geldausgabeautomat Bargeld behoben.
Neben diesem Betrugsphänomen, bezeichnet als "Finlink SMS Betrug", häufen sich derzeit in OÖ wieder betrügerische Telefonanrufe. Unbekannte Täter geben sich als Polizisten, Ärzte oder Staatsanwälte aus und versuchen Menschen mit erfundenen Notfällen, wie schwere Erkrankungen von Angehörigen, verursachte Verkehrsunfälle, bei denen eine Kaution zu stellen ist, sowie Einbrüche oder Überfälle in der Nachbarschaft, um ihr Geld zu bringen.
Die Opfer werden von den Tätern durch die Androhung von lebensbedrohlichen oder zumindest schwerwiegenden Konsequenzen für die Angehörigen unter so hohen Druck gesetzt, dass sie oft ihre gesamten Vermögenswerte freiwillig an die Täter übergeben.
Dringende Warnung der Kriminalpolizei:
• Beenden Sie dubiose Anrufe sofort
• Weder ein Arzt, ein Polizist oder Staatsanwalt wird sie jemals anrufen und sie zur Zahlung einer Kaution oder zur Übergabe von Bargeld oder Gold auffordern
• Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über Bargeld, Wertgegenstände oder Bankguthaben, bzw. Kontodaten
• Niemals eine SMS eines "Finanzamtes" oder ihrer Bank öffnen. Keine dieser Institutionen wird sie per SMS kontaktieren. Auch keine anderen Institute wie die Österr. Krankenkasse oder Versicherungsinstitute
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – Gespräch beenden – die Polizei mittels Notrufes und Angehörige verständigen.
Quelle: LPD Oberösterreich
